14. Juni 2017

Schü­ler ex­pe­ri­men­tie­ren im Fall­turm

Schü­ler beim Ex­pe­ri­men­tie­ren
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Schüler beim Experimentieren

Die Schü­ler hat­ten die Ex­pe­ri­men­te selbst vor­be­rei­tet.
Der Fall­turm
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der Fallturm

Im Fall­turm des ZARM fan­den die Ex­pe­ri­men­te statt.

  • Schülerinnen und Schüler haben im Bremer Fallturm experimentiert.
  • Schwerpunkt(e): Nachwuchsförderung

Nach langer Arbeit geht am Ende alles ganz schnell: Die Experimente mehrerer Schulen aus Bremen und Umgebung fallen in nicht mal fünf Sekunden im Bremer Fallturm in die Tiefe. Gebannt verfolgen die Schülerinnen und Schüler im Kontrollraum des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen auf den Bildschirmen, was passiert. Denn im freien Fall sind die Versuchsaufbauten der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Verschiedene Flüssigkeiten vermischen sich und Kreisel fliegen wie Ufos durch die Luft. Die genaue Auswertung der Teams des diesjährigen "Drop Tower Project for School Students"- kurz DroPS - wird in den nächsten Tagen folgen.

Das Besondere an dieser Versuchsreihe, bei der Schülerinnen und Schüler die anspruchsvolle „Profi-Anlage“ des ZARM-Fallturms nutzen können: In diesem Jahr konnten auch junge Grundschulkinder Experimente einreichen. Dr. Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Lab Bremen: "Die Kinder beschäftigen sich in der Schule, in unserem Schülerlabor und im Planetarium umfassend mit der Raumfahrt und dem Weltall. Die heutigen Experimente sind der krönende Abschluss des Schuljahres. So wird neben der Spitzenförderung auch den jüngsten Schülerinnen und Schülern die Faszination der Forschung näher gebracht."

Das DroPS-Projekt wurde 2014 vom ZARM initiiert. Seit 2015 wird das Programm in Kooperation mit dem DLR_School_Lab Bremen durchgeführt und dieses Jahr ist erstmalig auch das Hacker Space Bremen beteiligt. Dr. Ertan Göklü, Nachwuchsbeauftragter des ZARM, betonte: „Das wichtigste Ziel des Programms ist es, den Schülerinnen und Schülern die Durchführung eines eigenen Forschungsprojektes zu ermöglichen, ihnen damit einen Einblick in das wissenschaftliche Berufsleben zu geben und ihr Engagement darüber hinaus mit der Anerkennung als Projektarbeit in der Oberstufe zu belohnen.“

Auch dieses Jahr hatten sich wieder viele Schülerinnen und Schüler für das DroPS-Projekt beworben. Im Dezember 2016 fiel die Entscheidung. Die ausgewählten Teams verfolgen dabei ganz unterschiedliche Fragestellungen: Sie untersuchen dabei das Verhalten von Flüssigkeiten wie Öl und Wasser in Schwerelosigkeit – und in einem Fall geht es um die Frage, wie sich ein Kreisel in der Schwerelosigkeit verhält. Der Kreisel wird dabei vor dem Abwurf mit einem Elektromagneten zum Taumeln gebracht.

Kontakt
  • Jens Wucherpfennig
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Göt­tin­gen und Han­no­ver
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 551 709-2108
    Fax: +49 551 709-12108
    Bunsenstr. 10
    37073 Göttingen
    Kontaktieren
  • Dr. Dirk Stiefs
    Lei­ter DLR_School_Lab Bre­men
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    DLR_School_Lab Bre­men
    Telefon: +49 421 24420-1131
    Fax: +49 421 24420-1120
    Robert-Hooke-Str. 7
    28359 Bremen
    Kontaktieren
Neueste Nachrichten

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

Hauptmenü

Grenzschichteinsaugung

Ein Propeller oder ein Fan muss die Strömung beschleunigen, um Schub zu erzeugen. Je höher die Eintritts- und Austrittsgeschwindigkeiten sind, umso höher ist die dazu benötigte Leistung. In der unmittelbaren Rumpfnähe, in der sogenannten "Grenzschicht", ist die Luftströmung gegenüber der Umgebungsgeschwindigkeit deutlich verlangsamt. Wird der Fan nun direkt hinter dem Rumpf platziert, sieht er diese verlangsamte Anströmung und benötigt weniger Leistung, um denselben Schub zu erzeugen. Dadurch steigt der Wirkungsgrad des Antriebs gegenüber einer klassischen Triebwerksanordnung.

Auftrieb

Die Auftriebskraft des Tragflügels muss das Gewicht des Flugzeugs tragen. Der Auftrieb eines Tragflügels hängt vom Quadrat der Anströmgeschwindigkeit ab: doppelte Geschwindigkeit erzeugt den vierfachen Auftrieb. Im Flug wird der Flügel vom Propellerstrahl angeblasen – beim Start stärker, im Reiseflug weniger stark. Wenn der Flügel zum größten Teil im Propellerstrahl liegt, kann der Flügel etwa 10 bis 20 Prozent kleiner und leichter gebaut werden und trotzdem den gleichen Auftrieb erreichen.

Propeller an Flügelenden

Für die Energieeffizienz spielt der Widerstand eines Flugzeugs eine enorme Rolle. Rund 40 Prozent des Gesamtwiderstands werden durch den Druckausgleich an den Flügelenden hervorgerufen. Dieser führt zu einer Rotation der Strömung an den Flügelspitzen, den sogenannten Randwirbeln. Ein Propeller versetzt die Strömung hinter sich ebenfalls in Rotation. Platziert man einen Propeller am Rand der Tragfläche, wirkt die Rotation des Propellernachlaufs dem Randwirbel am Flügel entgegen – beide Drehungen heben sich im Idealfall auf. Der Widerstand sinkt. Natürlich muss die Drehrichtung des Propellers stimmen.