19. Juni 2016

Astro­naut Tim Pea­ke: Von der Raum­sta­ti­on di­rekt ins :en­vi­hab des DLR

Wie­der Bo­den un­ter den Fü­ßen: Tim Pea­ke
Bild 1/4, Credit: ESA.

Wieder Boden unter den Füßen: Tim Peake

Ein kur­zer Gruß - dann star­te­ten be­reits die ers­ten me­di­zi­ni­schen und wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chun­gen im DLR für den ESA-Astro­nau­ten Tim Pea­ke. Er kehr­te am 18. Ju­ni 2016 von der ISS zur Er­de zu­rück.
An­kunft in Köln
Bild 2/4, Credit: ESA.

Ankunft in Köln

Der ESA-Astro­naut Tim Pea­ke lan­de­te am 19. Ju­ni 2016 auf dem Flug­ha­fen in Köln/Bonn. Er kehr­te nach sei­ner Missi­on im All für Un­ter­su­chun­gen ins DLR zu­rück.
Zu­rück auf der Er­de: Astro­naut Tim Pea­ke
Bild 3/4, Credit: ESA.

Zurück auf der Erde: Astronaut Tim Peake

Nach­dem Astro­naut Tim Pea­ke wie­der auf der Er­de ge­lan­det war, ging es per Hub­schrau­ber und Flug­zeug von der ka­sa­chi­schen Step­pe zu Un­ter­su­chun­gen in die For­schungs­an­la­ge :en­vi­hab des DLR.
Lan­dung in der ka­sa­chi­schen Step­pe
Bild 4/4, Credit: ESA.

Landung in der kasachischen Steppe

Am 18. Ju­ni 2016 lan­de­te der Bri­te Tim Pea­ke nach sechs Mo­na­ten auf der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS in ei­ner So­juz-Kap­sel wie­der auf der Er­de.

Seine erste Nacht auf irdischem Boden nach sechs Monaten im All war für ESA-Astronaut Tim Peake nicht besonders lang: Zunächst musste er von der Internationalen Raumstation ISS bis nach Köln in die Forschungsanlage:envihabdes Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) reisen, anschließend führten die DLR-Mediziner unmittelbar nach seiner Ankunft die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen durch. Für das Team des DLR ist Tim Peake nach dem Deutschen Alexander Gerst und dem Dänen Andreas Mogensen bereits der dritte Astronaut, der für diesen "Gesundheitscheck" nach Köln geflogen wurde. Um 11.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit war Peake am 18. Juni 2016 nach einem dreistündigen Flug mit der Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe gelandet. Per Hubschrauber und Flugzeug ging es dann über Moskau nach Köln, wo er am 19. Juni 2016 gegen 3 Uhr landete.

Schwerkraft statt Schwerelosigkeit

Wichtig war vor allem eines: Wie gut geht es dem Astronauten nach seiner Mission im Weltall? "Tim Peake war für einen sechsmonatigen Langzeitaufenthalt an Bord der ISS - mit einer klinischen Untersuchung, mit Blutabnahme, Augenuntersuchungen und einem EKG haben wir zunächst erfasst, ob er gesund zurückgekehrt ist und wie sein Körper die Mission überstanden hat", sagt Dr. Indra Chaudhuri-Hahn vom Flugmedizinischen Center des DLR. Aber auch wissenschaftliche Untersuchungen standen für Tim Peake noch in seiner ersten Nacht zurück auf der Erde an: Gerade die erste Zeit, in der sich sein Körper nach dem Leben in der Schwerelosigkeit wieder an die Schwerkraft gewöhnt, ist für die Forscher spannend. Neben dem DLR warten auch die internationalen Raumfahrtagenturen - die europäische Weltraumorganisation ESA, die japanische Raumfahrtagentur JAXA, die amerikanische Weltraumbehörde NASA und die kanadische Raumfahrtagentur CSA - auf die Werte des Astronauten. Nach den ersten Untersuchungen im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin werden in den nächsten Tagen weitere Untersuchungen im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA auf dem Gelände des DLR folgen.

Untersuchungsobjekt Astronaut

"Viele der gemessenen Daten werden mit Messungen vor und während der Mission verglichen", erläutern DLR-Wissenschaftler Dr. Petra Frings-Meuthen und Dr. Edwin Mulder, die wissenschaftlichen Projektleiter für die internationalen Experimente beim sogenannten "Direct Return" des ESA-Astronauten. Tim Peake ist für eine Vielzahl von Experimenten das "Untersuchungsobjekt": So sind unter anderem sein zirkadianer Rhythmus (Schlaf-Wach-Rhythmus), sein Nährstoffverbrauch im All, sein zentrales Nervensystem, seine Muskeln, Herz und Arterien und seine Knochen von Interesse für die Forschung.

Die Zeit, die Tim Peake in seinem Bett im :envihab verbrachte, war also eher knapp bemessen. Statt fünf Astronautenkollegen umgaben den 44-jährigen Briten mehrere DLR- und ESA-Ärzte, viele Wissenschaftler, das Studienteam und technische Mitarbeiter - dafür gab es für den Astronauten allerdings auch wieder ein Oben und ein Unten, frische Luft sowie Fenster und Türen, die man gefahrlos öffnen kann, ohne einen Raumanzug zu tragen.

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