12. Oktober 2018

DLR und I.S.A.R. für Ka­ta­stro­phen­hil­fe in In­do­ne­si­en

I.S.A.R.-Katastrophenhelfer unterstützen die Bevölkerung
I.S.A.R.-Ka­ta­stro­phen­hel­fer un­ter­stüt­zen die Be­völ­ke­rung
Bild 1/2, Credit: I.S.A.R. Germany.

I.S.A.R.-Katastrophenhelfer unterstützen die Bevölkerung

Die Ka­ta­stro­phen­hel­fer von I.S.A.R. und DLR un­ter­stüt­zen die lo­ka­le Be­völ­ke­rung von Su­lawe­si.
I.S.A.R.-Basislager
I.S.A.R.-Ba­sis­la­ger
Bild 2/2, Credit: I.S.A.R. Germany.

I.S.A.R.-Basislager

Am 4. Ok­to­ber 2018 traf ein Team der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on I.S.A.R. Ger­ma­ny (In­ter­na­tio­nal Search-and-Res­cue) zu­sam­men mit ei­nem Mit­ar­bei­ter des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Pa­lu auf der in­do­ne­si­schen In­sel Su­lawe­si ein.
  • Katastrophenhelfer von I.S.A.R. und DLR unterstützen die lokale Bevölkerung mit dem Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage und eines Notstromerzeugers.
  • Nach dem Erdbeben in Mexiko im Oktober 2017 ist es die zweite erfolgreiche Kooperation von DLR und I.S.A.R. in einem Katastrophengebiet.
  • Schwerpunkt(e): Sicherheit, Katastrophenhilfe

Am 4. Oktober 2018 traf ein Team der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany (International Search-and-Rescue) zusammen mit einem Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi ein. Die Region war sechs Tage zuvor von einem schweren Erdbeben und einem Tsunami getroffen worden. Über Tage folgten weitere Beben. Die Katastrophenhelfer von I.S.A.R. und DLR unterstützen die lokale Bevölkerung mit dem Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage sowie der Bereitstellung eines Notstromerzeugers. Die Erfahrungen aus dem realen Einsatz helfen dem DLR bei der Weiterentwicklung technologischer Konzepte für ein verbessertes Krisen- und Katastrophenmanagement der Zukunft.

"Die Ausmaße an Leid und Schäden sind verheerend, da die Region um Palu von mehreren schweren Naturereignissen gleichzeitig getroffen wurde. Wir können hier die lokale Bevölkerung mit der Bereitstellung von kostenfreiem Trinkwasser unterstützen und so helfen, das Leid ein wenig zu lindern", sagt Dr. Steven Bayer, Sicherheitsforscher am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme und integrales Mitglied des I.S.A.R.-Einsatzteams vor Ort sowie Leiter des Vorausteams. Das DLR arbeitet seit 2016 eng mit der Hilfsorganisation zusammen und entwickelt unter anderem das spezielle Kamerasystem MACS (Modular Aerial Camera System) für den Einsatz an unbemannten Flugsystemen, die sowohl der Suche nach Verschütteten dienen als auch einen schnellen Überblick über die Schäden an der Infrastruktur von Krisengebieten ermöglichen.

Technologien wie automatisiert fliegende, optische Aufklärungssysteme können nur dann einen möglichst großen Nutzen für eine schnelle und effektive Katastrophenhilfe bringen, wenn sie auf Basis realistischer Szenarien entwickelt werden. Das können Übungen nur bis zu einem bestimmten Grad leisten. Bei dem aktuellen Einsatz in Indonesien kann der DLR-Forscher Bayer darum nicht nur die I.S.A.R.-Kollegen unterstützen, sondern auch Erkenntnisse über die Abläufe, Bedingungen und Anforderungen eines tatsächlichen Hilfseinsatzes gewinnen. Sie werden das bisherige Wissen um wertvolle Praxisinformationen ergänzen. Die DLR-Forscher am Institut für Optische Sensorsysteme werden sie auswerten und in die weitere Entwicklung der Technologien einbeziehen.

Nach elf Tagen vor Ort kehrte Steven Bayer am 11. Oktober zurück nach Berlin und schloss damit die zweite erfolgreiche Kooperation von DLR und I.S.A.R. in einem Katastrophengebiet ab. Der erste gemeinsame Einsatz fand im Oktober 2017 nach dem schweren Erdbeben in Mexiko statt.

Kontakt
  • Philipp Burtscheidt
    On­line-Re­dak­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 2203 601-2323
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
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  • Steven Bayer
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    In­sti­tut für Op­ti­sche Sen­sor­sys­te­me
    Telefon: +49 30 67055-7958
    Rutherfordstraße 2
    12489 Berlin-Adlershof
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  • Ralf Berger
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Op­ti­sche Sen­sor­sys­te­me
    Si­cher­heits­for­schung und An­wen­dung
    Rutherfordstraße 2
    12489 Berlin-Adlershof
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