Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz
RESITEK
Effektives Lagebildmonitoring im Katastrophenfall
Im Projekt RESITEK werden verschiedene Technologien zusammengeführt , um ein konstantes Lagebildmonitoring zu gewährleisten. Dadurch soll im Katastrophenfall eine anwenderorientierte und optimierte Erfassung von Lagebildern sowie eine effektive Einsatzplanung und -durchführung ermöglicht werden.
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Katastrophenereignisse stellen den Zivil- und Katastrophenschutz vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kommunikationsverbindungen, der Erfassung und Bewertung aktueller Daten zur Lageeinschätzung sowie der Zugänglichkeit des Katastrophengebiets trotz zerstörter Infrastruktur und des sicheren Transports von Gütern in und aus diesen Gebieten.
Das Projekt RESITEK (Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz) bündelt die Kompetenzen und Technologien des DLR aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit, um diese in ein umfassendes Daten- und Visualisierungssystem zu integrieren. Dieses System soll ein kontinuierliches Lagemonitoring ermöglichen, das im Katastrophenfall eine anwenderorientierte und einsatzoptimierte Lagebilderfassung, Einsatzplanung und -durchführung unterstützt.
Das Daten- und Visualisierungssystem soll alle relevanten Daten sammeln und analysieren, um Handlungsempfehlungen für den Normalbetrieb bereitzustellen und im Katastrophenfall den Hilfseinsatz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) so effizient und schnell wie möglich zu gestalten.
Sechzehn DLR-Institute erforschen, wie neue Technologien bestehende Systeme und Prozesse im Zivil- und Katastrophenschutz während eines Katastrophenfalls unterstützen und optimieren können. Sowohl einzelne Technologien als auch die Integration verschiedener Systeme und Informationen – beispielsweise aus Satelliten, Drohnen, der Überwachung kritischer Infrastrukturen sowie bodengestützter oder robotischer Erkundung – ermöglichen zukünftig einen schnelleren und umfassenderen Überblick über das Schadensgebiet.
Innerhalb des Projektes werden folgende thematische Schwerpunkte behandelt:
Resilienz von Stromnetzen (Schaffung von Inselnetzen)
Mobilität in Sondersituationen (Nutzung elektrischer Fahrzeuge für Netze, Flucht und Zugänglichkeit)
Fernführung und Missionsplanung (einschließlich Kommunikation und Navigation)
Weltraumwetter (Auswirkungen auf Menschen und Infrastruktur)
Die frühzeitige Einbindung und Erprobung mit Anwendern bietet die Möglichkeit, neue Technologien bedarfsgerecht anzupassen und schafft damit die Grundlage für deren umfassende Akzeptanz. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen des Forschungsprojekts für das Jahr 2026 je eine Technikübung mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in einem realitätsnahen Szenario im Ahrtal und in Braunschweig in Planung.
Geleitet wird dieses Projekt durch das Institut für Flugsystemtechnik und das Institut für Robotik und Mechatronik.