25. April 2018
Ein Flugzeug für die Luftfahrt der Zukunft

DLR und Dassault un­ter­zeich­nen Kauf­ver­trag für den Flug­ver­suchs­trä­ger iSTAR

Unterzeichnung des Vetrages über den Erwerb des Falcon 2000LX-Twinjets
Un­ter­zeich­nung des Ve­tra­ges über den Er­werb des Fal­con 2000LX-Tw­in­jets
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Unterzeichnung des Vetrages über den Erwerb des Falcon 2000LX-Twinjets

(v.l.n.r) Eric Trap­pier, GI­FAS´ Prä­si­dent und CEO der Dessault Avia­ti­on, Prof. Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund, Vor­stands­vor­sit­zen­de des DLR, Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, Del­phi­ne Gény-Ste­phann, Staats­se­kre­tä­rin im fran­zö­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Prof. Rolf Hen­ke, Vor­stand für den Be­reich Luft­fahrt im DLR.
Ver­trag zu iSTAR (in-flight Sys­tems and Tech­no­lo­gy Air­bor­ne Re­se­arch)
Bild 2/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Vertrag zu iSTAR (in-flight Systems and Technology Airborne Research)

Die Ver­ein­ba­rung bein­hal­tet die Lie­fe­rung des Flug­zeugs und des­sen Um­wand­lung zum Flug­ver­suchs­trä­ger iSTAR (in-flight Sys­tems and Tech­no­lo­gy Air­bor­ne Re­se­arch). (v.l.n.r) Eric Trap­pier, GI­FAS´ Prä­si­dent und CEO der Dessault Avia­ti­on, Prof. Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund, Vor­stands­vor­sit­zen­de des DLR, Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, Del­phi­ne Gény-Ste­phann, Staats­se­kre­tä­rin im fran­zö­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Prof. Rolf Hen­ke, Vor­stand für den Be­reich Luft­fahrt im DLR.
Forschungsflugzeug iSTAR
For­schungs­flug­zeug iSTAR
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Forschungsflugzeug iSTAR

Aus­ge­stat­tet wird iSTAR mit zu­sätz­li­chen Steu­er­flä­chen, ei­nem ex­pe­ri­men­tel­len di­gi­ta­len Flug­steue­rungs­sys­tem und wei­te­rer Hard­ware.
  • Falcon 2000LX wird zum „Fliegenden Simulator“ umgebaut.
  • iSTAR ist leistungsfähiges Werkzeug, um die Flugeigenschaften neu entwickelter umweltfreundlicher Flugzeugkonfigurationen unter realistischen Bedingungen zu beurteilen.
  • Neues Forschungsflugzeug wird ab 2020 am DLR-Standort Braunschweig stationiert.
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Digitalisierung

Am 25. April 2018 unterzeichneten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Dassault Aviation im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der ILA Berlin einen Vertrag über den Erwerb eines Falcon 2000LX-Twinjets. Die Vereinbarung beinhaltet die Lieferung des Flugzeugs und dessen Umwandlung zum Flugversuchsträger iSTAR (in-flight Systems and Technology Airborne Research), der in der Lage ist, die Flugeigenschaften neuer Flugzeugentwürfe real oder virtuell, bemannt oder unbemannt, unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Darüber hinaus dient iSTAR als Flugversuchsträger in den klassischen Bereichen Aerodynamik, Aeroelastizität, Strukturen, Antrieb, Flugsteuerung und Flugführung.

"Dassault gewährt dem DLR Zugang zu seinem internen Entwicklungs-Know-how und seiner umfangreichen Erfahrung in der Aerodynamik", beschreibt die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, die besondere Partnerschaft. "Die Falcon 2000LX hat die erforderlichen Flugleistungen- und Sicherheitsreserven, die wir für ein Forschungsflugzeug benötigen und stärkt unsere Fähigkeit zur interdisziplinären Forschung im gesamten Luftfahrtsystem erheblich.

Ausstattung mit digitaler Flugsteuerung und Experimentiersystem

Die erworbene Falcon 2000LX ist ein Versuchsflugzeug, das von Dassault für Flugversuche und Entwicklungszwecke eingesetzt wurde. Es wird in das Werk in Bordeaux-Mérignac überführt, wo es zunächst zu einem instrumentierten Flugversuchsträger umgerüstet wird, der bis 2020 einsatzbereit sein soll. Das Luftfahrzeug wird später für zwei weitere Modifikationsphasen bei Dassault umgebaut, um die volle Funktionalität zu erreichen. Diese Phasen sollen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

"Mit dem Forschungsflugzeug iSTAR erhält das DLR die Fähigkeit der Inflight -Simulation. Dies ist ein leistungsfähiges Werkzeug, um die Flugeigenschaften neu entwickelter Flugzeugkonfigurationen unter realistischen Bedingungen zu beurteilen", sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. "Dies wird die Entwicklung neuer umweltfreundlicher und effizienter Flugzeuge und Komponenten erheblich erleichtern. Darüber hinaus wird iSTAR die Evaluierung von zunehmend automatisierten Pilotenassistenzsystemen, einschließlich automatischem Rollen und Starten, ermöglichen und die Erprobung unbemannter Luftfahrzeuge und deren Integration in den kontrollierten Luftraum verbessern."

"Das DLR ist eines der größten und angesehensten Luftfahrtforschungszentren der Welt und wir sind stolz darauf, Teil dieses ehrgeizigen neuen Test- und Forschungsprogramms zu sein", sagt Dassault-Chef Eric Trappier. Dieses Vorhaben wird wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit und Effizienz von bemannten und unbemannten Flugzeugen zu verbessern, was für uns in der Luftfahrtindustrie oberste Priorität hat."

Das voll funktionsfähige Forschungsflugzeug iSTAR wird mit zusätzlichen Steuerflächen, einem experimentellen digitalen Flugsteuerungssystem und weiterer Hardware ausgestattet, darunter ein intuitives EASy II-Cockpit mit EFVS, einem Rockwell Collins Head-Up-Display und einer Dassault Falcon Sphere II Electronic Flight Bag Suite.
Das neue Forschungsflugzeug wird am DLR-Standort Braunschweig stationiert werden und steht anderen nationalen und europäischen Forschungseinrichtungen sowie Flugzeugherstellern und Zulieferern zur Verfügung.

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