7. November 2019
Urban Modular Vehicle (UMV)

Das Stadt­au­to von mor­gen neu ge­dacht

UMV People-Mover 2+2
UMV Peo­ple-Mo­ver 2+2
Bild 1/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

UMV People-Mover 2+2

Der Peo­ple-Mo­ver ist für die ur­ba­ne Mo­bi­li­tät kon­zi­piert und soll bis zu vier Pas­sa­gie­re elek­trisch und voll­au­to­nom be­we­gen. Dank des mo­du­la­ren Ka­ros­se­rie­auf­baus ist auch ei­ne Car­go-Va­ri­an­te mög­lich, in der Gü­ter im städ­ti­schen Ver­kehr be­wegt wer­den sol­len.
Projektleiter des Next-Generation-Car-Projekts "UMV" Marco Münster
Pro­jekt­lei­ter des Next-Ge­ne­ra­ti­on-Car-Pro­jekts "UMV" Mar­co Müns­ter
Bild 2/3, Credit: ©DLR

Projektleiter des Next-Generation-Car-Projekts "UMV" Marco Münster

DI­pl.-Ing. Mar­co Müns­ter vom DLR-In­sti­tut für Fahr­zeug­kon­zep­te in Stutt­gart er­klärt die Un­ter­brin­gung der Ul­tra­schall-Sen­so­ren, die un­ter der Ver­klei­dung ver­baut sind. Zu­sam­men mit den au­ßen be­find­li­chen Ka­me­ra- und Li­DAR (Light Detec­ti­on And Ran­ging) -Sen­so­ren er­zeugt das Fahr­zeug ei­ne Rund­um­sicht um sich au­to­nom be­we­gen zu kön­nen.
Der Peoplemover vor dem DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte am Standort Stuttgart
Der "Peo­ple-Mo­ver" vor dem DLR-In­sti­tut für Fahr­zeug­kon­zep­te am Stand­ort Stutt­gart
Bild 3/3, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Der "People-Mover" vor dem DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte am Standort Stuttgart

Der Peo­ple-Mo­ver wur­de am In­sti­tut für Fahr­zeug­kon­zep­te ent­wor­fen und ist Teil des DLR-Pro­jekts Next Ge­ne­ra­ti­on Car.
  • Der fahrfähige Demonstrator zeigt die Variante des UMV People-Mover 2+2, der als autonom fahrendes Shuttle im städtischen Bereich zum Einsatz kommen soll.
  • Als modulares Elektro-Stadtauto kann der People-Mover bis zu vier Personen transportieren.
  • Der Nutzer ruft das Fahrzeug per App und verifiziert sich über eine Schnittstelle am Fahrzeug.
  • Schwerpunkte: Verkehr, Digitalisierung, intelligente Mobilität, automatisierte und vernetzte Mobilität

Mit dem Ziel, Innovationen im Mobilitätssektor schnell und kostengünstig auf die Straße zu bringen, haben die Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Stadtauto von morgen von Grund auf neu gedacht: Das Urban Modular Vehicle, kurz UMV, ist ein intelligentes, modular aufgebautes Elektro-Stadtauto, das Komfort mit hohen Sicherheitsstandards verbindet und gleichzeitig eine flexible und kosteneffiziente Fertigung ermöglicht.

"Das Schlüsselwort des UMV-Konzepts heißt Modularisierung, die weit über die im Automobilbau eingesetzten Plattform-Bauweisen hinausgeht", beschreibt Marco Münster, DLR-Wissenschaftler und Leiter des UMV-Projekts. Vom kleinen Stadtflitzer bis zu den größeren, autonom fahrenden Versionen People- und Cargo-Mover – alle der insgesamt acht unterschiedlichen Varianten der UMV-Familie bauen auf einer einheitlichen Basis auf: Das Bodenmodul lässt sich in der Länge anpassen, Front- und Heckmodule sind einheitlich. Die Fahrzeugmitte ist variabel und ändert sich je nach Einsatzzweck. Multimaterial-Bauweise und Funktionsintegration sorgen bei allen Varianten für eine bestmöglich auf elektrische Antriebe abgestimmte Karosseriestruktur mit hoher Crashsicherheit. Ein ausgeklügeltes Gesamtenergiemanagement koordiniert und lenkt die Energieflüsse von Innenraum, Batterie und Elektromotor für eine optimale Betriebsstrategie.

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DLR "People Mover" – Das Stadtauto von morgen neu gedacht
Das DLR hat das Stadtauto von morgen von Grund auf neu gedacht: Mit dem Urban Modular Vehicle, kurz UMV, haben unsere Verkehrsforscher ein intelligentes, modular aufgebautes Elektro-Stadtauto konzipiert, das Komfort mit hohen Sicherheitsstandards verbindet – und gleichzeitig eine flexible und...
Credit: ©DLR

UMV People-Mover 2+2 als autonom fahrendes Shuttle

Als ersten fahrfähigen Prototyp haben die DLR-Verkehrsforscher die Variante des UMV People-Mover 2+2 umgesetzt. Dieses Fahrzeug bietet Platz für vier Personen und soll als autonom fahrendes Shuttle im städtischen Bereich zum Einsatz kommen, zum Beispiel im Kontext von on-demand Mobilitätsangeboten. Der Nutzer ruft das Fahrzeug per App und schaltet es über eine Schnittstelle im Seitenfenster frei, so dass sich die Schiebetüren öffnen. Der Innenraum ist in einem schlichten Design gehalten und bietet zwei zentrale Monitore mit Informationen über Fahrzeit, Route und Fahrzeugstatus. Die typische Fahrzeit beträgt in diesem Kontext zwischen acht und zwanzig Minuten. Die für die Automatisierung benötigten Lidar- und Radarsensoren sowie Kameras finden auf dem Dach, in der Frontstoßstange beziehungsweise in speziellen Panels Platz. Aktuell fährt der Demonstrator noch nicht voll autonom, sondern wird über einen Sidestick gesteuert. So wollen die Wissenschaftler zunächst Konzept und Nutzererfahrungen untersuchen. Für autonome Fahrmanöver werden im nächsten Schritt die Sensortechnik sowie Hardware und Software integriert.

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