5. März 2020

4. Konferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“

Stand des DLR auf der Forschungskonferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“
Stand des DLR auf der Forschungskonferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“
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Stand des DLR auf der Forschungskonferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“

General Dr. Rieks (MItte), Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, im Austausch mit Dr. Dirk Zimper (rechts), Programmkoordinator Sicherheitsforschung (komm.) am Stand des DLR auf der Forschungskonferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“.

Auf der dreitätigen Forschungskonferenz "Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland“ der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT), die vom 3. bis 5. März 2020 in Bonn stattfindet, präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Forschungsergebnisse aus den Bereichen der wehrtechnischen Forschung und der zivilen Sicherheitsforschung. Die Konferenz ist mittlerweile die größte wehr- und sicherheitstechnische Tagung Deutschlands im Bereich Forschung und Technologie.

Die diesjährige Veranstaltung befasst sich mit Themen aus dem Bereich Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI), der Detektion von Kampf- und Gefahrenstoffen, der Maritimen Sicherheit oder dem Schutz von Weltrauminfrastrukturen. Die DLR-Sicherheitsforschung präsentiert sich auf der Konferenzmesse mit folgenden Forschungsthemen:

Erforschung von Staustrahlantrieben

Weltweit besteht in der Luft- und Raumfahrt ein wachsender Bedarf daran, giftige Treibstoffkombinationen zu ersetzen, bestehende Antriebssysteme effizienter zu machen beziehungsweise Alternativen zu untersuchen. Diese Randbedingungen treiben die Forschung an Staustrahlantrieben mit Überschallverbrennung, sogenannte Scramjets an. Die größten technischen Herausforderungen an Überschallantriebssystemen bestehen in der kurzen Aufenthaltszeit des Brennstoffs im Triebwerk, kontrollierter Vermischung und Verbrennung sowie ausreichender und effizienter Kühlung der thermisch hoch belasteten Komponenten. Ein vielversprechendes Konzept zur Kühlung stellt die Methode der Transpirationskühlung dar. Das DLR stellt auf der Konferenz eine Forschungsbrennkammer vor zur Untersuchung von Kühlsystemen sowie zu Brennkammerprozessen und Materialuntersuchungen.

Flugkörpertechnologien 2020+

Im DLR Projekt FK2020+ sollen innovative Technologien und Methoden für Flugkörper entwickelt werden. Dies beinhaltet zum einen die Erforschung und Entwicklung ausgewählter Technologien zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zukünftiger Flugkörper, zum anderen die Entwicklung von Werkzeugen und Methoden für Auslegung, Analyse und Bewertung von Flugkörper-Technologien. Dieses Vorgehen ermöglicht sowohl die Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen Einzelkomponenten des Flugkörpers sowie die Einbeziehung von Systemaspekten.

Drohnenbasiertes Radarsystem zur Detektion verborgener Gefahren

Die weltweite Problematik von mit Minen verseuchten Landabschnitten stellt heutige Detektionssysteme vor große Herausforderungen. Das vom DLR entwickelte Systembietet als luftgetragenes Radar neue Möglichkeiten zur sicheren und großflächigen Detektion aus sicherer Entfernung. Die Anlage erzeugt hochaufgelöste dreidimensionale Reflexionskarten, die zur Detektion und als Grundlage zur Lokalisierung und Identifizierung der Objekte dienen können.

Strukturüberwachung und Schadensanalyse mittels Augmented Reality (AR)

In einer gemeinsamen Anwendungsstudie haben das DLR, Airbus Defence and Space und das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) das Potenzial der Implementierung eines virtuellen Zwillings (Virtual Twin) in einem Wartungs- und Reparaturszenario untersucht. Die Überwachung des strukturellen Zustands und die in-situ-Schadensbeurteilung einer Composite-Luftfahrtkomponente wurden in eine virtuelle Assistenzanwendung für Augmented-Reality-Brillen integriert. Die Studie soll die Potenziale zur Kostensenkung bei der Wartung und Reparatur analysieren sowie untersuchen, ob dadurch die Einsatzbereitschaft von Luftfahrzeugen gesteigert werden kann.

Radar-Bildauswertung für die sicherheitsrelevante Erdbeobachtung

Das Radar-Bildanalysewerkzeug RADIAN (RAdar Image Analysis) wird seit über zehn Jahren im DLR speziell für den operationellen Einsatz in der Aufklärung entwickelt. Mit dem Start des ersten nationalen raumgestützten Aufklärungssystems SAR-Lupe im Jahr 2007 ergab sich der Bedarf an spezialisierten Methoden zur Radar-Bildverarbeitung , welche auf die Gegebenheiten des bestehenden Nutzersegments maßgeschneidert realisiert werden mussten. RADIAN in seiner aktuellen Version ist eine Anwendungsumgebung mit vielfältigen Funktionen, die bei der Zentralen Abbildenden Aufklärung (ZAA) in operationellem Einsatz ist.

Sicherheitsforschung

Die DLR-Sicherheitsforschung stellt sowohl einen eigenen Bereich als auch eine Querschnittsaufgabe im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dar. In diesem Querschnittsbereich werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft und Industrie geplant und gesteuert. In interdisziplinären Projekten liefern 26 DLR-Institute Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von sicherheitsrelevanten Technologien.

Kontakt
  • Andreas Schütz
    Leitung Media Relations, Pressesprecher
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-2474
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Dr. Dirk Zimper
    Programmlinienkoordinator Wehrtechnische Forschung, kommissarischer Programmkoordinator Sicherheitsforschung
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Programmkoordination Sicherheitsforschung
    Telefon: +49 30 67055-286
    Rutherfordstraße 2
    12489 Berlin
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