19. April 2021

Prof. Dr. Ing. Joa­chim Denz­ler zum neu­en Di­rek­tor des In­sti­tuts für Da­ten­wis­sen­schaf­ten er­nannt

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Prof. Dr. Ing- Joachim Denzler ist der neue Direktor des Institus für Datenwissenschaften
Prof. Dr. Ing- Joa­chim Denz­ler ist der neue Di­rek­tor des In­sti­tus für Da­ten­wis­sen­schaf­ten
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Prof. Dr. Ing- Joachim Denzler ist der neue Direktor des Institus für Datenwissenschaften

Der neue In­sti­tuts­di­rek­tor Prof. Denz­ler wird zu­künf­tig die For­schungs­ex­zel­lenz und -ko­ope­ra­tio­nen sei­nes In­sti­tuts wei­ter aus­bau­en und stär­ken. "Für mich ist es ei­ne große Eh­re und gleich­zei­tig ei­ne große Her­aus­for­de­rung, die Lei­tung die­ses jun­gen und viel­ver­spre­chen­den In­sti­tuts zu über­neh­men", er­klärt Prof. Denz­ler.
  • Prof. Dr. Ing. Joachim Denzler neuer Direktor des Instituts für Datenwissenschaften.
  • Das DLR-Institut für Datenwissenschaften wurde 2017 in Jena gegründet.
  • Entwicklung von statistischen Methoden, die kausale Zusammenhänge von Klimaveränderungen abbilden.
  • 2021 wird das DLR_School_Lab und Citizen Science Lab in Jena eröffnet.
  • Schwerpunkte: Digitalisierung, Citizen Science, Klimainformatik, Klimaforschung

Der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Prof. Dr. Ing- Joachim Denzler zum neuen Direktor des Instituts für Datenwissenschaften ernannt. Prof. Denzler ist Inhaber des Lehrstuhls Digitale Bildverarbeitung an der Fakultät für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU). Das Institut für Datenwissenschaften wurde 2017 am Standort Jena gegründet und konzentriert seine Forschung auf die Bereiche Datenmanagement, IT-Sicherheit, Smart Systems (Industrie 4.0) und Bürgerwissenschaften. Dabei spielt die querschnittsorientierte und kooperative Zusammenarbeit mit den anderen DLR-Forschungsbereichen Luftfahrt, Energie und Verkehr eine entscheidende Rolle.

Gründung des Instituts für Datenwissenschaften

Nach dreieinhalb Jahren wurde die erste Gründungsphase des DLR-Instituts für Datenwissenschaften in Jena erfolgreich abgeschlossen und die Position des Institutsdirektors besetzt. "Dies ist ein wichtiger Meilenstein für das Institut und seine weitere wissenschaftliche Entwicklung", erklärte Dr. Robert Axmann, bisheriger Gründungsdirektor des Instituts. "Es war eine sehr spannende Zeit, in der wir mit intensiver jahrelanger Arbeit die Grundlagen für ein völlig neues Institut an einem neuen DLR-Standort in Thüringen gelegt haben. Ich freue mich, nun den Staffelstab an Prof. Denzler zu übergeben und wünsche ihm viel Erfolg und fruchtbare Forschung", so Dr. Axmann.

In den vergangenen drei Jahren ist das Institut kontinuierlich gewachsen und konnte erste Erfolge ernten. Mit mehr als 40 Mitarbeitern und rund 30 Studierenden macht sich das Institut für Datenwissenschaften in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft einen Namen: Einer seiner größten Erfolge ist die Verleihung eines renommierten ERC Starting Grants durch den European Research Council an Dr. Jakob Runge, Leiter der Gruppe Klimainformatik. Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung unseres Verständnisses des Klimasystems. Hierbei kommen neuartige statistische Methoden zum Einsatz, die kausale Zusammenhänge von komplexen Klimaprozessen verstehen helfen und abbilden können. Beispielsweise kann somit gezeigt werden, wie das pazifische Klimaphänomen El Niño das europäische Klima beeinflusst. Ein anderer Erfolg ist die vor kurzem Bewilligung des BMBF-Projekts 'Undercover Eisagenten', innerhalb der Abteilung Bürgerwissenschaften. Dieses Projekt, geleitet von apl. Prof. Christian Thiel, integriert Citizen Science – also die Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger an der Wissenschaften - mit der Permafrostforschung und ermöglicht damit ein besseres Wissen über die Dynamik des arktischen Permafrostes. Für den Erfolg dieser und zukünftiger Projekte hat das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft das Institut mit einem hochmodernen Cluster für Hochleistungsdatenanalyse ausgestattet. Dieser leistungsfähige Supercomputer, der sich derzeit am Rechenzentrum der FSU befindet, spielt eine Schlüsselrolle bei der Berechnung von riesigen Datenmengen und komplexen Modellen.

Zukünftige Pläne: DLR_School_Lab, Citizen Science Lab und Umzug an den Wissenschaftscampus

Der neue Institutsdirektor Prof. Denzler wird zukünftig die Forschungsexzellenz und -kooperationen seines Instituts weiter ausbauen und stärken. Quantencomputing ist eines der Zukunftsthemen, in denen das Institut in den kommenden Jahren noch wachsen will. In diesem Bereich sind bereits erste Zusammenarbeiten mit regionalen und nationalen Partnern im Aufbau. "Für mich ist es eine große Ehre und gleichzeitig eine große Herausforderung, die Leitung dieses jungen und vielversprechenden Instituts zu übernehmen", erklärt Prof. Denzler. "In naher Zukunft werden wir unter anderem unser DLR_School_Lab und Citizen Science Lab einrichten, unsere Verbindungen zu den lokalen und regionalen Forschungsinstitutionen durch gemeinsame Projekte und Kooperationen stärken und mittelfristig das dringend benötigte, eigene Gebäude bekommen und damit das DLR in der Stadt und der Region weiter bekannt und sichtbar machen".

Die Covid-19-Pandemie erzwang eine Verschiebung der nun für 2021 geplanten Einweihung des DLR_School_Labs und des Citizen Science Labs. Dieses Experimentierlabor wird Wissenschaft mit Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden damit eine Anlaufstelle bekommen, wo sie mehr über aktuelle Forschungsthemen erfahren, an Wissenschaft teilhaben und sich faszinieren lassen können. Das Jenaer DLR-Institut arbeitet zu einigen Themenbereichen bereits eng mit mehreren lokalen Forschungseinrichtungen - insbesondere mit der FSU sowie mit lokalen Unternehmen der Branche - zusammen. Das noch junge Institut ist derzeit noch im IT-Paradies-Gebäude in der Mälzerstraße untergebracht. Langfristig soll es aber in die Innenstadt umziehen. Nach den derzeitigen Planungen, die mit dem Land Thüringen diskutiert werden, soll dem Institut ein Gebäude auf dem künftigen Wissenschaftscampus im Bachstraßenareal zur Verfügung gestellt werden.

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