9. November 2018

DLR Ener­gie- und Ver­kehrs­for­schung be­geis­tert in den USA

Prof. Karsten Lemmer bei Eröffnung eines Workshops
Prof. Kars­ten Lem­mer bei Er­öff­nung ei­nes Work­shops
Credit: ©DLR

Prof. Karsten Lemmer bei Eröffnung eines Workshops

DLR, die Bun­des­an­stalt für Stra­ßen­we­sen (BASt) und die ame­ri­ka­ni­sche Na­tio­nal Highway Traf­fic Sa­fe­ty Ad­mi­nis­tra­ti­on (NHT­SA) ver­an­stal­te­ten ei­nen ge­mein­sa­men Work­shop zum The­ma au­to­ma­ti­sier­te Fahr­funk­tio­nen und de­ren Zu­las­sung.

Vom 29.10. bis 1.11.2018 besuchte eine Delegation des DLR unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr, verschiedene Partner in den USA. Diese stehen insbesondere bei Fragen der Energieversorgung und -speicherung sowie Verkehrsentwicklung und -gestaltung vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland und Europa. Die Passfähigkeit zu den unterschiedlichen Partnern war sehr groß: Insbesondere beeindruckte die Einzigartigkeit systemischer DLR-Forschung für Energie- und Verkehrsfragen der Zukunft.

Gemeinsame Forschungsthemen und Projekte mit NREL

Große Ähnlichkeit mit dem DLR in Bezug auf erneuerbare Energien hat das regierungsnahe National Renewable Energy Laboratory (NREL) in Denver, Colorado, mit dem das DLR intensive Forschungspartnerschaft insbesondere in der Solar- und Windenergieforschung unterhält. Die Forschungscampi beherbergen unter anderem Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen, eine Wasserstofftankstelle und Prüfanlagen für den Energieverbrauch von Gebäuden, Geräten und Fahrzeugen. Ein vom DLR-gefertigtes Rotorblatt wurde Ende Oktober bei NREL an einer Windturbine montiert, um gemeinsam Messungen durchzuführen. Da DLR und NREL sich insbesondere bei der systemischen Betrachtung von Energie- und Mobilitätskonzepten optimal ergänzen können, wurde hierzu die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit vereinbart. Eine besondere Erweiterung könnte die Zusammenarbeit mit NREL im Verkehrsbereich darstellen - die Übereinstimmungen in Themen und Zielen waren überwältigend. Insbesondere soll auch der Austausch von Wissenschaftlern, u.a. auch auf Seniorlevel, verstärkt werden. In einem jährlichen Treffen werden die Partner sich künftig über strategische Ausrichtungen, politische Rahmenbedingungen und langfristige Herausforderungen für die gemeinsame Energie- und Verkehrsforschung austauschen.

Zusammenarbeit mit der Weltbank

Einen neuen Partner für das DLR konnte die Delegation in Washington D.C. gewinnen: Die World Bank Group, kurz Weltbank, genannt. Aufgabe der Weltbank ist es, mit finanzieller Unterstützung das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele weltweit zu fördern. Daher sind insbesondere Energiespeichersysteme, urbane und Elektromobilität im Fokus der Weltbank. Das Anwendungspotenzial innovativer Forschungsansätze des DLR auf die Zielländer der Weltbank stieß auf sehr positive Resonanz. Ein weiteres Treffen auf hoher Ebene wurde für dieses Jahr vereinbart, ebenso wie weitere konkrete Abstimmungen mit mehreren Abteilungen der Weltbank.

Austausch zu hochautomatisiertem Fahren

Weiteres Thema der Delegationsreise war die Entwicklung hochautomatisierter Fahrfunktionen und deren Zulassung. Europa und die USA verfolgen hier unterschiedliche Ansätze, weswegen ein steter Austausch zu den Entwicklungen gewinnbringend ist. Um diese zu vergleichen, hatte das DLR zu einem gemeinsamen Expertenworkshop geladen, der von der deutschen DFG und der amerikanischen NSF gefördert wird. Prof. Lemmer eröffnete den Workshop und traf sich im Anschluss gemeinsam mit der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) mit Vertretern der US-Zulassungsbehörde und Forschungseinrichtung (National Highway Traffic Safety Administration).

"Mich freut die hohe Resonanz, die sowohl neue Forschungsthemen bei bekannten Partnern aber auch unsere Kernthemen wie Energiespeicherforschung bei neuen Partnern erzielt haben.", sagte Prof. Lemmer über seine Antrittsreise in die Vereinigten Staaten. "Mit der Weltbank konnten wir die Weichen stellen für eine gewinnbringende Kooperation in den Bereichen Energie und Mobilität. Mit wissenschaftlich exzellenten Forschungspartnern wurden konkrete Schritte für die verstärkte Zusammenarbeit zu erneuerbaren Energien vereinbart."

Kontakt
  • Claudia Bernarding

    Vor­stands­be­reich Ener­gie und Ver­kehr
    Telefon: +49 2203 601-4252
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