20. August 2018
Erfolgreicher Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler besucht DLR in Oldenburg

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler zu Gast beim DLR in Oldenburg
Bild 1/2, Credit: © DLR.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler zu Gast beim DLR in Oldenburg

Zu Gast am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme: Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (Mitte) mit Prof. Dr. Karsten Lemmer (DLR-Vorstand für Energie und Verkehr; links) und Prof. Dr. Carsten Agert (Direktor DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme; rechts).
Institutsrundgang mit Besichtigung des Netzlabors
Bild 2/2, Credit: © DLR.

Institutsrundgang mit Besichtigung des Netzlabors

Erläuterung der elektrotechnischen Infrastruktur Netzlabors (von links): Dr. Karsten von Maydell (Abteilungsleiter Energiesystemtechnologie), Prof. Dr. Carsten Agert (Direktor DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme), Prof. Dr. Karsten Lemmer (DLR-Vorstand für Energie und Verkehr) und Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt durch seine Beteiligung an anwendungsbezogenen Forschungsprojekten den Technologietransfer in die regionale Wirtschaft. Das hat der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, bei seinem Besuch am Freitag, 17. August 2018, am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg hervorgehoben. Durch die Beteiligung an Drittmittelprojekten entstehen unter anderem auch auf Landesebene zahlreiche Kooperationen mit Wirtschaftspartnern.

Systemorientierte Energieforschung

Die vielfältigen Blickwinkel auf die systemorientierte Energieforschung im DLR veranschaulichten Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, und Institutsdirektor Prof. Dr. Carsten Agert während eines Laborrundganges. Konzepte zur Kopplung der Sektoren Wärme, Strom und Mobilität entwickelt das Institut sowohl auf Ebene von Einzelanlagen - etwa in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen - als auch im Maßstab von 'smarten' Gebäuden oder ganzen Stadtteilen.

Enger Wissensaustausch mit Projektpartnern

Das breite Forschungsspektrum hat Agert unter anderem am Forschungsprojekt "Energetisches Nachbarschaftsquartier" (ENaQ) verdeutlicht: "Hier koordiniert unser Institut die Erstellung des Gesamtenergiekonzeptes für ein neues klimafreundliches Quartier mit rund 110 Wohneinheiten in Oldenburg. Dafür bilden wir am Rechner und im Labor nicht nur die gesamte vernetzte Infrastruktur des Areals ab, sondern auch die Wechselwirkung mit dem übergeordneten Versorgungsnetz." Eines der Projektziele ist die Frage, wie sich eine lokale Energiegemeinschaft sozial und wirtschaftlich konzipieren lässt, um für Anwohner, Energieerzeuger und Dienstleister langfristig attraktiv und betriebswirtschaftlich tragbar zu sein. Dafür steht das Institut mit seinen rund 20 überwiegend regionalen Projektpartnern im engen Wissensaustausch.

Stärkere Vernetzung auf regionaler Ebene

Für Thümler erfüllt das Wissenschaftlerteam um Agert, der auch als Vorstandssprecher des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) fungiert, damit wesentliche Ziele der Wissenschaftspolitik: "Die Landesregierung strebt eine noch stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Niedersachsen an, insbesondere durch Kooperationen auf regionaler Ebene", betonte der Minister, der bei seinem Besuch von Dr. Sebastian Huster (Referatsleiter Ingenieurswissenschaften und Wissenstransfer) und Dr. Esther Niewerth-Baumann (Mitglied des Niedersächsischen Landtages) begleitet wurde. "Ich freue mich, dass das Oldenburger DLR-Institut mit seiner internationalen Strahlkraft seine Kompetenzen auch in regionale Forschungsprojekte wie ,ENaQ' einbringt und somit einen Beitrag zum Technologietransfer vor Ort leistet. Durch seine Zusammenarbeit mit dem EFZN trägt das Institut zudem maßgeblich zur Steigerung des energiewissenschaftlichen Innovationspotenzials unseres Landes bei."

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