16. November 2022
Innovationen in der Luftfahrt beschleunigen

Grund­stein­le­gung für die Er­wei­te­rung des ZAL Tech­Cen­ters

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Grundsteinlegung ZAL TechCenter-Erweiterung
Grund­stein­le­gung ZAL Tech­Cen­ter-Er­wei­te­rung 
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Grundsteinlegung ZAL TechCenter-Erweiterung 

v.l.n.r.: Ot­fried Man­te, Re­Ge Ham­burg Pro­jekt-Rea­li­sie­rungs­ge­sell­schaft mbH, Mi­cha­el West­ha­ge­mann, Se­na­tor für Wirt­schaft und In­no­va­ti­on der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg, Prof. Dr.-Ing. An­ke Kays­ser-Py­zal­la, Vor­stands­vor­sit­zen­de Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR), Ro­land Ger­hards, Ge­schäfts­füh­rer Zen­trum für An­ge­wand­te Luft­fahrt­for­schung (ZAL). 
  • Das DLR plant, weitere Flächen im ZAL TechCenter für seine Forschungsaktivitäten zu mieten.
  • Die Grundsteinlegung für den ZAL-Erweiterungsbau fand am 16. November 2022 statt.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Technologietransfer

Nach der Eröffnung in 2016 waren die Hallen, Labore und Büros des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) schnell ausgebucht. Auf 26.000 Quadratmetern arbeiten im ZAL TechCenter aktuell über 30 Partner aus Industrie und Wissenschaft unter einem Dach – darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Airbus, Lufthansa Technik, Diehl, Dassault Systèmes, Fraunhofer und die Hamburger Hochschulen. Nun soll das ZAL in zwei Schritten, einem Anbau und einem Neubau, erweitert werden: Den ersten Schritt stellt ein Anbau an das bestehende ZAL TechCenter dar. Hierfür wird der Nordflügel um 8000 Quadratmeter erweitert. Der neue Gebäudetrakt soll ab 2024 zur Verfügung stehen – mit neuen Konferenzräumen und Hallenflächen für kollaborative Projekte sowie viel Platz für die beiden DLR Institute Instandhaltung und Modifikation und Systemarchitekturen in der Luftfahrt.

Neuer Platz für Forschungslabore und Büros

Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR: „Seit 2017 arbeitet das DLR im ZAL. Der Erweiterungsbau bietet uns völlig neue Möglichkeiten, intensiv am emissionsfreien Fliegen mit all seinen systemischen Zusammenhängen zu forschen. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft widmen wir uns Schwerpunkten wie der Erzeugung von erneuerbaren Energien für neue Antriebssysteme, dem Design neuartiger Flugzeuge bis hin zu deren Instandhaltung und späterem Recycling. Die direkte Vernetzung mit der Hamburger Luftfahrt- und Luftverkehrsindustrie im ZAL TechCenter bietet ideale Voraussetzungen gemeinsam die Ziele des europäischen Green Deal zu erreichen.“

Durch den Anbau werden in naher Zukunft im ZAL bis zu 200 Mitarbeitende des DLR tätig sein. Das DLR-Institut für Systemarchitekturen modelliert das „Gesamtsystem Luftfahrt“ von der Energieerzeugung bis zur Klimawirkung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Themen der Hamburger Industrie, dem Entwurf und der Produktion von klimaneutralen Flugzeugen und neuen Flugzeugkabinen. Hierfür dienen digitale Entwurfsverfahren und deren Validierung anhand anwendungsnaher Experimente. In den neuen Laboren im ZAL-Erweiterungsbau werden Ingenieurinnen und Wissenschaftler unter anderem die Fragen beantworten, wie Wasserstofftanks oder Brennstoffzellen in neuartige Flugzeugkonfigurationen integriert werden können.

Das DLR-Institut für Instandhaltung und Modifikation erarbeitet Prozesse und Technologien zum effizienteren Betrieb von Luftfahrzeugen. Im Fokus stehen die Optimierung, Verknüpfung und Automatisierung von Prozessen und neuartige und modulare Diagnose-, Wartungs- und Modifikationstechnologien. Dabei betrachtet das Institut den kompletten Lebenszyklus. Der Erweiterungsbau des ZAL bietet dem Institut genügend Platz, um sein Applikationszentrum MRO zu vergrößern. An neuen Versuchsständen wollen die Wissenschaftlerinnen und Ingenieure die Wartung von Flugzeugen zusammen mit den dafür benötigten logistischen Prozessschritten erproben. Dabei liegt auch ein besonderer Fokus darauf, die Servicearbeiten durchführenden Menschen optimal in die digitale Prozesskette einzubinden.

Forschung, Industrie und Start-ups unter einem Dach

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Hamburg ist der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt. Diese Position wollen wir ausbauen. Und das geht nur mit Innovationen, die wir mit der Erweiterung des ZAL TechCenters weiter beschleunigen werden.“

In Hamburg-Finkenwerder wird die Zukunft der zivilen Luftfahrt gestaltet. Mit rund 600 Forschenden arbeiten sie an Themen wie die digitale Kabine, Kabinenakustik, Robotik und Automation in der Produktion oder Laserbehandlung von Flugzeugbauteilen für eine längere Lebensdauer. Zudem bietet das hauseigene Fuel Cell Lab den Forschenden optimale Voraussetzungen, die Nachhaltigkeit in der Luftfahrt voranzutreiben.

Die Flächen des ZAL TechCenters sind ausgebucht. Erst kürzlich verlängerte Airbus seinen Mietvertrag auf 20 Jahre. Im aktuell entstehenden Anbau, 8000 Quadratmeter, mietet das DLR zwei seiner Institute für 25 Jahre ein und lastet die Flächen damit weitgehend aus. Aus diesem Grund soll neben dem Anbau zusätzlich noch ein Neubau entstehen, in dem nachhaltige Mobilitätsthemen und Start-ups platziert werden. Die Liste der Mietanfragen ist schon heute lang. Die Fertigstellung des Anbaus erfolgt im ersten Halbjahr 2024. Externe Forschungspartner dürfen sich freuen, denn ergänzend zur bisherigen Nutzung können im ZAL zukünftig Flächen auch projektbezogen, das heißt kurzfristig und für kürzere Zeiträume, angemietet werden. Das Angebot des „Open Hangar Space“ richtet sich vorrangig an Nutzerinnen und Nutzer, für die aufgrund der Vollvermietung bisher keine Hallenflächen zur Verfügung standen.

Roland Gerhards, CEO der ZAL GmbH: „Wir erweitern das ZAL nach dem Prinzip ‚bigger, better, visionary‘. Das heißt, wir wollen für unsere Partner nicht nur wachsen, sondern auch mehr Optionen bieten! In der Praxis führen wir hierfür auf einem Teil der neu entstehenden Hallenflächen einen sogenannten ‚Open Hangar Space‘ ein, für projektbezogene Forschungsarbeiten wechselnder Partner. Die Vorteile liegen auf der Hand: ZAL-Einbindung mit größtmöglicher Flexibilität für technische Ausstattung, Teamgröße und Projektzeitraum. Bei Bedarf wird das Angebot ergänzt durch Unterstützung im Bereich Prototypenbau oder agile Innovationsbegleitung.“

Kontakt
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    Grün­dungs­di­rek­tor
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    In­sti­tut für System­architekturen in der Luft­fahrt
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