23. August 2017

DLR beim Tag der of­fe­nen Tür der Bun­des­mi­nis­te­ri­en

iBOSS - Zukunftskonzept für Satelliten und Raumstationen
iBOSS - Zu­kunfts­kon­zept für Sa­tel­li­ten und Raum­sta­tio­nen
Bild 1/5, Credit: TU Berlin / RWTH Aachen / FZI Karlsruhe.

iBOSS - Zukunftskonzept für Satelliten und Raumstationen

Statt großer, schwe­rer Tei­le kom­men aus­tausch­ba­re Ele­men­te zum Ein­satz - Bau­stei­ne, die je nach Funk­ti­ons­be­darf zu­sam­men­ge­baut, für be­lie­bi­ge Auf­ga­ben kom­bi­niert wer­den und je nach An­for­de­rung neue oder leis­tungs­fä­hi­ge­re Nutz­las­ten auf­neh­men kön­nen. Den Ein­bau im Welt­raum sol­len Ro­bo­ter über­neh­men. Die ers­ten 40 Ku­bik­zen­ti­me­ter großen Wür­fel sind schon mit welt­raum­qua­li­fi­zier­ten Bau­tei­len be­stückt und wer­den bis 2017 für den Ein­satz im All qua­li­fi­ziert. An je­der Sei­te sorgt ei­ne stan­dar­di­sier­te, mul­ti­funk­tio­na­le Schnitt­stel­le da­für, dass sich die Wür­fel be­lie­big mit­ein­an­der kop­peln las­sen.
Künst­le­ri­sche Dar­stel­lung der Aria­ne 6
Bild 2/5, Credit: ESA / David Ducros.

Künstlerische Darstellung der Ariane 6

Eu­ro­pas neue Ra­ke­te: Der Erst­flug der rund 60 Me­ter ho­hen Aria­ne-6 ist für das Jahr 2020 ge­plant. Je nach Kon­fi­gu­ra­ti­on kann die Ra­ke­te mit zwei (Ver­si­on A62) oder vier Mo­to­ren (Ver­si­on A64) aus­ge­stat­tet wer­den und so fünf oder elf Ton­nen Nutz­last in den Welt­raum trans­por­tie­ren.
Auf­bruch der Sa­tel­li­ten 19, 20, 21 und 22 im De­zem­ber 2017
Bild 3/5, Credit: ESA-J / Huart.

Aufbruch der Satelliten 19, 20, 21 und 22 im Dezember 2017

18 Ga­li­leo-Sa­tel­li­ten ha­ben bis­lang ih­re Or­bits er­reicht. Im De­zem­ber 2017 wer­den die Sa­tel­li­ten 19, 20, 21 und 22 mit Aria­ne 5 vom eu­ro­päi­schen Welt­raum­bahn­hof Kou­rou (Fran­zö­sisch-Gu­ya­na) auf­bre­chen. Die Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on hat be­reits am 15. De­zem­ber 2016 die ers­ten Diens­te des eu­ro­päi­schen Sa­tel­li­ten­na­vi­ga­ti­ons­sys­tems be­reit­ge­stellt. Da­zu ge­hört der of­fe­ne Dienst, mit dem die Bür­ger zum Bei­spiel mit Na­vi­ga­ti­ons­ge­rä­ten ih­re Po­si­ti­on ge­nau­er als je zu­vor be­stim­men kön­nen.
Ber­lin aus dem All
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Berlin aus dem All

Das Erd­be­ob­ach­tungs­pro­gramm Co­per­ni­cus der Eu­ro­päi­schen Uni­on und der Eu­ro­päi­schen Welt­rau­m­or­ga­ni­sa­ti­on schafft die Grund­la­ge für ein um­fang­rei­ches eu­ro­päi­sches Da­ten­sys­tem in der Erd­be­ob­ach­tung. Dies ist die Auf­nah­me von Sen­ti­nel 1A aus No­vem­ber 2014.
Foto aus 186 Kilometern Entfernung
Fo­to aus 186 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Foto aus 186 Kilometern Entfernung

Am 29. Ju­li 2015 nahm die OSI­RIS-Ka­me­ra an Bord der Ro­set­ta-Son­de die­sen ge­wal­ti­gen Jet - ein Gas­aus­bruch, bei dem Ko­me­ten­ma­te­ri­al ins All ge­schleu­dert wird - aus 186 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung auf.

  • Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt präsentiert sich am 26. und 27. August 2017 mit Themen und Exponaten im BMVi und im BMWi.
  • Schwerpunkt(e): Raumfahrt, Navigation, Verkehr, Erdbeobachtung, Digitalisierung, Industrie 4.0

Am 26. und 27. August 2017 öffnen alle Bundesministerien in Berlin ihre Türen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich an diesem Tag der offenen Tür der Bundesregierung in zwei Ministerien: Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Zukunft der Raumfahrt

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin können die Besucher die Raumfahrt von morgen erleben. Hier zeigt das DLR ein Modell der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 im Maßstab 1:15. Mit dieser in Wirklichkeit etwa 60 Meter hohen und mit wesentlichen Beiträgen aus Deutschland entwickelten Trägerrakete soll die europäische Raumfahrt wettbewerbsfähig bleiben. Die Neuentwicklung greift auf Technologien des Vorgängers Ariane 5 zurück und kombiniert diese Bausteine mit neuen Elementen. Die Startkosten sollen dabei im Vergleich zum Vorgänger um rund die Hälfte sinken. Der Erstflug der neuen Ariane 6 ist für 2020 geplant. Deutschland beteiligt sich über die vom DLR Raumfahrtmanagement gesteuerten Beiträge zur Europäischen Weltraumagentur ESA mit einem Anteil von rund 23 Prozent an den Gesamtkosten des Entwicklungsprogramms der Ariane 6.

Raumfahrt soll auch ressourcenschonender und nachhaltiger werden. Ist ein Satellit defekt oder veraltet, wird er bislang durch einen neuen ersetzt. Das in­no­va­ti­ve iBOSS-Kon­zept geht hier neue Wege: Satelliten und Raumstationen der Zukunft setzen sich künftig - ähnlich wie ein Baukasten - aus modularen Bausteinen zusammen, die frei für nahezu beliebige Aufgaben kombiniert werden können. Sie werden im Weltall gebaut, gewartet und betankt. Dieses Zukunftskonzept - initiiert durch das DLR Raumfahrtmanagement - soll die Raumfahrt nachhaltig verändern. Im BMWi stellt das DLR das iBOSS-Konzept anhand eines interaktiven Modells vor.

Das BMWi öffnet seine Türen am:
26. August, 10:00 - 18:00 Uhr, 27. August, 10:00 -18:00 Uhr

Galileo und Copernicus

Im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt das DLR passend zum Themenschwerpunkt "Digitale Gesellschaft" das DLR Raum­fahrt­ma­na­ge­ment - Ga­li­leo und das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus vor. Die Besucher können sich über den aktuellen Stand und die Perspektiven dieser Leuchtturmprogramme der Europäischen Union sowie der Europäischen Weltraumorganisation ESA informieren.

Galileo wird in seiner Vollkonstellation aus 30 Navigationssatelliten bestehen, die in einer Entfernung von ca. 24000 km auf 3 Umlaufbahnen die Erde umkreisen. Derzeit befinden sich bereits 18 Satelliten im All. Seit Ende 2016 sind erste Dienste verfügbar. Die hohe Genauigkeit der Galileo-Signale wird neue technologische Möglichkeiten in vielen Anwendungsfeldern ermöglichen. Zu diesen zählen unter anderem die Navigation für alle Verkehrsträger (z.B. Navigationssystem im Auto, Navigationsanwendungen für das Smartphone wie Carsharing App), standortbezogene Dienste (Location Based Services und Dienste mit Positionsinformation) sowie die Landwirtschaft ("Smart Farming").

Auch das Thema Erdbeobachtung spielt im Rahmen des Globalen Wandels eine immer wichtigere Rolle: Die Europäische Kommission hat das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus ins Leben gerufen. Copernicus besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels, die die Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe, Ernährungssicherheit und zum Gesundheitszustand der Ozeane liefern. Ergänzt werden die Satelliten-Daten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in Gewässern. In Deutschland ist das BMVI federführend für Galileo und Copernicus verantwortlich. Hierbei wird das BMVI durch das DLR unterstützt.

Dieses Jahr stellt auch das DLR_School_LabOberpfaffenhofen - eines von insgesamt zwölf DLR-Schülerlaboren - im BMVI aus. Es zeigt eine Infrarotkamera, Projekte aus der Fernerkundung von Vegetation (Copernicus) sowie ein akustisches Experiment zur Satellitennavigation (Galileo).

Das Verkehrsministerium öffnet seine Türen am:
26. August, 10 - 21 Uhr, 27. August, 10 - 18 Uhr

Kontakt
  • Martin Fleischmann
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Raum­fahrt­ma­na­ge­ment, Stra­te­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-120
    Fax: +49 228 447-386
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
    Kontaktieren
  • Miriam Poetter
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Ober­pfaf­fen­ho­fen, Augs­burg, Weil­heim
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 8153 28-2297
    Fax: +49 8153 28-1243
    Münchener Straße 20
    82234 Weßling
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