20. Juni 2018
Forschung in Zeiten der Digitalisierung

MdB Ralph Len­kert be­sucht das DLR- In­sti­tut für Da­ten­wis­sen­schaf­ten in Je­na

Das neue DLR-In­sti­tut für Da­ten­wis­sen­schaf­ten
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Das neue DLR-Institut für Datenwissenschaften

Grün­dungs­di­rek­tor des DLR-In­sti­tuts für Da­ten­wis­sen­schaf­ten, Dr. Ro­bert Ax­mann, mit Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ralph Len­kert MdB.
  • Schwerpunkt(e): Digitalisierung, Big Data, Industrie 4.0

Bundestagsmitglied Ralph Lenkert, Die Linke, hat am 20. Juni 2018 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jena besucht. Empfangen wurde der Bundestagsabgeordnete von Dr. Robert Axmann, Gründungsdirektor des Instituts für Datenwissenschaften. Mit dem neuen Institut widmet sich das DLR in Zukunft verstärkt den Herausforderungen, die die Digitalisierung und die Industrie 4.0 mit sich bringen. "Wir müssen lernen, mit kontinuierlich wachsenden Datenmengen umzugehen - dafür sind Methoden notwendig, die wir am DLR-Institut entwickeln werden", erläuterte Axmann. "Dabei greifen wir auf Erfahrungen und Bedürfnisse aus allen Bereichen des DLR wie beispielsweise der Erdbeobachtung zu." Entscheidend für die Arbeit des DLR-Instituts sei auch die gute Zusammenarbeit mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industriepartnern, betonte Axmann.

Ralph Lenkert, MdB, betonte: "Dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein In­sti­tut für Da­ten­wis­sen­schaf­ten in Jena gründete, ist eine Anerkennung der Leistungen Jenaer Wissenschaftler und Firmen für die Raumfahrt und im Kommunikationsbereich. Das neue DLR-Institut für Datenwissenschaften wird zusammen mit den in Jena ansässigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen Jenas und Thüringens Bedeutung in der Raumfahrt und auch in der Datenverarbeitung, dem Auswerten und Zusammenfassen unzähliger Forschungsresultate stärken. Das Erkennen von Zusammenhängen und die Fähigkeit zur Verknüpfung scheinbar unabhängiger natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse wird durch diese Forschung wachsen und hoffentlich Lösungen vorbereiten für die aktuellen Menschheitsprobleme von Gesellschaftskrisen, Umweltzerstörung bis zu Klimawandel. Ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg und Jena und Thüringen weitere Forschungseinrichtungen."

Managen, verarbeiten und analysieren

Ob aus der Erdbeobachtung, der Klima- oder Verkehrsforschung - die Menge und auch die Vielfalt der Daten aus der wissenschaftlichen Forschung wächst nicht linear, sondern exponentiell. Damit Forscher die Daten optimal analysieren können, müssen sie sinnvoll gespeichert und zusammengeführt werden. Das DLR-Institut für Datenwissenschaften sucht nach Lösungen für das Management sowie die Verarbeitung und Analyse von wissenschaftlichen Informationen aus allen DLR-Forschungsbereichen. Die Forscher entwickeln Datenbanken und Datenstrukturen, die es möglich machen, dass komplexe Informationen schnell zugänglich sind und sinnvoll miteinander verknüpft werden.

Forschungsfelder von Big Data bis zur Citizen Science

Das Institut verfügt über vier Abteilungen:

Die Abteilung für "Datenmanagement und -analyse" von Big Data, also großen, komplexen Datenmengen, wird erforschen, wie beispielsweise heterogene und unstrukturierte Daten automatisch analysiert und verarbeitet werden können und wie zukünftige Datenbanken für den Umgang mit diesen Daten aufgebaut sein müssen.

Die Abteilung "Softwaresysteme für die Digitalisierung" ist unter anderem auf die Digitalisierung der Industrie 4.0 und das Internet der Dinge ausgerichtet - Bereiche, in denen zunehmend Produkte miteinander vernetzt sind und Daten austauschen.

Weitere Abteilungen setzen ihren Fokus auf die IT-Sicherheit, da in einer vernetzten Welt in Wissenschaft und Industrie die Gefahren durch Cyber-Angriffe stetig wachsen und kritische Infrastrukturen, bspw. der Raumflugbetrieb und die Satellitenkommunikation geschützt werden müssen. "Citizen Science" wird ebenfalls im Focus stehen Hier werden zum Beispiel von Bürgerinnen und Bürgern erfasste Daten genutzt und verarbeitet, um Wissenschaft bei komplexen Fragen zu unterstützen.Derartige neue Formen der Bürgerbeteiligung bieten dem DLR-Institut die Chance, Sichtbarkeit in der regionalen Öffentlichkeit herzustellen und die eigenen Forschungsarbeiten bekannter zu machen.

Zudem sollen - vergleichbar mit der Produktion in der Luftfahrt - auch Raumfahrtmissionen von der ersten Idee über die Konstruktion bis hin zur Durchführung verstärkt über gemeinsame Plattformen virtuell und vernetzt erfolgen. Die Forschung und Entwicklung soll in diesem Bereich in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und Raumfahrtagenturen erfolgen.

Das DLR wurde im November 2016 mit einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages mit dem Aufbau von sieben neuen Instituten beauftragt. Die neuen Institute sollen wesentlich zum Ausbau des neuen DLR-Querschnittsbereichs Digitalisierung beitragen. Damit bringt das DLR zugleich auch interdisziplinäre Arbeiten voran und stellt weitere Synergien zwischen den Forschungsbereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit her. Das neue Jenaer Institut wird mit jährlich 7,8 Mio. Euro durch den Bund und das Land Thüringen finanziert, der Bund trägt dabei 90 Prozent. Das Land Thüringen stellt darüber hinaus in der Aufbauphase des Instituts die Mittel für die Unterbringung des Instituts in Jena bereit.

Kontakt
  • Dr. Nina-Louisa Remuß
    Stell­ver­tre­ten­de Lei­tung Bü­ro Ber­lin
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Bun­des­po­li­tik
    Telefon: +49 30 67055-478
    Markgrafenstraße 37
    10117 Berlin
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  • Rolf Jansen
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Po­li­tik- und Wirt­schafts­be­zie­hun­gen
    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
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    Fax: +49 2203 601-4053
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