19. Oktober 2017

Wärme speichern, Prozesse flexibilisieren! – Forschung trifft Industrie

Informationen aus erster Hand
Bild 1/3, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Informationen aus erster Hand

An Expertentischen konnten sich Anwender und Entwickler austauschen.

Gäste des zweiten Energie-Innovationen Workshops
Bild 2/3, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Gäste des zweiten Energie-Innovationen Workshops

Geladen waren Unternehmer aus dem Großraum Köln.

Austausch
Bild 3/3, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Austausch

Der direkte Austausch von Industrie und Wissenschaft fördert zum einen die schnelle Markteinführung neuer Technologien und sichert zum anderen die Bedarfsorientierte Forschung. Daraus ergeben sich Chancen für die heimische Wirtschaft, die diese Technologien in Produkte überführen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln haben im Oktober 2017 den zweiten Workshop zur Veranstaltungsreihe „EnergieiInnovationen“ ausgerichtet. Vertreter der Industrie informierten sich am DLR-Standort Köln über die neuesten Entwicklungen der Wärmespeichertechnologie und Abwärmenutzung.

Viele industrielle Prozesse benötigen große Mengen an elektrischem Strom und Wärme. In Deutschland hat die Industrie einen Anteil von rund 40 Prozent am Strom- und 25 Prozent am Wärmeverbrauch. Im Zuge der Energiewende und des steigenden Anteils von erneuerbaren Energien müssen Produktionsprozesse an die schwankende Verfügbarkeit der Energiequellen angepasst werden.
Wärmespeicher können sowohl überschüssigen Strom, der in Wärme umgewandelt wurde, als auch zurückgewonnene Prozesswärme speichern. Dadurch kann der Energiebezug von der Produktion entkoppelt und die Prozesseffizienz deutlich erhöht werden. Durch diese Flexibilisierung der Industrieprozesse erhalten die Unternehmen auch einen betriebswirtschaftlichen Vorteil, der zugleich zu mehr Nachhaltigkeit führt.

Bernhard Milow, DLR-Programmdirektor Energie fasste die Bedeutung des Themas zusammen: "Die Entwicklung und Nutzung von Flexibilitätsoptionen ist von immenser Bedeutung für das Gelingen der Energiewende, da diese in Kombination mit fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen eine zuverlässige und regelbare Energiebereitstellung ermöglichen. Unter anderem wird die Flexibilisierung von Industrieprozessen mittels thermischer Speicher und thermoelektrischer Generatoren hierbei einen wichtigen Beitrag liefern."

Austausch

Der direkte Austausch von Industrie und Wissenschaft fördert zum einen die schnelle Markteinführung neuer Technologien und sichert zum anderen die bedarfsorientierte Forschung. Daraus ergeben sich Chancen für die heimische Wirtschaft, die diese Technologien in Produkte überführen.

"Die erforschten Ansätze von heute sind die Lösungen für morgen. Insbesondere im Energiebereich gibt es eine Menge von Herausforderungen, wie beispielsweise die Etablierung der Sektorenkopplung und die Eingliederung von Energiespeichern, die auch für Unternehmen relevant sind. Dazu bieten wir gemeinsam mit dem DLR in der Reihe "Energie-Innovationen" einen direkten Zugang zu praxisrelevanter Fachkompetenz. Das Feedback unserer Teilnehmer bestärkt uns, mit dem DLR auch künftig zukunftsorientierte Themen für unsere Mitgliedsunternehmen anzubieten." sagte Elisabeth Slapio, IHK Köln.

Matthias Nerger vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Themenkomplexes für Nordrhein-Westfalen als Innovationsstandort. Das Land NRW hat in der Vergangenheit den Ausbau der Energieforschung an den DLR-Standorten Jülich und Köln maßgeblich gefördert.

Kontakt
  • Michel Winand
    Kommunikation Köln, Bonn, Jülich, Rheinbach und Sankt Augustin
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 2203 601-2144
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Bernhard Milow
    Programmdirektor
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Programmdirektion Energie
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