29. Oktober 2018
Für sichere Häfen und Offshore-Windparks

DLR er­öff­net In­sti­tut für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren

Unterzeichnung der Urkunde
Un­ter­zeich­nung der Ur­kun­de
Bild 1/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Unterzeichnung der Urkunde

Er­öff­nung des DLR-In­sti­tuts für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren in Ber­mer­ha­ven (sit­zend von links): Den­nis Gö­ge – Grün­dungs­di­rek­tor In­sti­tut für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren, Nor­bert Brack­mann – MDB Ko­or­di­na­tor der Bun­des­re­gie­rung für die ma­ri­ti­me Wirt­schaft, Prof. Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund – Vor­sit­zen­de des Vor­stands des DLR, Bür­ger­meis­ter Dr. Cars­ten Sie­ling – Prä­si­dent des Se­nats der frei­en Han­se­stadt Bre­men. Ste­hend von links: Prof. Dr. Eva Quan­te-Brandt – Se­na­to­rin für Wis­sen­schaft, Ge­sund­heit und Ver­brau­cher­schutz der Frei­en Han­se­stadt Bre­men, Staats­s­rat Jörg Schulz – Se­na­tor für Wirt­schaft, Ar­beit und Hä­fen der Frei­en Han­se­stadt Bre­men, Melf Grantz – Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Bre­mer­ha­ven.
Eröffnung des neuen DLR-Instituts
Er­öff­nung des neu­en DLR-In­sti­tuts
Bild 2/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Eröffnung des neuen DLR-Instituts

An der Er­öff­nung der DLR-In­sti­tuts für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren in Bre­mer­ha­ven nah­men teil: (ste­hend von links) Prof. Rolf Hen­ke – DLR Vor­stand Luft­fahrt, Melf Grantz – Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Bre­mer­ha­ven, Prof. Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund – Vor­sit­zen­de des Vor­stands des DLR, Prof. Dr. Hans­jörg Dit­tus – Vor­stand Raum­fahrt­for­schung und -Tech­no­lo­gie, Bür­ger­meis­ter Dr. Cars­ten Sie­ling – Prä­si­dent des Se­nats der frei­en Han­se­stadt Bre­men, Prof. Dr. Eva Quan­te-Brandt – Se­na­to­rin für Wis­sen­schaft, Ge­sund­heit und Ver­brau­cher­schutz der Frei­en Han­se­stadt Bre­men, Den­nis Gö­ge – Grün­dungs­di­rek­tor In­sti­tut für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren, Nor­bert Brack­mann – MDB Ko­or­di­na­tor der Bun­des­re­gie­rung für die ma­ri­ti­me Wirt­schaft für Wirt­schaft, Staats­rat Jörg Schulz – Se­na­tor für Wirt­schaft, Ar­beit und Hä­fen der Frei­en Han­se­stadt Bre­men.
Eröffnung des DLR-Institus für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven
Er­öff­nung des DLR-In­sti­tus für den Schutz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren in Bre­mer­ha­ven.
Bild 3/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Eröffnung des DLR-Institus für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven.

Es spricht Dr. Eva Quan­te-Brandt, Se­na­to­rin für Wis­sen­schaft, Ge­sund­heit und Ver­brau­cher­schutz der Frei­en Han­se­stadt Bre­men.
Im Gespräch mit den Medien
Im Ge­spräch mit den Me­di­en
Bild 4/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Im Gespräch mit den Medien

Als ge­frag­te In­ter­view­part­ne­rin: Prof. Dr. Pas­ca­le Eh­ren­freund – Vor­sit­zen­de des DLR.
Maritime Sicherheit
Ma­ri­ti­me Si­cher­heit
Bild 5/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Maritime Sicherheit

Das neue In­sti­tut fo­kus­siert sei­ne wis­sen­schaft­lich-tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen auf die Fä­hig­keit ma­ri­ti­mer Struk­tu­ren.
Interview Dr. Dennis Döge
Im In­ter­view
Bild 6/6, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Im Interview

Im In­ter­view vor dem Ex­po­nat ei­ner Über­wa­chungs­ka­me­ra: Dr. Den­nis Gö­ge, Grün­dungs­di­rek­tor des DLR-In­sti­tuts für den Schtz ma­ri­ti­mer In­fra­struk­tu­ren.
  • Schutz von Häfen und Offshore-Windparks vor Unfällen und Angriffen.
  • Europaweit einmalige Forschungseinrichtung.
  • Schwerpunkte: maritime Sicherheit, Digitalisierung

Am 29. Oktober 2018 ist das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Bremerhaven eröffnet worden. Vor dem Hintergrund von Energiewende, Digitalisierung, innovativer Mobilität und globaler Vernetzung widmet sich das neue Institut der Aufgabe,die dafür notwendigen Infrastrukturen wie Häfen und Offshore-Windanlagen vor Unfällen, terroristischen oder anderen Angriffen zu schützen. Es ist europaweit das erste seiner Art.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, betonte die Bedeutung des Instituts: "Maritime Infrastrukturen sind eine Lebensader des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Importe und Exporte finden zu 90 Prozent über See statt. Auch die Energieversorgung aus Offshore-Windparks nimmt zu. Deshalb ist der Schutz von maritimen Infrastrukturen für die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen von hoher Bedeutung. Das neue DLR-Institut wird sich dieser Aufgabe mit geballter Kraft und Kompetenz widmen."

Das neue Institut fokussiert seine wissenschaftlich-technischen Entwicklungen auf die Fähigkeit maritimer Infrastrukturen, auch bei Störungen nicht auszufallen - Resilienz genannt. Ziel aller Entwicklungen ist es, Gefahren für die Infrastrukturen erkennen und abwehren zu können. Damit erweitert das neue Institut die im DLR bereits zahlreich vorhandenen Kompetenzen in der Technologieentwicklung sowie im Bereich der maritimen Sicherheit.

Unbemanntes U-Boot

Eine der ersten Neuanschaffungen des Instituts wird ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug sein, mit dem neu zu entwickelnde optische sowie akustische Sensorik zur Überwachung und Inspektion von maritimen Infrastrukturen erprobt werden soll.

"Das DLR ist bereits exzellent in der Forschung für Luft-und Raumfahrt, Energie und Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung aufgestellt. Mit unserem neuen Institut erschließen wir uns eine weitere Dimension - den Schutz maritimer Infrastrukturen auf und unter Wasser", sagt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorsitzende des Vorstands des DLR.

Eine der künftigen Aufgaben des Instituts ist die Bewertung des Sicherheits- und Schutzstatus von maritimen Infrastrukturen. Ziel ist es, deren Leistungsfähigkeit nachhaltig zu schützen. Offshore-Windparks sind zum Beispiel ein wesentliches Element, um die geplante Energiewende und damit den Ausstieg aus der atomaren und fossilen Energieversorgung umzusetzen. Dafür muss die Betriebsfähigkeit sichergestellt sein. Wartungsmaßnahmen müssen rechtzeitig und so erfolgen, dass Kollisionen zwischen Wartungsschiffen und der Windpark-Infrastruktur vermieden werden. Dabei sollen bereits vorhandene Sensoren für die Betriebssicherheit auch für einen Schutzvor möglichen Angriffen genutzt werden.

"Das DLR wird künftig neue Technologien für den Schutz maritimer Infrastrukturen entwickeln und zur Anwendungsreife bringen. Wirtschaft und Gesellschaft können damit auch in diesem Bereich von der bewährten Innovations- und Transferkompetenz des DLR profitieren", sagte Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft. Ein weiteres Anwendungsbeispiel des neuen Instituts ist die Seenotrettung: "Wir wollen neue Sensoren entwickeln, die auch bei Nacht und Nebel Schiffbrüchige erkennen und ihre Rettung ermöglichen", sagt Dr. Dennis Göge, Gründungsdirektor des neuen Instituts.

Das neue DLR-Institut verfügt zunächst über eine Zahl von 20 Mitarbeitern, die bis auf 60 anwachsen soll. 5 Millionen Euro werden in die Forschungsinfrastruktur am Standort Bremerhaven investiert. Künftig soll der Etat jährlich 6 Millionen Euro betragen, davon 4,5 Millionen vom Bund und den Ländern,der Rest aus Drittmitteln.

"Mit dem neuen Institut in Bremerhaven baut das DLR seine Präsenz im Bundesland Bremen ganz erheblich aus. Einmal mehr stellt Bremen seinen hohen Rang und seine Attraktivität als Wissenschaftsstandort unter Beweis. Und einmal mehr zeigt sich, welch zentrale wirtschaftliche Funktion die Hafenstandorte und deren zu schützende maritime Infrastruktur für Deutschland haben“ sagt Bremens Bürgermeister Carsten Sieling.

Das neue Institut wird bei seiner Arbeit unter anderem eng mit der Bundespolizei und perspektivisch mit weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, aber auch mit Nichtregierungsorganisationen wie der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der Wirtschaft zusammenarbeiten.

Um seiner gesellschaftlichen und ethischen Verantwortung bei der behandelten sicherheitsrelevanten Thematik nachzukommen, hat das Institut von Beginn an eine Forschungsgruppe eingerichtet, die dazu und zur Akzeptanz neuer Technologien forschen wird.

Kontakt
  • Jens Wucherpfennig
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Göt­tin­gen und Han­no­ver
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 551 709-2108
    Fax: +49 551 709-12108
    Bunsenstr. 10
    37073 Göttingen
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  • Dr. Dennis Göge
    Pro­gramm­ko­or­di­na­tor Si­cher­heits­for­schung
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Pro­gramm­ko­or­di­na­ti­on Si­cher­heits­for­schung
    Telefon: +49 2203 601-4031
    Linder Höhe
    51147 Köln
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