23. Dezember 2015

Jah­res­rück­blick 2015: Ein Wie­der­er­wa­chen und neue Zie­le

Blick aus dem Cock­pit der Fal­con auf den A320 ATRA
Bild 1/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Blick aus dem Cockpit der Falcon auf den A320 ATRA

Hin­ter dem A320 ATRA mes­sen die Wis­sen­schaft­ler an Bord der DLR-Fal­con die Ab­gas-Zu­sam­men­set­zung und Kon­dens­strei­fe­nei­gen­schaf­ten in ei­ner Ent­fer­nung von 100 Me­tern bis 20 Ki­lo­me­tern.
Pro­fes­sor Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund
Bild 2/9, Credit: FWF/Hans Schubert.

Professor Dr. Pascale Ehrenfreund

Pro­fes­sor Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund wird Vor­sit­zen­de des Vor­stands des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR).
Vi­deo: Mit­flug auf Ma­pheus5 vom Start bis zur Lan­dung
Video 3/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Video: Mitflug auf Mapheus5 vom Start bis zur Landung

Ei­ne Ka­me­ra im obe­ren Teil der über zwölf Me­ter ho­hen Hö­hen­for­schungs­ra­ke­te Ma­pheus5 des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) hat am 30. Ju­ni 2015 erst­mals den kom­plet­ten Flug auf­ge­zeich­net.
Blick auf Ceres
Blick auf Ce­res
Bild 4/9, Credit: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA.

Blick auf Ceres

Am 1. März 2015 (2. März mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit) wur­de die­ses Bild von Zwerg­pla­net Ce­res auf­ge­nom­men - die Raum­son­de Dawn mit der Ka­me­ra an Bord be­fand sich da­bei in ei­ner Ent­fer­nung von 49 000 Ki­lo­me­tern. Die Auf­lö­sung be­trägt 4,6 Ki­lo­me­ter pro Pi­xel. Dies ist die letz­te Auf­nah­me, be­vor Dawn die Um­lauf­bahn von Ce­res er­reich­te. Wäh­rend die­ses Ma­nö­vers wa­ren kei­ne wei­te­ren Auf­nah­men mög­lich, da Dawn da­bei nicht auf die Ober­flä­che des Zwerg­pla­ne­ten blick­te.
Der Ko­met 67P am 20. Ju­li 2015
Bild 5/9, Credit: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0.

Der Komet 67P am 20. Juli 2015

Die­ses Bild von Chu­ryu­mov–Ge­r­asi­men­ko hat die Na­vi­ga­ti­ons­ka­me­ra (Nav­Cam) an Bord der Raum­son­de Ro­set­ta am 20. Ju­li 2015 aus ei­ner Ent­fer­nung von 171 Ki­lo­me­tern vom Zen­trum des Ko­me­ten auf­ge­nom­men.
Der Reaktor als Herzstück der Kalkspeicheranlage
Der Re­ak­tor als Herz­stück der Kalk­spei­cher­an­la­ge
Bild 6/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der Reaktor als Herzstück der Kalkspeicheranlage

Am DLR-In­sti­tut für Tech­ni­sche Ther­mo­dy­na­mik ent­wi­ckel­ten Wis­sen­schaft­ler ei­ne ef­fi­zi­en­te­re Me­tho­de, Kalk als Wär­me­spei­cher zu nut­zen
Fahrt im Si­mu­la­tor
Bild 7/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Fahrt im Simulator

Der Fah­rer kann wäh­rend der Fahrt zum Bei­spiel auf sei­nem Ta­blet spie­len oder Mails be­ar­bei­ten. Das Sys­tem warnt ihn früh­zei­tig bei ei­nem Hin­der­nis, so­bald es zeit wird, das Steu­er wie­der zu über­neh­men.
Pe­ri­Light - Si­cher­heit am Bahn­über­gang
Bild 8/9, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

PeriLight - Sicherheit am Bahnübergang

Mit dem Pe­ri­Light-Sys­tem sol­len Au­to­fah­rer da­zu ver­an­lasst wer­den, am Bahn­über­gang nach links und rechts zu schau­en.
Über­flu­tun­gen im südin­di­schen Bun­des­staat Ta­mil Na­du
Bild 9/9, Credit: DLR/ Distribution Airbus DS Geo GmbH / OpenStreetMap.

Überflutungen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu

Im Bild wer­den die Er­geb­nis­se der voll­au­to­ma­ti­schen Hoch­was­se­rer­ken­nung für ei­ne Ter­ra­SAR-X-Scan­SAR-Sze­ne in ei­ner We­ban­wen­dung dar­ge­stellt. Die Sa­tel­li­ten­sze­ne wur­de am 3. De­zem­ber 2015 über dem Kri­sen­ge­biet im südin­di­schen Bun­des­staat Ta­mil Na­du auf­ge­nom­men. Per­ma­nen­te Was­ser­flä­chen sind in dun­kel­blau und über­flu­te­te Ge­bie­te in hell­blau dar­ge­stellt.

Das Jahr 2015 war für das DLR und seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich und spannend. Eine der wichtigsten Veränderungen im vergangenen Jahr war sicherlich der Amtsantritt der Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, die diesen unter anderem mit einem erfolgreichen Tag der Luft- und Raumfahrt beginnen durfte. 60.000 Gäste konnten Einblicke in die aktuellen Forschungsprojekte und Missionen des DLR gewinnen. In den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit wurde auch in diesem Jahr wieder viel Forschungsarbeit geleistet. Die Highlights sind im DLR-Jahresfilm zu sehen.

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DLR-Jahresrückblick 2015
Das Jahr 2015 war für das DLR und seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich und spannend. Eine der wichtigsten Veränderungen im vergangenen Jahr war sicherlich der Amtsantritt der Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, die diesen unter anderem mit einem erfolgreichen Tag...
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Auf der Spur von Komenten, Asteroiden und Zwergplaneten

Der Kometenlander Philae begleitete uns auch durch das Jahr 2015: Nach seiner erfolgreichen Landung im November 2014 auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko schaltete der Kometenerkunder in den Ruhezustand. Im Juni und Juli 2015 gelang es den Wissenschaftlern, den Kontakt zu Philae erneut herzustellen. Während diese Mission voraussichtlich im Januar 2016 ihr Ende finden wird, nimmt der Asteroidenlander Mascot an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa II nun Kurs auf sein Ziel, den Asteroiden Ryugu. Bereits angekommen ist die Sonde Dawn, die seit dem 6. März den Zwergplaneten Ceres umkreist und sich ihm bis auf 375 Kilometer näherte. Der kleine Himmelskörper zeigt eine erstaunliche Oberflächenmorphologie. Auf den Bildern sind helle Flecken und steile Kraterwände zu sehen, deren Herkunft den Wissenschaftlern noch Rätsel aufgeben.

Hoch hinaus ging es für die Höhenforschungsrakete Mapheus5. Bei ihrem fünfzehnminütigen Flug herrschte insgesamt etwa sechs Minuten Schwerelosigkeit für die vier DLR-Experimente aus der Materialphysik und Biologie. Schwerelos ging es aber auch am Boden zu: Um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zu simulieren, blieben zwölf Probanden für zwei Monate im Bett- in Schräglage. In echter Schwerelosigkeit befanden sich Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation (ISS), die im Projekt Kontur-2 per Joystick Roboter in einem irdischen Labor fernsteuerten.

Leiser, leichter, umweltschonender

Auch die Piloten der Fliegerforschungsflotte hatten viel zu tun: Für Untersuchungen zu alternativen Treibstoffen flogen der Airbus A 320 ATRA und die Falcon in Formation. Für das Forschungsprojekt HINVA wagten sich die Wissenschaftler des DLR mit dem ATRA an den extremen Langsamflug heran. Um das Flugzeug leiser fliegen zu lassen, holen sich die Forscherinnen und Forscher Inspiration aus der Natur oder erzeugen in der Turbine Gegenschall mittels Druckluft. Mit der Eröffnung eines neuen Prüfstandes in Göttingen konnte das DLR seine Spitzenstellung in der Turbinenforschung ausbauen.

In der Verkehrsforschung wurde in diesem Jahr die bislang größte und umfangreichste Studie über die Erstnutzer von Elektroautos ausgewertet. Des Weiteren forscht das DLR schon seit mehreren Jahren daran, hochautomatisiertes Fahren weiterzuentwicklen. Indem Fahrzeuge und Ampeln miteinander kommunizieren, soll der Verkehr sicherer und besser laufen. Vielleicht wird es dann auch möglich sein, mit dem Tablet hinter dem Steuer zu sitzen. Geforscht wurde auch an der Schnittstelle zwischen Straßen- und Bahnverkehr: An ungesicherten Bahnübergängen soll ein Blitzlicht helfen, Unfälle zu vermeiden.

Für die unbemannte Katastrophenhilfe aus der Luft fanden in Braunschweig im Rahmen der Sicherheitsforschung Flugversuche in einem simulierten Krisenszenario statt. Auch weltweit leistete das DLR Unterstützung zur schnellen Katastrophenhilfe, ob bei den Waldbränden in Indonesien oder bei den verheerenden Überschwemmungen in Indien Anfang Dezember diesen Jahres. Ein neu entwickeltes Kommunikationssystem, an dem unter anderem auch das DLR beteiligt ist, sorgt zudem für den schnellen Austausch zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal.

Mit neuer Energie ins Jahr

Die Forscherinnen und Forscher der DLR-Energieforschung präsentierten sich in diesem Jahr zum ersten Mal unter dem Motto "Energie weiter denken" auf der Hannover Messe. Weiter gedacht wurde beispielsweise mit dem Konzept des ersten viersitzigen Brennstoffzellenflugzeugs HY4. Zudem nahmen die Energieforscher in Köln eine neuartige Anlage um Energie zu speichern in Betrieb.

Von Zeit zu Zeit lohnt sich allerdings auch der Blick weiter zurück: Im nächsten Jahr können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im DLR auf 40 Jahre Energieforschung zurückblicken, vier ereignisreiche Jahrzehnte, in denen sich auf dem Energiesektor viel verändert hat.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, empfehlen wir im neuen Jahr in erster Linie den Blick nach vorn und wünschen Ihnen frohe Festtage und alles Gute für 2016!

Kontakt
  • Julia Heil
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 2203 601-5263
    Linder Höhe
    51147 Köln
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