27. April 2015

Alexander Gerst und DLR zu Besuch im Wahlkreis von Klaus-Peter Willsch MdB

Bernhard Fuhrmann DLR, Alexander Gerst ESA und MdB Klaus-Peter Willsch
Bild 1/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Bernhard Fuhrmann DLR, Alexander Gerst ESA und MdB Klaus-Peter Willsch

Empfang der 34. „Nassauer Tafel“ in der Hochschule Geisenheim University: Bernhard Fuhrmann DLR, Alexander Gerst ESA und MdB Klaus-Peter Willsch begrüßen die Gäste.
Frank Kilian, Alexander Gerst und MdB Klaus-Peter Willsch
Bild 2/5, Credit: ESA / NASA.

Frank Kilian, Alexander Gerst und MdB Klaus-Peter Willsch

Große Begeisterung bei Schülern von drei Gymnasien in Geisenheim. Bürgermeister Frank Kilian, Alexander Gerst und MdB Klaus-Peter Willsch freuen sich über den großen Zuspruch.
Gäste der Nassauer Tafel
Bild 3/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Gäste der Nassauer Tafel

MdB Klaus-Peter Willsch informiert die Gäste der Nassauer Tafel“ über seine Zusammenarbeit mit ESA und DLR im Rahmen der „Blue Dot Mission“.
Prof. Dr. Hans R. Schultz und Alexander Gerst
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Prof. Dr. Hans R. Schultz und Alexander Gerst

Prof. Dr. Hans R. Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim University und Alexander Gerst verfolgen aufmerksam die Ausführungen von MdB Klaus-Peter Willsch.
Frank Kilian aus Geisenheim und Bürgermeist Patrick Kunkel aus Eltville
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Frank Kilian aus Geisenheim und Bürgermeist Patrick Kunkel aus Eltville

Neue Enthusiasten für die bemannte Raumfahrt: Bürgermeister Frank Kilian aus Geisenheim und Bürgermeist Patrick Kunkel aus Eltville.

"Kommen Sie doch nach Ihrer Mission in meinen Wahlkreis und berichten den Menschen dort über Ihre Erlebnisse". Dieser Einladung von Klaus-Peter Willsch, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt, kam der deutsche ESA-AstronautAlexander Gerst gerne nach und besuchte am 27. April 2015 nicht nur den Abgeordneten in seinem Wahlkreis, sondern auch die Gymnasien in Taunusstein-Bleidenstadt und Geisenheim.

Nach dem Motto der Mission "Blue Dot - Shaping the Future" richtet sich Alexander Gerst in besonderem Maße an junge Menschen. Schon während seiner Mission hatte er über die sozialen Netzwerke die Begeisterung für die bemannte Raumfahrt neu entfacht und vor allem Schülerinnen und Schüler durch seine wunderbaren Bilder von der Erde und durch spezielle Schüler-Experimente, die er an Bord der ISS durchführte, inspiriert und begeistert.

Zusammen mit Klaus-Peter Willsch MdB, der ESA und dem DLR wandte sich Gerst zunächst an über 700 Schülerinnen und Schüler, die mit großem Interesse seinen Ausführungen folgten und danach eifrig Fragen zum Thema stellten. Dieser Besuch war zudem ein wichtiger Bestandteil der "Zukunftsoffensive" der hessischen Landesregierung, die in diesem Rahmen leistungsmotivierte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler für den Schwerpunkt Naturwissenschaft gewinnen möchte.

Ergänzt wurde der Beitrag von Alexander Gerst durch eine Präsentation des DLR-Missions-Managers, Volker Schmid, der speziell die deutschen Experimente zu dieser Mission hervorhob und das Engagement des DLR im Bereich der bemannten Raumfahrt und Forschung unter Schwerelosigkeit erläuterte. Dabei stellte er als Beispiel die Experimente des EML, des Elektromagnetischen Levitators, vor, einem Schmelzofen an Bord der ISS, der durch berührungsloses Schmelzen von Metallproben, Daten für neue Legierungen auf der Erde liefert, wie sie zum Bau von Triebwerksschaufeln in Flugzeugen oder neuen Motoren eingesetzt werden können. Neue Entwicklungen, die helfen, Gewicht einzusparen und Emissionen zu reduzieren.

Ein anderes Beispiel galt der human-medizinische Forschung an Bord: Hier wird der Astronaut selbst zum Versuchsobjekt. In der Schwerelosigkeit baut der menschliche Körper, bedingt durch die geringe Belastung, Knochen- und Muskelmasse ab, eine Entwicklung, ähnlich der Osteoporose, von der u.a. auch Patienten auf der Erde betroffen sind. Heute kann man bereits in der Apotheke Medikamente kaufen, die aus der Raumfahrtforschung stammen und die helfen, Schmerzen zu lindern und Kosten einzusparen. Dies ist angesichts von enormen finanziellen Belastungen EU-weit von 39 Mrd. Euro pro Jahr im Fall von Osteoporose oder Kosten von 200 Mrd. Euro für Herz-Kreislauferkrankungen ein wichtiger Forschungsbereich. Beim Astronauten ist dieser Prozess jedoch reversibel, weil er nach seiner Rückkehr entsprechend wieder regenerieren kann. Mit diesen Beispielen sollte deutlich gemacht werden, dass die Forschung in Schwerelosigkeit Nutzen für den Menschen auf der Erde und für die Erde selbst hat. Für den Wissens- und Wirtschaftsstandort Deutschland sind Investitionen in die Forschung unbedingt notwendig, will man international nicht den Anschluss verlieren und im globalen Wettbewerb bestehen.

Beide Beiträge, sowohl von Alexander Gerst als auch von Volker Schmid, wurden dann am Abend dem Publikum der Nassauer Tafel, eine Informationsveranstaltung, die regelmäßig interessieren Bürgerinnen und Bürgern aus dem Wahlkreis von Klaus-Peter Willsch MdB angeboten wird, präsentiert. In Zusammenarbeit mit derHochschule Geisenheim University erläuterten beide Redner vor Vertretern der regionalen Politik und Wirtschaft in eindrucksvollen Bildern den großen Erfolg der Blue Dot Mission und verwiesen darauf, dass die Forschung an Bord der ISS auch nach Abschluss der Mission Blue Dot von einer internationalen Astronauten-Crew weitergeführt wird. Gerade den Aspekt der internationalen Zusammenarbeit in politisch schwierigen Zeiten hob Alexander Gerst besonders hervor. Man arbeite als eine Mannschaft zusammen, mit dem Ziel, die Zukunft gemeinsam zu gestalten und das Leben auf unserem Planeten zu verbessern.

Der Leiter der Organisationseinheit Politik- und Wirtschaftsbeziehungen des DLR, Bernhard Fuhrmann, nutzte die Gelegenheit und übergab Alexander Gerst und Klaus- Peter Willsch MdB eine Filmdokumentation zum Thema "Blue Dot Mission". Bei zahlreichen Gelegenheiten hat die Organisationseinheit Politik- und Wirtschaftsbeziehungen Alexander Gerst mit Politikern zusammengebracht, von denen ihn einige auch zum Start nach Baikonur begleitet hatten. Aus diesen Begegnungen wurde die Dokumentation erstellt. Sie stellt die Kompetenz und Leistungsfähigkeit des DLR im Hinblick auf Lösungsmöglichkeiten zu politischen Fragestellungen in der Raumfahrtforschung dar.

$scs.addToOut(24,16,24)
Kontakt
  • Vanadis Weber
    Büro Berlin
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Länderpolitik
    Telefon: +49 2203 601-3068
    Fax: +49 2203 601-4053
    Linder Höhe
    51147 Köln
    Kontaktieren
Neueste Nachrichten

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Hauptmenü