13. September 2017
Bundeskabinett positioniert sich zur Erdbeobachtung

Ei­ne Co­per­ni­cus-Stra­te­gie für Deutsch­land

Copernicus - kontinuierliche Umweltüberwachung
Co­per­ni­cus - kon­ti­nu­ier­li­che Um­welt­über­wa­chung
Credit: ESA/ATG medialab.

Copernicus - kontinuierliche Umweltüberwachung

Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung hat am 13. Sep­tem­ber 2017 ei­ne na­tio­na­le Co­per­ni­cus-Stra­te­gie für Deutsch­land be­schlos­sen. Das Co­per­ni­cus-Pro­gramm der Eu­ro­päi­schen Uni­on hilft da­bei, die­se und wei­te­re Kli­ma- und Um­welt­fra­gen zu be­ant­wor­ten. Es stellt um­fas­sen­de In­for­ma­tio­nen über den Zu­stand der glo­ba­len Um­welt auf Ba­sis von Sa­tel­li­ten­be­ob­ach­tun­gen der Er­de be­reit und un­ter­stützt viel­fäl­ti­ge An­wen­dun­gen von der Kli­ma­be­ob­ach­tung über die Land- und Forst­wirt­schaft bis hin zur Ka­ta­stro­phen­hil­fe.

  • Die deutsche Bundesregierung hat am 13. September 2017 die Nationale Strategie für das europäische Copernicus-Programm beschlossen.
  • Copernicus ist das operationelle Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Es stellt umfassende Informationen über den Zustand der globalen Umwelt auf Basis von Satellitenbeobachtungen der Erde bereit und unterstützt vielfältige Anwendungen von der Klimabeobachtung, über die Land- und Forstwirtschaft, bis hin zur Katastrophenhilfe.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Klimawandel, Umwelt, Sicherheit, Digitalisierung, Big Data/Smart Data/Data Science.

Das Bundeskabinett hat am 13. September 2017 die vom Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) vorgelegte "Na­tio­na­le Stra­te­gie für das eu­ro­päi­sche Co­per­ni­cus-Pro­gramm" beschlossen und damit konkrete nationale Ziele gesetzt. Das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn begleitet das europäische Erdbeobachtungsprogramm im Auftrag des BMVI auf europäischer Ebene und unterstützt deutsche Nutzer mit konkreten Maßnahmen wie einem Anwendungsportal.

"Copernicus ist eines der größten europäischen Weltraumprogramme und eines der erfolgreichsten Satellitensysteme weltweit. Bei der europaweit ersten nationalenCopernicus-Strategie geht es vor allem um die noch bessere Nutzung der Satellitendaten. Damit untermauert die Bundesregierung ihren Gestaltungsanspruch auf diesem Gebiet - ein wichtiger Schritt, um das große wirtschaftliche und wissenschaftliche Potenzial des Programms in Deutschland noch wirksamer auszuschöpfen", so Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements, und ergänzt: "Deutschland gehört zu den führenden Nationen in der Erdbeobachtung. Mit der Copernicus-Strategie werden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten weiter verbessert. Es geht um Hightech-Jobs, innovative Unternehmen - oftmals Start-Ups - und bessere öffentliche Dienstleistungen, zum Beispiel beim Umweltschutz, in der Landwirtschaft oder der Sicherheit, aber auch um neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf Grundlage der umfassenden Datenbasis.“

Eine Strategie - fünf Ziele

Mit ihrer Nationalen Strategie verfolge die Bundesregierung fünf Ziele, erläutert Dr. Jörn Hoffmann, DLR-Programmleiter für Copernicus: "Das Copernicus-Programm richtet sich eng am öffentlichen Bedarf in Deutschland aus. Konkret sollen mit Copernicus Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft gegeben werden. Copernicus soll ebenso in internationale Kooperationen eingebracht werden und die deutsche Industrie, Wissenschaft und die Institutionen sollen sich an dem Programm beteiligen können. Last but not least gilt es, Copernicus langfristig weiterzuentwickeln.“ Dazu bietet das DLR Raumfahrtmanagement Information, Beratung und Förderung von Pilot- und Entwicklungsvorhaben an; außerdem stellt das Raumfahrtmanagement die nationale Datenzugangs- und Verarbeitungsplattform CODE-DE - Co­per­ni­cus Da­ta and Ex­ploi­ta­ti­on Plat­form - Deutsch­landspeziell für Nutzer in Deutschland bereit.

Auch das Erdbeobachtungszentrum EOC des DLR in Oberpfaffenhofen ist an der Umsetzung von Copernicus beteiligt: Teile der Bodensegmente für die von Copernicus genutzten Sentinel-Satelliten wurden am EOC entwickelt und Daten werden von den DLR-Stationen in Neustrelitz und Oberpfaffenhofen empfangen. Außerdem ist das EOC mit seinem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am Copernicus-Dienst für Katastrophen- und Krisenmanagement beteiligt. Diese Kapazitäten auch künftig in Copernicus einzubringen, ist erklärtes Ziel der Nationalen Strategie.

  • Copernicus - Das Programm

    Wie gesund wird unsere Luft in den nächsten fünf Jahren sein? Wie sauber unsere Gewässer? Welche Route durch eisbedeckte Meere ist die sicherste? Welche Folgen des Klimawandels sind heute schon sichtbar? Das Copernicus-Programm der Europäischen Union hilft dabei, diese und weitere Klima- und Umweltfragen zu beantworten. Es stellt umfassende Informationen über den Zustand der globalen Umwelt auf Basis von Satellitenbeobachtungen der Erde bereit und unterstützt vielfältige Anwendungen von der Klimabeobachtung über die Land- und Forstwirtschaft bis hin zur Katastrophenhilfe. Die Daten stehen Behörden, Unternehmen, der Wissenschaft und allen interessierten Bürgern kostenlos zur Verfügung.

  • Copernicus - Die Satelliten

    Copernicus besteht aus sechs Satellitenfamilien - den sogenannten Sentinels ("Wächtern"). Sie erfassen die Erde und die Atmosphäre und liefern somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe, Ernährungssicherheit und zum Gesundheitszustand der Ozeane. Ergänzt werden die Satellitendaten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in den Gewässern.
    Copernicus wird in Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) umgesetzt. Wichtige europäische Institutionen wie die Europäische Umweltagentur (EUA), das Europäische Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW), die Europäische Küstenwache (FRONTEX) oder die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) sind an der Umsetzung von Copernicus aktiv beteiligt.
    In Deutschland ist das BMVI federführend für Copernicus verantwortlich. Das DLR Raumfahrtmanagement begleitet das Programm in Deutschland.

Kontakt
  • Elisabeth Mittelbach
    Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR, Grup­pen­lei­te­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-385
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
    Kontaktieren
  • Dr. Jörn Hoffmann
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, Erd­be­ob­ach­tung
    Telefon: +49 228 447-269
    Fax: +49 228 447-747
    Königswinterer Straße 522-524
    53227 Bonn-Oberkassel
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