15. Oktober 2020

Stutt­gar­ter Re­gie­rungs­prä­si­dent Wolf­gang Rei­mer zu Be­such beim DLR Lam­polds­hau­sen

Regierungspräsident Wolfgang Reimer besucht den DLR-Standort Lampoldshausen
Re­gie­rungs­prä­si­dent Wolf­gang Rei­mer be­sucht den DLR-Stand­ort Lam­polds­hau­sen
Bild 1/2, Credit: DLR

Regierungspräsident Wolfgang Reimer besucht den DLR-Standort Lampoldshausen

Klaus Schä­fer (rechts), stell­ver­tre­ten­der Di­rek­tor des DLR-In­sti­tuts für Raum­fahrt­an­trie­be, be­grüß­te Wolf­gang Rei­mer (links), Re­gie­rungs­prä­si­dent des Re­gie­rungs­be­zirks Stutt­gart, und gab ei­nen Über­blick über die um­fang­rei­che For­schungs- und Ent­wick­lungs­ar­beit auf dem Ge­biet der flüs­si­gen-che­mi­schen Raum­fahrt­an­trie­be.
Prüfstände beim DLR Lampoldshausen
Prüf­stän­de beim DLR Lam­polds­hau­sen
Bild 2/2, Credit: DLR

Prüfstände beim DLR Lampoldshausen

Für die Zu­kunft des DLR Lam­polds­hau­sen sind die aus den Jah­ren 1960 bis 1990 er­rich­te­ten und seit­dem im­mer wie­der mo­der­ni­sier­ten Groß­prüf­stän­de für Raum­fahrt­an­trie­be weg­wei­send.
  • Am 14. Oktober 2020 besuchte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen.
  • Besonders die Entwicklungen der Testinfrastruktur sowie die Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Technologietransfer auf dem Gebiet der nachhaltigen Wasserstofftechnologie waren von hoher Bedeutung.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Energie, Technologietransfer

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen macht sich fit für die Anforderungen des europäischen Raumtransports. Über den aktuellen Stand der Entwicklungen hat sich Wolfgang Reimer, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart, am 14. Oktober 2020 bei einem Besuch vor Ort informiert. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Triebwerktests im Rahmen des europäischen Ariane-Programms, die Entwicklungen der Testinfrastruktur sowie die Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Technologietransfer auf dem Gebiet der nachhaltigen Wasserstofftechnologie.

Europas Triebwerksprüfstände für Ariane 6 und darüber hinaus

Begleitet von Klaus Schäfer, stellvertretender Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe und Michael Dommers, Störfallbeauftragter des DLR Lampoldshausen, besichtigte Reimer die H2ORIZON-Anlage sowie den Oberstufenprüfstand P5.2 der zukünftigen Trägerrakete Ariane 6. Dabei tauschten sie sich darüber aus, wie sich der traditionsreiche DLR-Standort in Lampoldshausen für die Zukunft aufstellt und worin die Schwerpunkte in Forschung und Technologieentwicklung künftig liegen werden. „Wir müssen unsere Prozesse den neuen Anforderungen im Raumtransport anpassen. Das Umfeld, in dem wir uns bewegen, bleibt weiterhin enorm agil. Ziel ist es, in Lampoldshausen die wettbewerbsfähigen Prüfstände zu erhalten. Sie sichern uns enorme Vorteile in puncto Flexibilität, Zeit- und Kostenaufwand“, betonte Schäfer bei dem gemeinsamen Standortrundgang.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch fortschrittliche Treibstoffe, die bei der Entwicklung zukünftiger Raumfahrtantriebe noch mehr Beachtung finden werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Prüfstand P5, der für die Tests des Hauptstufentriebwerks Vulcain der Ariane 5 errichtet und 1990 in Betrieb genommen wurde. Um den Prüfstand P5 für zukünftige Entwicklungen auf dem Gebiet der Flüssigsauerstoff (LOX)/Methan-Technologie vorzubereiten, investiert das DLR am Standort Lampoldshausen rund 30 Millionen Euro. Mit der Erforschung von Methan als Brennstoff trägt das DLR damit zu aktuellen Neuentwicklungen wie dem europäischen Technologiedemonstrator "Prometheus" bei – einem schubstarken und wiederverwendbaren Raketentriebwerk, das mit Flüssigsauerstoff (LOX) und Flüssigmethan (LCH4) angetrieben werden soll.

Wasserstoffkompetenz sektorenübergreifend nutzen

Seit Mitte des Jahres arbeitet ein DLR-Team an dem Projekt „Zero Emission – Wasserstoffstandort Lampoldshausen“, in dessen Zentrum die Erzeugung und der Einsatz von „grünem“ Wasserstoff stehen. Ziel ist es, den DLR-Standort Lampoldshausen nachhaltig mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff zu versorgen und die gesamte Wasserstoff-Prozesskette unter den speziellen Bedingungen eines energieintensiven Standorts für Tests von Raumfahrtantrieben zu erproben. Dr. Daniela Lindner, Leiterin der Abteilung Angewandte Wasserstofftechnologien, gab dabei einen Einblick in die drei Handlungsfelder „Grüne Raumfahrt“, „CO2-neutraler Standort“ und „H2-Technikum“. Regierungspräsident Wolfgang Reimer konnte sich bei seinem heutigen Besuch von der Bedeutung der Forschung und Entwicklung des DLR insbesondere im Bereich der Wasserstofftechnologie – auch außerhalb des Weltraums überzeugen. „Die herausragende Kompetenz des DLR trägt dazu bei, die aktuellen Herausforderungen einer Versorgung mit CO2-neutralen Energieträgern zu sichern. Mithilfe von Wasserstoff, gerade wenn er mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken. Alternative Antriebe sind für eine zukunftsfähige Mobilität zunehmend von Bedeutung“, sagte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer, der selbst als Dienstfahrzeug ein Auto mit Wasserstoff-Brennstoffzelle nutzt.

Kontakt
  • Anja Kaboth
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