19. Juni 2019
Paris Air Show 2019

DLR und ONE­RA: Ge­mein­sa­me KI-For­schung für die Luft­fahrt

DLR und ONERA
DLR und ONE­RA un­ter­zeich­ne­ten das KI-Ab­kom­men am DLR-Stand
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

DLR und ONERA unterzeichneten das KI-Abkommen am DLR-Stand

DLR-Stand auf der 53. in­ter­na­tio­na­len Pa­ris Air Show 2019 in Le Bour­get. Ab­ge­bil­det sind (v.l.n.r.): Prof. Hans­jörg Dit­tus, DLR-Vor­stand für Raum­fahrt­for­schung und -tech­no­lo­gie, Bru­no Sa­in­jon, CEO von ONE­RA, die DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­de Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund so­wie Prof. Rolf Hen­ke, Luft­fahrt­vor­stand des DLR.      

Schwerpunkte: Digitalisierung und künstliche Intelligenz in der Luftfahrt

Am 17. Juni 2019 vereinbarten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das französische Forschungsunternehmen ONERA (Office national d'études et de recherches aérospatiales) am DLR-Stand auf der 53. internationalen Paris Air Show in Le Bourget ihre Zusammenarbeit in der KI-Forschung. Perspektivisch könnte sie Basis für die Errichtung eines deutsch-französischen "virtuellen" KI-Forschungszentrums für die europäische Luftfahrt werden.

Fünf Kernthemen haben DLR und ONERA für die gemeinsame Forschung definiert:

  • Mensch-Maschine-Interaktion und -Arbeitsteilung zwischen dem unbemannten Luftfahrzeug (UAS, Unmanned Aircraft System), und dem menschlichen Operator,
  • vorbeugende Wartung, das sogenannte Predictive Maintenance, durch Konzepte wie den digitalen Zwilling oder dem Structural Health Monitoring, bei dem intelligente, Fahrzeugstrukturen entwickelt werden, die zum Beispiel Beschädigungen "fühlen",
  • Automatisierung in der Logistik und interaktive Robotik,
  • intelligente Flugkontrollsysteme sowie
  • neue Methoden Aufklärungstechnologien.

Für das DLR unterzeichneten das Abkommen die Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund, Prof. Rolf Henke, Luftfahrtvorstand des DLR, sowie Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie. Für ONERA setzte CEO Bruno Sainjon seine Unterschrift unter die Vereinbarung. Aus dem DLR bringen Institute aus ganz unterschiedlichen Forschungsbereichen ihre Erfahrungen in KI und maschinellem Lernen mit. So werden Wissenschaftler aus der Luftfahrt und Disziplinen der Raumfahrtforschung wie etwa der Robotik und Erdbeobachtung eine zentrale Rolle spielen.

Zugleich nutzten die Partner die Gelegenheit und verlängerten bereits zum vierten Mal eine weitere erfolgreiche Kooperation: In MOTAR  (Measurement and Observation Techniques for Aerospace Research) arbeiten DLR und ONERA seit 2015 zusammen und forschen im Bereich flugzeuggestützte optische Fernerkundung. In der Verlängerung wird die Zusammenarbeit auf die Entwicklung gemeinsamer Messtechniken für große Versuchsanlagen und Flugversuche ausgerichtet sein.

KI im DLR

Künstliche Intelligenz ist kein Universalrezept, sondern ermöglicht zweckbezogen smarte Lösungen vieler aktueller Herausforderungen. KI-Methoden sind bereits seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Forschung im DLR und werden für zahlreiche industrie- und gesellschaftsrelevante Anwendungsfälle weiterentwickelt - etwa bei der Erdbeobachtung, in der Robotik, der Energieforschung, bei der Entwicklung von Assistenzsystemen in der Luftfahrt oder im Verkehrsmanagement und automatisierten Fahren.

AI@ONERA

ONERA forscht und entwickelt seit Mitte der 70er Jahre an Technologien der Künstlichen Intelligenz. Heute zielt diese Arbeit insbesondere darauf ab, den digitalen Wandel in Wissenschaft und Technologie für die Bereiche Luftfahrt, Raumfahrt und Sicherheit zu unterstützen. Schwerpunkte in den KI-Aktivitäten bei ONERA sind: künstliche Wahrnehmung, Systemautonomie und Robotik, das Erlernen dynamischer Systemmodelle oder Verhaltensweisen für physikalische Simulation und Phänomen-Vorhersage, Logik und Entscheidungsfindung.

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