Forschungsprojekt SOLREV-2

Analyse und Bewertung von Methoden zur Bestimmung solarer Ressourcen und Vorhersagen für die Netz- und Marktintegration von Solarenergie

Unser Energiebedarf wird zunehmend durch den Einsatz von Solartechnologien gedeckt. Für die Gestaltung eines resilienten Energiesystems auf Basis erneuerbarer Energien ist es deshalb von wachsender Bedeutung, diese fluktuierenden Quellen effektiv in Stromnetze und Energiemärkte zu integrieren. Um dies zu ermöglichen, sind Solarstromprognosen fundamental für diverse Energiemanagementoptionen wie Regelenergiebereitstellung oder optimierte Stromhandelsprozesse. Zudem benötigen solartechnologische Großprojekte zuverlässige Langzeitdaten zur Solarstrahlung, um das unternehmerische Risiko zu mindern und Investitionen zu fördern. Vor diesem Hintergrund zielt das Forschungsprojekt SOLREV-2 (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) darauf ab, Leitlinien sowie Standards zur Modellentwicklung und Datennutzung zu erarbeiten.

Forschungsprojekt SOLREV-2

 

Laufzeit

April 2024 bis März 2027

Förderung durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektbeteiligte

  • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
  • DLR-Institut für Solarforschung
  • PV Performance Labs (Unterauftragnehmer des DLR)
  • CSP Services GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
  • Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik
  • Technische Hochschule Ulm

assoziierte Projektbeteiligte:

  • Deutscher Wetterdienst
  • TenneT TSO GmbH
  • 50Hertz Transmission GmbH
  • Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH

Das Forschungsprojekt SOLREV-2 fokussiert sich darauf, aktuelle Modelle zur Bereitstellung von Solarstrahlungsdaten und -prognosen zu bewerten und zu optimieren. Die Projektbeteiligten verfolgen das Ziel, Lösungen für die Netzintegration hoher Solarenergieanteile bereitzustellen und somit zur langfristigen Ertragssicherheit von Solarkraftwerken beizutragen. Das Interesse richtet sich dabei auf neuartige Photovoltaik-Technologien wie bifaziale Kraftwerke, Floating PV und Agrivoltaik, deren Implementierung differenzierte meteorologische Daten erfordert. Im Laufe des Projekts werden Handlungsanweisungen, Empfehlungen und neue Standards erarbeitet, die wiederum als Basis für weitere Modellentwicklungen dienen sollen.

Vor diesem Hintergrund befasst sich das Institut für Vernetzte Energiesysteme im Projekt SOLREV-2 damit, die Netzintegration hoher Solarenergieanteile und die Ertragssicherheit von Solarkraftwerken weiter zu verbessern. Dafür stellen die Forschenden Strahlungsdaten und Prognosen zur Solarstrahlung für die nächsten Stunden bereit und entwickeln neue Methoden zur Solarstrahlungs- und Solarleistungsprognose, die erstmals die Messungen neuer MTG (Meteosat Third Generation) -Satelliten einbeziehen. Vor dem Hintergrund wachsender Solarenergieanteile in zukünftigen Stromnetzen widmet sich das Institut zudem der Weiterentwicklung der Energieressourcenanalyse. Dafür evaluiert das Projektteam verschiedene Klimamodelle hinsichtlich ihrer prognostizierten Solarstrahlung und beleuchtet die zukünftige Entwicklung hinsichtlich typischer Klimabedingungen und der Zunahme von Extremwetterereignissen.

Mehr Informationen:

Kontakt

Energiemeteorologie

Forschungsgruppe
Institut für Vernetzte Energiesysteme