Wolkenkamera-Netzwerk Eye2Sky
Mit Eye2Sky können Kurzfristvorhersagen zur Sonneneinstrahlung in einzigartiger räumlicher und zeitlicher Auflösung erstellt werden. Diese Daten können u.a. zur Stabilisierung der Stromnetz genutzt werden.
Copernicus Daten für Energy Sharing
Der kontinuierliche Ausbau der Solarenergie stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend vor die Herausforderung, dezentral einspeisende Photovoltaikanlagen ins bestehende Stromnetz zu integrieren. Um die lokale Zusammenlegung von Erzeugung und Verbrauch zu fördern und das Stromnetz zu entlasten, fordert die Europäische Union in der Novelle der Erneuerbare-Energie-Richtlinie1 die Einführung sogenannter Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften. Ziel ist es, mehr Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern am Stromsystem zu ermöglichen, indem die Mitglieder dieser Gemeinschaften Energie im öffentlichen Netz direkt und gezielt miteinander teilen können („Energy Sharing“). Parallel dazu hat die Bundesregierung mit der Reform des Energiewirtschaftsgesetz die rechtlichen Grundlagen für Energy Sharing ab Juni 2026 beschlossen. Vor diesem Hintergrund entsteht das Kernproblem: Die Wirtschaftlichkeitsberechnung für Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften erfordert die Kombination von räumlich und zeitlich variierender Solarstrahlung einerseits und lokaler Lastprofile andererseits (Siehe Bild). Das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Forschungsprojekt Co‑DatES entwickelt deshalb Methoden, um öffentlich verfügbare Fernerkundungs‑ und Wetterdaten für die Bewertung von Energy‑Sharing‑Modellen nutzbar zu machen.
Forschungsprojekt Co-DatES | |
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Laufzeit | Oktober 2024 bis September 2027 |
Förderung durch | Bundesministerium für Verkehr |
Projektbeteiligte |
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Im Projekt Co-DatES wird untersucht und quantifiziert, in welchem Umfang öffentliche Daten durch das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus und andere Quellen zur Quantifizierung von Erzeugungs‑ und Verbrauchspotenzialen in Erneuerbare‑Energie‑Gemeinschaften bereitgestellt werden können. Benötigt werden umfangreiche Datensätze zu bestehenden Solaranlagen, dem Solarpotenzial von Dachflächen sowie regionale Sonnenstrahlungs‑ und Lastprofile möglicher Verbraucher in regionaler Nähe, die aktuell noch nicht vorliegen. Ziel ist es, diese zusammenzutragen und in ein integriertes Modell für die Wirtschaftlichkeitsanalyse einzubetten.
Das Institut für Vernetzte Energiesysteme untersucht hierbei, welche zeitliche und räumliche Auflösung von meteorologischen Daten notwendig ist, um eine hinlänglich genaue Abschätzung der Wirtschaftlichkeit im Energy Sharing zu erlauben. Hierfür werden Wetterdaten aus dem Wolkenkameranetzwerk Eye2Sky, des europäischen CAMS-Projektes sowie numerische Wettermodelldaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) verglichen und ihre Einflüsse auf das Modell einer Energie-Gemeinschaft untersucht.
In einem zweiten Arbeitspaket widmet sich das Projektteam des DLR der automatisierten Erkennung von PV-Anlagen aus öffentlichen und nicht-öffentlichen Fernerkundungsdatenquellen. Hierfür nutzen die Forschenden verschiedene Algorithmen auf Bildern von WorldView und RapidEye sowie lokale Befliegungsdaten. Die erkannten PV-Anlagen können dann in zu gründende EE-Gemeinschaften eingebracht werden.