20. April 2020

DLR in Braun­schweig pro­du­ziert Ge­sichts­schil­de

Trägergestelle vor der Montage in der Werkstatt
Trä­ger­ge­stel­le vor der Mon­ta­ge in der Werk­statt
Bild 1/5, Credit: DLR/Ulrich Natge

Trägergestelle vor der Montage in der Werkstatt

Die Trä­ger­ge­stel­le war­ten in der Werk­statt auf die Mon­ta­ge.
3D-Drucker bei der Arbeit
3D-Dru­cker bei der Ar­beit
Bild 2/5, Credit: DLR/Ulrich Natge

3D-Drucker bei der Arbeit

Die 3D-Dru­cker bei der Ar­beit: Hier wer­den die Trä­ger­ge­stel­le ge­druckt.
Der Cutter schneidet die Visiere
Der Cut­ter schnei­det die Vi­sie­re
Bild 3/5, Credit: DLR/Ulrich Natge

Der Cutter schneidet die Visiere

Der Cut­ter beim Zu­schnitt der Vi­sie­re.
Die Montage in der Werkstatt
Die Mon­ta­ge in der Werk­statt
Bild 4/5, Credit: DLR/Ulrich Natge

Die Montage in der Werkstatt

Die Mon­ta­ge der Ge­sichts­schil­de in der Werk­statt
Fertige Gesichtsschilde bereit zur Auslieferung
Fer­ti­ge Ge­sichts­schil­de be­reit zur Aus­lie­fe­rung
Bild 5/5, Credit: DLR/Ulrich Natge

Fertige Gesichtsschilde bereit zur Auslieferung

Die fer­tig zu­sam­men­ge­bau­ten Ge­schichts­schil­de lie­gen in der Werk­statt zur Aus­lie­fe­rung be­reit.
  • Das DLR in Braunschweig hat verschiedene Einrichtungen mit der Produktion von Gesichtsschilden unterstützt.
  • Weitere Hilfe erfolgt durch die Bereitstellung von Visieren.

Ob in den Laboren oder bei den Mitarbeitern zuhause: Derzeit laufen die 3D-Drucker des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) heiß. Über 1400 Gesichtsschilde wurden von DLR-Mitarbeitenden in Braunschweig gedruckt und zusammengebaut. Damit unterstützt das DLR verschiedene Einrichtungen im Kampf gegen Corona. Am 15. April 2020 erhielt das Klinikum Wolfsburg die letzte Lieferung von 350 Schilden, womit der dortige Bedarf von 1000 Schilden, angefordert vom Katastrophenschutzstab der Stadt Wolfsburg, vorerst gedeckt ist.

"Am 27. März 2020 haben wir angefangen, unsere Drucker für die Erstellung der Gesichtsschilde startklar zu machen", sagt Johannes Riemenschneider vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik. "Über das folgende Wochenende haben wir zwölf Drucker aus dem gesamten DLR in Braunschweig zusammengesammelt und in unserem Labor aufgestellt. 18 weitere Drucker aus dem privaten Besitz der Mitarbeiter werden zuhause zusätzlich betrieben." Weitere Teile entstehen in den Druckern im Systemhaus Technik des DLR.

Druck, Schnitt, Zusammenbau

Darauf folgt ein Schichtbetrieb: Pro Schicht überwachen zwei DLR-Forscher die Drucker. Zweimal am Tag werden die Erzeugnisse an die Station zum Zusammenbau weitergegeben. Hinzu kommen noch die Teile, die die DLR-Mitarbeitenden auf ihren privaten Druckern erzeugen und vorbeibringen. Die entsprechenden Visiere werden in drei Schichten pro Tag an den Cuttern des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik zurechtgeschnitten. Pro Tag entstehen so etwa bis zu 1000 Visiere. Mit dem Überhang kann das DLR anderen Einrichtungen helfen, die selbst Traggestelle produzieren. Freiwillige DLR-Mitarbeiter, aus Infektionsschutzgründen mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet und in großem Abstand voneinander, fügen die aus Thermoplast bestehenden Geschichtsschilde zusammen.

"Zuerst ging es vornehmlich darum, die Druckprozesse zu stabilisieren und zu optimieren, sodass möglichst kein Ausschuss produziert wird", erklärt Riemenschneider. "Dazu fließt das Feedback aus dem Zusammenbau und auch von den Nutzern im Krankenhaus wieder zurück an das Produktionsteam."

Die sich daraus ergebenden Verbesserungen und neuen Konstruktionen werden an die weiteren Helfer aus Forschung, Industrie und privaten Haushalten weitergegeben. Die enge Zusammenarbeit ist entscheidend für die gemeinschaftliche Unterstützung. Die lokale Helfergemeinschaft ist unter https://www.makervsvirus.org/de erreichbar.

Die Drucker liefen Tag und Nacht, um den lokalen Herstellern die Zeit zu verschaffen, ein passendes Spritzgusswerkzeug zu fertigen. Seit dem 15. April 2020 stehen sie wieder still. Ein lokales Unternehmen übernimmt aktuell die Serienproduktion der Trägergestelle. Der Cutter des DLR jedoch fertigt weiterhin Visiere und übergibt sie an die Einrichtungen – bis auch hier die Normalität wieder einkehrt.

Kontakt
  • Jasmin Begli
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Braun­schweig, Cochs­tedt, Sta­de, Trau­en
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 531 295-2108
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
    Kontaktieren
  • Dr. Johannes Riemenschneider
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Fa­ser­ver­bund­leicht­bau und Ad­ap­tro­nik
    Ad­ap­tro­nik
    Telefon: +49 531 295-2388
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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