5. Mai 2022
Einblick in Forschungs- und Testanlagen des DLR

Mi­nis­ter­prä­si­dent Kretsch­mann zu Gast beim DLR Lam­polds­hau­sen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann trägt sich ins Gästebuch des DLR Lampoldshausen ein
Ein­trag ins Gäs­te­buch
Bild 1/3, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Eintrag ins Gästebuch

An­läss­lich des Be­suchs beim DLR Lam­polds­hau­sen trägt sich der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kretsch­mann ins Gäs­te­buch des Stand­orts Lam­polds­hau­sen ein. V.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. An­ke Kays­ser-Py­zal­la, DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­de, Win­fried Kretsch­mann, Mi­nis­ter­prä­si­dent des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg, Prof. Ste­fan Schlechtriem, Di­rek­tor DLR-In­sti­tut für Raum­fahrt­an­trie­be.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht den DLR-Standort Lampoldshausen
Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kretsch­mann zu Be­such beim DLR Lam­polds­hau­sen
Bild 2/3, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Besuch beim DLR Lampoldshausen

Bei ei­nem ge­mein­sa­men Rund­gang über das 51 Hekt­ar große Ge­län­de in­for­mier­te sich Win­fried Kretsch­mann dar­über, wie sich der tra­di­ti­ons­rei­che Stand­ort für die Zu­kunft auf­stellt und wor­in die Schwer­punk­te in For­schung und Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung lie­gen wer­den. V.l.n.r.: Isa­bell Hu­ber, Mit­glied des Land­tags Ba­den-Würt­tem­berg, Win­fried Kretsch­mann, Mi­nis­ter­prä­si­dent des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg, An­ja Frank, Lei­te­rin der Ab­tei­lung Ver­suchs­an­la­gen im DLR-In­sti­tut für Raum­fahrt­an­trie­be.
ESA-Prüfstände P4 und P5
ESA-Prüf­stän­de P4 und P5 beim DLR Lam­polds­hau­sen
Bild 3/3, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

ESA-Prüfstände P4 und P5 beim DLR Lampoldshausen

Der Hö­hen­si­mu­la­ti­ons­prüf­stand P4.1 (im Vor­der­grund) – ei­ne kom­ple­xe Prüf­stands­an­la­ge für Tests des kryo­ge­nen wie­der­zünd­ba­ren Ober­stuf­en­trieb­werks Vin­ci.
  • Am 5. Mai 2022 besuchte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann den DLR-Standort Lampoldshausen.
  • Er informierte sich zu den Themen Testinfrastruktur für Raumfahrtantriebe, Forschung und Technologietransfer im Bereich Wasserstoff und Detektion von Gefahrstoffen mit Lasern.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Energie, Wasserstoff, Lasertechnologie, Technologietransfer

Raumfahrt hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Im Jahr 1959 legte der Raumfahrtpionier Eugen Sänger die Wurzeln für den Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen und dem dort angesiedelten Institut für Raumfahrtantriebe. Seitdem hat sich das Testgelände für Raketentriebwerke im Harthäuser Wald zu einem wichtigen Player der europäischen Raumfahrt entwickelt. Bei seinem Besuch am 5. Mai 2022 informierte sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann über die neusten Entwicklungen hinsichtlich der Testinfrastruktur für europäische Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen. Auch die Aktivitäten des DLR-Standorts im Bereich Forschung und Anwendungstransfer von nachhaltigen Wasserstofftechnologien sowie die laserbasierte Detektion von Gefahrstoffen waren Teil des Besuchsprogramms.

„Baden-Württemberg gehört zu den bundesweit bedeutenden Standorten der Luft- und Raumfahrtindustrie. Alleine 40 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Raumfahrtindustrie arbeitet in Baden-Württemberg und die Branche ist ein wichtiger Innovationstreiber in unserem Land“, sagte Ministerpräsident Kretschmann anlässlich seines Besuches. „Einen großen Beitrag zum Innovationsökosystem leistet das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe. Der Standort Lampoldshausen verfügt auf dem Gebiet der Erforschung von Raketenmotoren über einzigartige Kompetenzen in Europa und eine europaweit einmalige Testinfrastruktur. Ganz besonders freut mich, dass in Lampoldshausen auch die Nutzung von grünem Wasserstoff vorangetrieben wird. Grüner Wasserstoff spielt gerade in der energieintensiven Industrie eine bedeutende Rolle und kann dazu beitragen, die globale Transformation in der Raumfahrt zu einem Erfolg zu machen“, so Kretschmann.

„Mit unseren Forschungs- und Testanlagen für Raumfahrtantriebe am DLR-Standort Lampoldshausen leisten wir in Europa einen wichtigen Beitrag für einen sicheren und flexiblen sowie wettbewerbsfähigen und autonomen europäischen Zugang zum Weltall“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Wir müssen uns den Herausforderungen auf dem globalen Raumfahrtmarkt mit neuen Technologien stellen. Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Raumfahrtindustrie können wir mit der Expertise der DLR-Forschung und unserer einmaligen Infrastruktur die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebstechnologien zügig vorantreiben.“

Europäische Trägerrakete Ariane 6: Triebwerktests beim DLR Lampoldshausen

Das DLR Lampoldshausen betreibt einmalige Prüfstände und Anlagen zum Test von Raketenantrieben, die für die europäische Raumfahrt von entscheidender Bedeutung sind. Diese Testanlagen decken den gesamten Anforderungsbereich ab: vom Komponententest über Triebwerkstests bis hin zur Erprobung ganzer Raketenstufen. Es werden sowohl Versuche für Forschung und Entwicklung durchgeführt als auch Qualifikations- und Charakterisierungstests für die deutsche und europäische Raumfahrtindustrie. Zurzeit bereitet ein DLR-Team am Prüfstand P5.2 Tests der Oberstufe der europäischen Trägerrakete Ariane 6 vor. Diese Versuche sind ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung der neuen Rakete, die den unabhängigen Zugang Europas zum Weltraum sichern soll.

Wasserstoff sektorenübergreifend nutzen

Beim Besuch der Forschungs- und Demonstrationsplattform H2ORIZON gaben DLR-Forschende dem Ministerpräsidenten einen Einblick in ihre Arbeiten im Bereich der angewandten Wasserstofftechnologie. Seit rund zwei Jahren arbeitet ein Team des DLR am Projekt „Zero Emission – Wasserstoffstandort Lampoldshausen“. Im Zentrum stehen die Erzeugung und der Einsatz von „grünem“ Wasserstoff. Ziel ist es, den DLR-Standort Lampoldshausen nachhaltig mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff zu versorgen und die gesamte Wasserstoff-Prozesskette zu erproben. Eine Herausforderung stellen dabei die speziellen Bedingungen dar: Denn der Standort benötigt für die Tests von Raumfahrtantrieben besonders viel und zuverlässig Energie.

Mit dem Laserstrahl Gefahren aus sicherer Entfernung schnell erkennen

Bei der letzten Station des Besuches erhielt Winfried Kretschmann einen Einblick in die langjährige Expertise des DLR-Instituts für Technische Physik im Bereich der Entwicklung von Lasersystemen. Seit der Eröffnung der Laserfreistrahlstrecke im Jahr 2008 entwickelt ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern augensichere Lasersysteme und Verfahren der Laserspektroskopie. Anwendungen werden derzeit nicht nur für die Detektion von Gefahrstoffen aus sicherer Distanz entwickelt und getestet, sondern auch im Rahmen des SHIFT-Projektes für das Monitoring von Wasserstoff-Pipelines auf Leckagen sowie für eine Früherkennung von Pilzbefall im Weinbau.

Kontakt
  • Anja Kaboth
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Lam­polds­hau­sen
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Kom­mu­ni­ka­ti­on und Pres­se
    Telefon: +49 6298 28-201
    Fax: +49 6298 28-190
    Im Langen Grund
    74239 Hardthausen
    Kontaktieren
Themen-Newsletter

News nach The­men be­stel­len

Abon­nie­ren Sie un­se­re The­men-Newslet­ter und wir schi­cken Ih­nen künf­tig News aus Luft­fahrt, Raum­fahrt, Ener­gie und Ver­kehr ins vir­tu­el­le Post­fach

Neueste Nachrichten

Hauptmenü