28. Juni 2017

Eu­ro­pla­net-Preis 2017 für das Aus­stel­lungs­team von "KO­ME­TEN - Missi­on Ro­set­ta"

Modell des Kometen Churyumov-Gerasimenko in der Ausstellung
Mo­dell des Ko­me­ten Chu­ryu­mov-Ge­r­asi­men­ko in der Aus­stel­lung
Bild 1/4, Credit: CD Werbeagentur/Eventfotograf Gerald Schmidt.

Modell des Kometen Churyumov-Gerasimenko in der Ausstellung

Ei­ne der At­trak­tio­nen der Aus­stel­lung "KO­ME­TEN - die Missi­on Ro­set­ta: Ei­ne Rei­se zu den Ur­sprün­gen des Son­nen­sys­tems" war das ori­gi­nal­ge­treue, über vier Me­ter großes Mo­dell des Ko­me­ten 67P/Chu­ryu­mov-Ge­r­asi­men­ko im Maß­stab 1:1000. Als Grund­la­ge dien­te ein di­gi­ta­les Ge­län­de­mo­dell des Ko­me­ten, das Wis­sen­schaft­ler des DLR-In­sti­tuts für Pla­ne­ten­for­schung aus Ste­reo­bild­da­ten der deut­schen Ka­me­ra an Bord der Ro­set­ta-Missi­on be­rech­net hat­ten.
Al­les Wis­sens­wer­te über Ko­me­ten und die Missi­on Ro­set­ta
Bild 2/4, Credit: © CD Werbeagentur/Eventfotograf Gerald Schmidt.

Alles Wissenswerte über Kometen und die Mission Rosetta

Ein hal­bes Jahr lang in­for­mier­ten sich ins­ge­samt mehr als 700.000 Be­su­cher im Mu­se­um für Na­tur­kun­de Ber­lin über "KO­ME­TEN - die Missi­on Ro­set­ta: Ei­ne Rei­se zu den Ur­sprün­gen des Son­nen­sys­tems", ei­ner ge­mein­sa­men Aus­stel­lung von DLR, dem Mu­se­um und der Max-Planck-Ge­sell­schaft, über die rät­sel­haf­ten 'Schweifs­ter­ne'.
Mo­dell des klei­nen For­schungs­mo­duls Phil­ae auf der Ko­me­teno­ber­flä­che
Bild 3/4, Credit: CD Werbeagentur/Eventfotograf Gerald Schmidt.

Modell des kleinen Forschungsmoduls Philae auf der Kometenoberfläche

Hö­he­punkt der Missi­on war die Lan­dung des klei­nen For­schungs­mo­duls Phil­ae auf der Ko­me­teno­ber­flä­che, die an meh­re­ren Sta­tio­nen in der Aus­stel­lung aus­führ­lich ge­schil­dert und an Mo­del­len nach­voll­zo­gen wer­den konn­te.
DLR-Son­deraus­stel­lung KO­ME­TEN im Mu­se­um für Na­tur­kun­de Ber­lin
Bild 4/4, Credit: © CD Werbeagentur/Eventfotograf Gerald Schmidt.

DLR-Sonderausstellung KOMETEN im Museum für Naturkunde Berlin

Von An­fang Au­gust 2016 bis En­de Ja­nu­ar 2017 war die ge­mein­sa­me Son­deraus­stel­lung von DLR, Mu­se­um für Na­tur­kun­de Ber­lin und der Max-Planck-Ge­sell­schaft "KO­ME­TEN - die Missi­on Ro­set­ta: Ei­ne Rei­se zu den Ur­sprün­gen des Son­nen­sys­tems" ne­ben spek­ta­ku­lä­ren Sau­rier­ske­let­ten und den welt­be­rühm­ten Tier­prä­pa­ra­ten ei­ne zu­sätz­li­che At­trak­ti­on in den Räu­men des be­rühm­ten, 1889 ge­grün­de­ten Na­tur­kun­de­mu­se­ums an der In­va­li­den­stra­ße.

  • Europlanet-Preis 2017 für "Public Engagement with Planetary Science" geht an das Team der "Kometen"-Ausstellung im Museum für Naturkunde in Berlin.
  • Die Ausstellung ist demnächst als Wanderausstellung in weiteren großen Naturkundemuseen im deutschsprachigen Raum und voraussichtlich den Vereinigten Staaten zu sehen.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Public Outreach

Der Europlanet-Preis 2017 für "Public Engagement with Planetary Science" wurde an das Team hinter der äußerst erfolgreichen Ausstellung "KOMETEN - die Mission Rosetta: Eine Reise zu den Ursprüngen des Sonnensystems" im Museum für Naturkunde in Berlin vergeben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte die Ausstellung in Kooperation mit dem weltbekannten Berliner Museum und der Max-Planck-Gesellschaft zusammengestellt. Ulrich Köhler, Dr. Barbara Stracke und Dr. Ekkehard Kührt vom DLR-Institut für Planetenforschung werden die Auszeichnung im Namen des gesamten Ausstellungsteams entgegennehmen.

Dr. Thierry Fouchet, Vorsitzender der Jury für den Eu­ro­pla­net-Preis 2017, sagte: "Die Jury-Mitglieder waren vom Engagement und Enthusiasmus des Ausstellungsteams während der Entwicklung dieser Ausstellung und von der Energie, die das Team in die Vorbereitung der weltweiten Tour und der Online-Version gesteckt hat, beeindruckt. Rosetta ist eine der komplexesten Weltraummissionen zur Erforschung des Sonnensystems und ein großer Erfolg für die europäische Planetenforschung. Diese Ausstellung hat einen sehr wichtigen Beitrag für die Darstellung der Missionserfolge und der Begeisterung um Rosetta in der Öffentlichkeit geleistet."

Prof. Tilman Spohn, Leiter des DLR-Instituts für Planetenforschung, sagte: "Das Ausstellungsteam hat von einigen Mitgliedern, die mehr als einmal vollen Einsatz gezeigt haben, profitiert. Ohne deren unermüdlichen Einsatz, Geduld und Vision wäre die Ausstellung nie realisiert worden."

Das Herzstück der Ausstellung ist ein Modell des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko im Tausendermaßstab, das auf Daten des OSIRIS-Kamerasystems an Bord der Rosetta-Sonde basiert. Das Modell ist von mehreren großen hinterleuchteten Schautafeln mit Bildern des Kometen, Informationen zu den Höhepunkten der Mission sowie von ausgewählter Hardware des Raumfahrzeugs und von Instrumenten und Erinnerungsstücken der Mission umgeben. Die Ausstellung beinhaltet historische und wissenschaftliche Hintergrundinformationen zu Kometen als wichtige Bausteine des Sonnensystems sowie zur Mission Rosetta und ihren aktuellen, wissenschaftlichen Ergebnissen insgesamt. Ebenso zeigen mehrere Videos die persönlichen Geschichten der Männer und Frauen, die die Rosetta-Mission ermöglichten.

Die Sonderausstellung wurde von August 2016 bis Januar 2017 von 820.000 Personen in dem Museum im Herzen Berlins besucht. Ab 2018 wird sie als Wanderausstellung an verschiedenen Veranstaltungsorten, darunter auch im Naturhistorischen Museum in Wien, und in weiteren Museen in Deutschland, der Schweiz und voraussichtlich den Vereinigten Staaten zu sehen sein. Noch in diesem Jahr wird eine virtuelle Version der Ausstellung online verfügbar sein und in den kommenden Jahren mit neuen, wissenschaftlichen Erkenntnissen der Rosetta-Mission aktualisiert werden.

Der Europlanet-Preis, der mit 4.000 Euro dotiert ist, wird am Montag, 18. September 2017, während des European Planetary Science Congress 2017 in Riga, Lettland, überreicht.

Das gesamte Ausstellungsteam besteht aus:

Ulrich Köhler, Barbara Stracke, Ekkehard Kührt, Tilman Spohn, Susanne Pieth, Stubbe Hviid, Stefano Mottola, Horst Uwe Keller, John Lee Grenfell, Frank Preusker, Frank Scholten, Stephan Elgner (DLR-Institut für Planetenforschung, Berlin); Stephan Ulamec (MUSC - DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente, Köln); Sabine Hoffmann, Klaus Gering, Michael Müller, Petra Scholz, Cordula Tegen, Elke Heinemann, Philipp Burtscheid (DLR-Abteilung Kommunikation, Köln); Dieter Stöffler, Ansgar Pastoral, Kai Wünnemann (Museum für Naturkunde, Berlin); Holger Sierks, Urs Mall, Harald Krüger (Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Göttingen); Kathrin Altwegg, Adrian Etter (Universität Bern, Schweiz); Sylvain Lodiot, Bettina Braunstein (Raumflugkontrollzentrum der ESA, Darmstadt); Maria Menendez (Leiterin des ESA-Veranstaltungsbüros und der Presseabteilung am Hauptsitz, Paris); Karin Ranero Celius (EJR-Quarz, Übersetzungen). Die Ausstellung wurde für das DLR von der CD Werbeagentur aus Toisdorf, Deutschland, konzipiert, geplant und produziert.

Die Ausstellung wird von Horizon 2020, einem EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation, über die Finanzhilfevereinbarung mit der Nr. 686709 finanziell unterstützt.

  • Über Europlanet

    Seit 2005 bietet Europlanet der Planetenforschungs-Community in Europa eine Plattform zum Austausch von Ideen und Mitarbeitern, zum gemeinsamen Nutzen von Forschungstools, Daten und Einrichtungen, zur Festlegung der wichtigsten wissenschaftlichen Ziele für die Zukunft und, um Interessenvertreter, politische Entscheidungsträger und EU-Bürger für die Planetenforschung zu begeistern.

    Netz­werk EU­RO­PLA­NET zur För­de­rung von Pla­ne­ten­for­schung wird von Horizon 2020, einem EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation, über die Finanzhilfevereinbarung mit der Nr. 654208 finanziell unterstützt, um auf moderne Forschungseinrichtungen im europäischen Forschungsraum zugreifen und um die Planetenforschungs-Community koordinieren zu können. Das Projekt verwendet Geldmittel aus dem Programm "Framework 6 Coordination Action" mit 2 Millionen Euro und "Framework 7 Research Infrastructure" mit 6 Millionen Euro, die von der EU-Kommission stammen. Die kollegiale Organisation von Europlanet besteht aus über 80 Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die über ein Memorandum of Understanding (MoU) verbunden sind.
    Europlanet 2020 Research Infrastructure hat vor kurzem eine offene Anfrage an alle Nutzer versendet, die sich für die Nutzung der vielfältigen Feld- und Laboreinrichtungen bewerben können. De­tails hier­zu.

Kontakt
  • Anita Heward
    Eu­ro­pla­net 2020 Re­se­arch In­fra­struc­ture

    Press Of­fi­cer
    Telefon: +44 77 56034243

    Kontaktieren
  • Ulrich Köhler
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Pla­ne­ten­for­schung
    Rutherfordstraße 2
    12489 Berlin
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