GSB Standardlösung

29. Mai 2017

Verkehrsmanagement: Evangelischer Kirchentag aus der Luft

Einbau der Messinstrumente
Bild 1/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Einbau der Messinstrumente

Fitmachen für den Einsatz: In der Vorbereitungsphase wurden die Sensoren für das VABENE++-Verkehrsmonitoring passgenau in den DLR-Forschungshubschrauber integriert.

Blick aus dem Hubschrauber
Bild 2/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Blick aus dem Hubschrauber

Überflug über das Veranstaltungsgelände von Wittenberg: Für das Verkehrsmonitoring des Evangelischen Kirchentags 2017 nutzte das VABENE++-Team ausschließlich luftgestützte Daten.

Monitoring des Veranstaltungsortes
Bild 3/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Monitoring des Veranstaltungsortes

Die roten Linien markieren die Flugstreifen des DLR-Verkehrsmonitorings über Wittenberg.

Fußweg zur Festwiese
Bild 4/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Fußweg zur Festwiese

Die DLR-Experten unterstützen das Verkehrsmanagement des Kirchentags rundum mit luftgestützten Lageinformationen. Das Analyse hier zeigt den Besucherstrom aus der Innenstadt in Richtung Pontonbrücke zur Festwiese von Wittenberg.

Kontakt zur Bodenstation
Bild 5/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Kontakt zur Bodenstation

Die Aufnahmen des 4k-Kamerasystems wurden innerhalb von Sekunden an Bord des DLR-Forschungshubschraubers BO 105 prozessiert und an die Bodenstation übermittelt.

Bodencrew: Verkehrsanalyse in nahe-Echtzeit
Bild 6/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Bodencrew: Verkehrsanalyse in nahe-Echtzeit

Die Wissenschaftler am Boden berechnen anhand der VABENE++-Luftdaten die Verkehrsqualität der überflogenen Gebiete (Level of Service) und kennzeichnen den Verkehrszustand mit den typischen Ampel-Markierungen grün, gelb und rot für fließenden, stockenden und stehenden Verkehr.

Lageerfassung vor der Veranstaltung
Bild 7/7, Quelle: DLR (CC-BY 3.0).

Lageerfassung vor der Veranstaltung

Zur Unterstützung der Einsatzplanung erstellte der ZKI-DE Service für Bundesbehörden vorab Lagebilder von Veranstaltungsort und Infrastrukur der Umgebung.

  • Einsatzkräfte vor Ort nutzten aktuelle Luftbilder und Verkehrsauswertungen des DLR für den Evangelischen Kirchentag 2017
  • Unterstützung durch das DLR-Projekt VABENE++ und dem ZKI-DE Service für Bundesbehörden
  • Schwerpunkt: Sicherheit, Verkehrsmonitoring

Etwa 120.000 Menschen versammelten sich zum Abschluss des Evangelischer Kirchentag am 28. Mai 2017 in der Lutherstadt Wittenberg. Das Verkehrs- und Sicherheitsmanagement der insgesamt fünftägigen Großveranstaltung wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt: Das Team des DLR-Projekts Projekt VABENE++ erstellte aktuelle Luftbilder und analysierte die Verkehrsströme rund um den Veranstaltungsort. Dabei kam das echtzeitfähige 4k-Kamerasystem zum Einsatz, das die Wissenschaftler speziell zum Monitoring von Großveranstaltungen entwickelt haben.

Aktuelle Informationen auf einen Blick

Aus ganz Deutschland zog es die Besucher in Reisebussen, Privatfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu der außerhalb der Stadt gelegenen Festwiese von Wittenberg. Ein Verkehrsaufkommen auf teils ländlichen Straßen, das mit kommerziell verfügbarer Sensorik nicht zu erfassen gewesen wäre. Für die Auswertungen nutzte das VABENE++-Team daher ausschließlich luftgestützte Daten. Die Verkehrsexperten des DLR konnten dazu ihre umfassenden Kompetenzen einbringen – von der Datenerhebung, über die Verarbeitung bis zur mobilen Bereitstellung der aktuellen Lagekarten und Informationsprodukte. Der Nutzerkreis umfasste die Veranstaltungsleitung, die Johanniter, das Technische Hilfswerk, das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt sowie die Landespolizei Sachsen-Anhalt.

Hoch über dem Geschehen, an Bord des DLR-Forschungshubschraubers BO 105, waren die Wissenschaftler für die Aufnahme der aktuellen und flächendeckenden Luftdaten zuständig. Mit Hilfe ihres neuen 4k-Kameraystems lieferten sie innerhalb von Sekunden hochaufgelöste Bilder, die per Mikrowellenlink direkt zu einer mobilen Empfangsstation übertragen wurden. Am Boden extrahierten dann die DLR-Experten dann die "Trajektorien", also die Bewegungslinien der Fahrzeuge auf den Straßen. Daraus berechneten sie schließlich die Verkehrsqualität (Level of Service, LOS), welche mit den typischen Ampel-Markierungen grün, gelb und rot für fließenden, stockenden und stehenden Verkehr den jeweiligen Verkehrszustand kennzeichnet.

Die Personenströme rund um die Veranstaltungsorte behielt das VABENE-Team mit ihrer Technologie auch im Blick, um das Sicherheitsmanagement der Veranstalter zu unterstützen. Im Vorfeld hatte außerdem das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des DLR seinen ZKI-DEService für Bundesbehörden zur Verfügung gestellt und mit Satellitenbildern sowie Luftbildern des 4k-Kamerasystems die Aufbauten auf der Festwiese und die Infrastruktur der Umgebung festgehalten. So konnten die Einsatzkräfte ihre Aktivitäten genauer koordinieren und Vorher-Nachher Situationen aktuell vergleichen. ZKI-DE ist eine besondere Kooperation zwischen dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem DLR zur kurzfristigen Beschaffung und Analyse aktueller Geoinformationen für die zivile und öffentliche Sicherheit.

Über VABENE++

Im Projekt Projekt VABENE++ werden leistungsfähige Unterstützungswerkzeuge für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und Verkehrsbehörden für den Umgang mit Katastrophen und Großveranstaltungen entwickelt. Im Rahmen des DLR-Verkehrsforschungsprogrammsarbeiten in diesem Projekt verschiedene DLR-Institute und Partnereinrichtungen fachübergreifend zusammen und werden durch die DLR-Flugbetriebe unterstützt.

Der Einsatz zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 wurde vom DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik, dem DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF), dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum, sowie dem Flugbetrieb des DLR durchgeführt.

Kontakt
  • Bernadette Jung
    Kommunikation Oberpfaffenhofen, Weilheim, Augsburg
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 8153 28-2251
    Telefax: +49 8153 28-1243
    Münchener Straße  20
    82234 Weßling
    Kontaktieren
  • Veronika Gstaiger

    Institut für Methodik der Fernerkundung, Photogrammetrie und Bildanalyse
    Telefon: +49 8153 28-3179
    Kontaktieren
  • Sebastian Soffner
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Flugexperimente
    Telefon: +49 531 295-2646
    Lilienthalplatz  7
    38108 Braunschweig
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  • Dr. Monika Gähler
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum
    Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)
    Telefon: +49 8153 28-3309
    Münchener Straße 20
    82234  Weßling
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  • Ronald Nippold
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Verkehrssystemtechnik
    DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik
    Telefon: +49 30 67055-263
    Lilienthalplatz 7
    38108  Braunschweig
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  • Einbau der Messinstrumente

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  • Blick aus dem Hubschrauber

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    Die roten Linien markieren die Flugstreifen des DLR-Verkehrsmonitorings über Wittenberg.
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