5. November 2019
Maritime Sicherheit

DLR unterstützt beim Rückbau des Museumsschiffs "Seute Deern"

DLR-Seekatze vermisst Museumshafen rund um die "Seute Deern" in Bremerhaven
DLR-Seekatze vermisst Museumshafen rund um die "Seute Deern" in Bremerhaven
Bild 1/4, Quelle: ©DLR

DLR-Seekatze vermisst Museumshafen rund um die "Seute Deern" in Bremerhaven

Dr. David Heuskin begleitet die Seekatze, ein 3,50 Meter langes, autonomes U-Boot, im Schlauchboot und hält die Kollegen an der Messstation an Land per Funk auf dem Laufenden.

Messstation an Land
Messstation an Land
Bild 2/4, Quelle: ©DLR

Messstation an Land

Im Museumshafen von Bremerhaven können die DLR-Wissenschaftler von ihrer Messstation an Land die Seekatze steuern und direkt erste Daten aus dem Hafenbecken um die "Seute Deern" auswerten.

Das ferngesteuerte U-Boot vermisst den gesamten Museumshafen
Das ferngesteuerte U-Boot vermisst den gesamten Museumshafen
Bild 3/4, Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Das ferngesteuerte U-Boot vermisst den gesamten Museumshafen

Aus den per Fächer-Echolot gemessenen Daten können die DLR-Wissenschaftler später eine 3D-Punktewolke des Hafenbeckens generieren.

Die Wissenschaftler holen das das U-Boot zurück an Land
Die Wissenschaftler holen das das U-Boot zurück an Land
Bild 4/4, Quelle: © DLR

Die Wissenschaftler holen das das U-Boot zurück an Land

Nach getaner Arbeit wird die Seekatze sicher zum DLR zurückgebracht.

  • DLR erstellt Tiefenprofil vom Museumshafen in Bremerhaven
  • Schwerpunkte: Maritime Sicherheit

Strahlendblauer Himmel über Bremerhaven. Die "Seute Deern", derzeit noch größtes Schiff im Museumshafen der Stadt, liegt ruhig im Wasser und sieht ihrem baldigen Rückbau entgegen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) trägt dazu bei, dass das historische Denkmal nach aktuellen Sicherheitsanforderungen abgebaut werden kann. Am 30. Oktober 2019 war das DLR mit seiner Seekatze, einem 3,50 Meter langen, autonomen U-Boot, vor Ort, um ein Tiefenprofil des Hafenbeckens zu generieren.

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Die Hafengesellschaft Bremenports wird den Rückbau des Schiffes übernehmen. Die "Seute Deern" soll direkt im Hafen demontiert werden, weil das Schiff nicht mehr sicher in ein Dock transportiert werden kann. Dies hatte ein durch das Schifffahrtsmuseum beauftragtes Gutachten ergeben. Im Auftrag von Bremenports erstellt das DLR ein sonarbasiertes 3D-Lagebild des Hafens.

Dr. David Heuskin leitet die Gruppe Technologieerprobungssysteme am DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen, die sich mit dem Betrieb luft, -land- und wassergestützter Erprobungsträger beschäftigt. Heuskin ist an diesem sonnigen Tag mit seinem Team und kompletter Messausrüstung vor Ort: „Uns freut es sehr, dass wir Bremenports unterstützen können und gleichzeitig wichtige Messdaten für die Wissenschaft generieren. So können wir unsere Forschungsplattformen anwendungsnah in Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaft erproben.“ Für die Erstellung des Lageprofils werden zwei Messsysteme verwendet: Das ferngesteuerte U-Boot ist mit einem Fächer-Echolot ausgestattet, mit dessen Hilfe eine dreidimensionale Punktewolke vom Hafenbecken erstellt wird. Zusätzlich macht eine Drohne Fotoaufnahmen aus der Luft. Die aufgezeichneten Daten der beiden Systeme werden im Anschluss zusammengeführt.

Zukünftig sollen mit der DLR-Technik komplexe Szenarien des Über- und Unterwasserbereiches überwacht werden. Dazu ist es nötig, verschiedenartige Daten zu synchronisieren und neue Sensorsysteme zu entwickeln. Der Schutz von Häfen, die Beobachtung von komplexen Offshore-Anlagen und Unterwasserinstallationen sollen so verbessert werden. Ingenieur Heuskin blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir messen über Wasser, unter Wasser und aus der Luft – so vielfältig wie unsere Messdaten sind, so vielfältig ist auch unser Team. Luft- und Raumfahrtingenieure forschen zusammen mit maritimen Spezialisten an verbesserten Schutzmöglichkeiten für sensible Infrastrukturen auf See und an der Küste. Da kommen viele verschiedene Ansichten und Ideen zusammen. Gemeinsam können wir ganz neue Lösungen erarbeiten.“

Kontakt
  • Jana Hoidis
    Kommunikation Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Oldenburg
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 531 295-2453
    Robert-Hooke-Str.  7
    28359 Bremen
    Kontaktieren
  • Dr. David Heuskin
    Leiter Gruppe Technologieerprobungssysteme
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen
    Telefon: 0471 924199-44
    Fischkai  1
    27572 Bremerhaven
    Kontaktieren

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