11. April 2018
Flexible Energiesysteme durch Sektorenkopplung und ein fingerfertiger Roboter

Das DLR auf der Han­no­ver Mes­se 2018

HY4 Flie­gen mit der Brenn­stoff­zel­le
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

HY4 Fliegen mit der Brennstoffzelle

Die HY4 ist welt­weit das ers­te vier­sit­zi­ge Pas­sa­gier­flug­zeug, das al­lein mit ei­nem Was­ser­stoff­brenn­stoff­zel­len-Bat­te­rie-Sys­tem an­ge­trie­ben wird. (Hal­le 27, Stand H84).
Fin­ger­fer­ti­ger Ro­bo­ter Da­vid
Bild 2/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Fingerfertiger Roboter David

Der an­thro­po­mor­phe Ro­bo­ter Da­vid ist ein For­schungs­ro­bo­ter des DLR. Al­le Ge­len­ke der Fin­ger las­sen sich ein­zeln an­steu­ern und ver­lei­hen dem Sys­tem da­durch ei­ne au­ßer­or­dent­lich ho­he Fin­ger­fer­tig­keit. (Hal­le 2 Stand C57).
Ther­mi­scher Hoch­leis­tungs­spei­cher für Elek­tro­fahr­zeu­ge
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Thermischer Hochleistungsspeicher für Elektrofahrzeuge

Ther­mi­sche Hoch­leis­tungs­spei­cher ba­sie­ren auf neu­ar­ti­gen me­tal­li­schen Pha­sen­wech­sel­ma­te­ria­li­en. Sie kön­nen auf kleins­tem Raum große Men­gen ther­mi­scher Ener­gie spei­chern (Hal­lo 27, Stand H84).
  • Das DLR präsentiert sich auf der Hannover Messe 2018 mit zwei Messeständen.
  • Auf dem Stand "Energie weiter denken" in Halle 27 wird gezeigt, wie eine funktionierende Sektorenkopplung zur Energiewende beitragen kann.
  • Auf dem Stand "Science2Business" in Halle 2 stellt das DLR Technologieprojekte und Innovationsideen vor, die Partnerunternehmen oder Ausgründungen zur Marktreife weiter entwickeln.
  • Schwerpunkt(e): Energie, Sektorenkopplung, Technologiemarketing Hannover Messe

Energie ist mehr als Strom: Um den Anteil von erneuerbaren Energien nicht nur beim Strom, sondern auch in den Bereichen Wärme und Mobilität zu erhöhen, muss Energie von einem Sektor in den anderen überführt werden können. Auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April 2018 zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie die Sektorenkopplung das Energiesystem flexibler und umweltfreundlicher macht (Halle 27, Stand H84). Unter dem Motto "Science2Business" stellt das DLR zudem Innovationen und Innovationsideen vor, die aus Forschungsergebnissen entwickelt wurden und nun auf der Schwelle zur Markteinführung stehen (Halle 2, Stand C75).

Ohne eine funktionierende Sektorenkopplung kann die Energiewende nicht gelingen

Ein großer Teil der Energie wird in den Bereichen Wärme (Heizen und Kühlen) und Mobilität verbraucht. Während im Jahr 2017 bereits über ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden konnte, liegt dieser Anteil im Wärmebereich bei nur knapp 13 Prozent und im Verkehrsbereich nur bei fünf Prozent. Für eine erfolgreiche Energiewende und die Einhaltung der Klimaschutzziele müssen auch diese Bereiche auf erneuerbare Energien umstellen. Durch die Kopplung der drei Sektoren kann die Energie zum Beispiel bei einem Überangebot an Strom in die Sektoren Wärme und Mobilität verlagert werden. Umgekehrt kann die Energie bei Bedarf wieder verstromt werden. An einer solchen Kopplung sowie an vernetzten Lösungen von Energiesystemen arbeitet das DLR in zahlreichen Forschungsprojekten.

"Das DLR hat mit seinen Forschungsbereichen Energie und Verkehr ideale und einzigartige Möglichkeiten, diese beiden Bereiche zu verknüpfen. Es gehört damit auf dem Gebiet der Sektorenkopplung zu einer der führenden Forschungseinrichtungen", sagt Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand Energie und Verkehr. "Durch unsere Forschung erkennen wir zukünftige Herausforderungen des Energiesystems und erarbeiten Lösungen. Zudem können wir bei politischen Weichenstellungen in Energiefragen umfassend beraten."

Auf dem Stand "Energie weiter denken" in Halle 27 zeigt das DLR unter anderem Elektrolyseverfahren zur Umwandlung von Solarstrom in Treibstoff, intelligentes Energiemanagement in Gebäuden, das Brennstoffzellen-Flugzeug HY4 sowie einen Thermischen Hochleistungsspeicher, der die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen kann.

Neben dem Energiestand (Halle 27, Stand H84) finden Sie in dieser Halle weitere Exponate des DLR auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries an Stand D62.

Ausführliche Informationen zu unserem HMI-Stand "Energie weiter denken" finden Sie hier.

Science2Business - neue Ideen für erfolgreiche Innovationen

Neben seinen Forschungstätigkeiten ist das DLR auch Ansprechpartner für innovationsfreudige Unternehmen und damit eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung. Im DLR-Technologiemarketing werden darüber hinaus Ideen und im DLR entwickelte Technologien mit Partnern aus der Wirtschaft, in Ausgründungen oder durch die Vergabe Lizenzen bis zur erfolgreichen Markteinführung begleitet. "Das DLR schafft damit einen schnellen und flexiblen Transfer von Forschungsergebnissen und Technologien in den Markt", sagt Rolf-Dieter Fischer, Leiter des DLR-Technologiemarketings.

Auf dem DLR-Stand in der Forschungshalle zeigt das DLR Technologieprojekte und Innovationsideen, die auf der Schwelle zur Markteinführung stehen. Insgesamt werden elf Innovationsthemen vorgestellt, die durch Ausgründungen aus dem DLR oder aus Partner-Unternehmen vermarktet werden: Zum Beispiel bietet die COPRO-Technologie (Continuous Performing of Composite Profiles) individuelle Lösungen für die Produktion von Leichtbauteilen aus Faserverbundmaterialien an. Die DLR-Ausgründung wendet die Technologie im Flugzeug- und Automobilbau und bei der Instandhaltung von Windkraftanlagen an. Der im DLR entwickelte humanoide Roboter "David" kann alle Gelenke seiner Finger einzeln ansteuern und verfügt so über eine außerordentlich hohe Fingerfertigkeit. Er soll unter anderem Wartungsaufgaben in gefährlichen Umgebungen übernehmen. Ebenfalls in unbekannten Umgebungen kommt das IPS (Integrated Positioning System) zum Einsatz. Mit einer Stereokamera sowie Dreh- und Beschleunigungssensoren kann das IPS den menschlichen Orientierungssinn nachempfinden und seine Daten in Echtzeit übertragen.

Diese und weitere Innovationen finden Sie auf dem DLR-Stand in Halle 2/Stand C57.

Ausführliche Informationen zu unserem HMI-Stand "Science2Business" finden Sie hier.

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