11. Juni 2021
Unser modernes Leben ist ohne Raumfahrttechnologien nicht mehr möglich

Ani­ma­ti­on zeigt „Ei­nen Tag oh­ne Raum­fahrt“

Satelliten begleiten uns im Alltag
Sa­tel­li­ten be­glei­ten uns im All­tag
Bild 1/5, Credit: German Space Agency at DLR

Satelliten begleiten uns im Alltag

Sa­tel­li­ten sind schon lan­ge zu ei­nem fes­ten Be­stand­teil un­se­res All­tags ge­wor­den. Fie­len die­se Sa­tel­li­ten aus, wür­de un­se­re mo­der­ne Welt von ei­ner auf die nächs­te Se­kun­de um Jahr­zehn­te zu­rück­ge­wor­fen.
Alexander Gerst beim Außenbordeinsatz auf der ISS
Alex­an­der Gerst beim Au­ßen­borde­in­satz auf der ISS
Bild 2/5, Credit: ESA

Alexander Gerst beim Außenbordeinsatz auf der ISS

Raum­fahrt-Pro­jek­te sind Mensch­heits­pro­jek­te – über die na­tio­na­len Gren­zen hin­weg. Das größ­te ge­mein­sa­me Pro­jekt im All ist die In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ISS.
Raumfahrt sorgt für Innovationen
Raum­fahrt sorgt für In­no­va­tio­nen
Bild 3/5, Credit: German Space Agency at DLR

Raumfahrt sorgt für Innovationen

Raum­fahrt sorgt für In­no­va­tio­nen und ist trei­ben­de Kraft bei der Ent­ste­hung von Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en. Bei­spie­le hier­für sind et­wa Ak­ku-Boh­rer, di­gi­ta­le Bild­sen­so­ren und So­lar­zel­len. So schloss Mit­te der 1960er-Jah­re die NA­SA mit der Fir­ma Black & De­cker ei­nen Ver­tag über die Ent­wick­lung von Werk­zeu­gen für das na­tio­na­le Welt­raum­pro­gramm. Der ers­te ak­ku­be­trie­be­ne Hand­boh­rer wur­de 1969 ent­wi­ckelt. Auch di­gi­ta­le Bild­sen­so­ren mit ih­rer so­ge­nann­te CMOS-Tech­nik wur­den 1963 von Dr. Frank Wan­lass, ei­nem US-ame­ri­ka­ni­scher Elek­tro­in­ge­nieur, für die Raum­fahrt ent­wi­ckelt. Seit den 1960-er Jah­ren wird das Prin­zip der Si­li­zi­um-Schei­ben als zu­ver­läs­si­ge und nutz­ba­re Strom­quel­le für Raum­schif­fe und Sa­tel­li­ten ein­ge­setzt. Heu­te wer­den So­lar­pa­nee­le in vie­len Be­rei­chen ein­ge­setzt, zum Bei­spiel als Strom­lie­fe­rant auf Haus­dä­chern.
Die Galileo-Satellitenkonstellation
Die Ga­li­leo-Sa­tel­li­ten­kon­stel­la­ti­on
Bild 4/5, Credit: ESA/P. Carril

Die Galileo-Satellitenkonstellation

Na­vi­ga­ti­ons­sa­tel­li­ten sind die Takt­ge­ber für den Puls un­se­res mo­der­nen Le­bens. Oh­ne die­se prä­zi­sen Zeit­si­gna­le ist zum Bei­spiel kei­ne Fi­nanz­trans­ak­ti­on mehr mög­lich.
Globale Oberflächentemperaturen
Glo­ba­le Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren der Land­mas­sen
Bild 5/5, Credit: ESA/enthält modifizierte Copernicus Sentinel Daten (2018), prozessiert von ESA

Globale Oberflächentemperaturen der Landmassen

Die Co­per­ni­cus-Sen­ti­nel-3-Sa­tel­li­ten ha­ben die glo­ba­len Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren der Land­mas­sen auf der Er­de ge­mes­sen. Die­se In­for­ma­tio­nen sind wich­tig, um et­wa die Ver­duns­tungs­ra­te be­stim­men und so nach­hal­ti­ges Was­ser­ma­na­ge­ment be­trei­ben zu kön­nen.
  • Neue Animation verdeutlicht, wie stark Raumfahrt unseren Alltag beeinflusst.
  • Raumfahrttechnologien und -anwendungen sind Innovationsreiber und stark mit Wirtschaft und Gesellschaft verwoben.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Digitalisierung, Umwelt und Klima, Mobilität

Was würde passieren, wenn alle Satelliten, die unsere Erde umkreisen, ausfallen? Kurz gesagt entsteht ein globales Chaos. „Satelliten sind schon lange zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Sie liefern unverzichtbare Informationen für Mobilität zu Land, zu Wasser und in der Luft, für alle Strom- und Kommunikationsnetzwerke, für den international vernetzten Zahlungsverkehr, die globale Wettervorhersage und die Energiewende. Fielen diese Satelliten aus, würde unsere moderne Welt von einer auf die nächste Sekunde um Jahrzehnte zurückgeworfen“, erläutert Dr. Walther Pelzer, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR mit Sitz in Bonn. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR setzt im Auftrag der Bundesregierung die deutsche Raumfahrtstrategie um. Das betrifft vor allem das deutsche Engagement in der europäischen Weltraumagentur ESA und die Steuerung und Umsetzung des so genannten Nationalen Raumfahrtprogramms. „Dafür stehen uns pro Jahr rund 1,2 Mrd. Euro zur Verfügung“, sagt DLR-Vorstand Walther Pelzer. Dass dieses Geld sinnvoll angelegt ist, möchte eine neue Animation zeigen, die unter dem Titel „Ein Tag ohne Raumfahrt“ in wenigen Minuten veranschaulicht, wie stark unser modernes Leben bereits mit Technologien und Dienstleistungen aus der Raumfahrt verbunden ist. „Raumfahrt ist treibende Kraft bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien. Der Erhalt und Schutz unserer Raumfahrt-Infrastruktur ist bereits jetzt lebenswichtig. Wir leben in einer globalen Wissensgesellschaft und Raumfahrt liefert essenzielle Schlüssel- und Transferleistungen.“

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Wie würde ein Tag ohne Raumfahrt aussehen?
Die Animation „Ein Tag ohne Raumfahrt“ führt anschaulich vor Augen, welche große Rolle die Raumfahrt in unserem Alltag spielt.
Credit: German Space Agency at DLR

Satelliten geben den Takt für unser modernes Leben vor

Navigationssatelliten sind die Taktgeber für den Puls unseres modernen Lebens. Fielen zum Beispiel die Satelliten des europäischen Galileo-Systems aus, dann würden wir deren hochgenauen Zeitstempel verlieren. Ohne diese präzisen Zeitsignale ist keine Finanztransaktion mehr möglich. Es käme kein Geld mehr aus den Geldautomaten. Der Aktienhandel käme zum Erliegen. Ein globaler Finanzkollaps wäre die Folge. Zudem käme kein Strom mehr aus der Steckdose, weil auch alle Energienetzte auf die hochpräzisen Zeitsignale angewiesen sind. Weiterhin wäre der Verkehr zu Land und zu Wasser stark beeinträchtigt, Flugverkehr gar nicht mehr möglich.

Würden Kommunikationssatelliten ausfallen, wären unsere Mobilfunknetzte stark beeinträchtigt, Live-Übertragungen im Fernsehen nicht mehr möglich. Und auch das schnelle Breitbandinternet wird künftig in immer stärkerem Maße von Satelliten übertragen werden. Auch für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden Kommunikationssatelliten gebraucht. Der Wegfall der europäischen Copernicus-Erdbeobachtungs- und METEOSAT-Wettersatelliten hätte einen Ausfall der Wettervorhersage sowie der Lieferung von Klima- und Umweltdaten zufolge – mit weitreichenden Konsequenzen für alle Bereiche, die auf verlässliche Wetter- und Umweltdaten angewiesen sind.

Ohne Erdbeobachtungssatelliten hätten wir keine präzise und lückenlose Wettervorhersage und keine globalen und kontinuierlichen Datenreihen über den Zustand und die Veränderung beziehungsweise Zerstörung unserer Erde und unseres Klimas – Stichwort Treibhausgase wie Ozon. Ebenso würden uns wichtige Informationen fehlen, um im Notfall – zum Beispiel bei Umweltkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Waldbränden für die Helfer schnell ein zuverlässiges Lagebild zu erstellen.

Raumfahrt in einem globalen Umfeld

Raumfahrt ist international eng vernetzt. Raumfahrt-Projekte sind Menschheitsprojekte – über die nationalen Grenzen hinweg. „Als Deutsche Raumfahrtagentur im DLR arbeiten wir eng mit Partnern in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt zusammen. Dies geschieht im Rahmen des nationalen Raumfahrtprogramms und mit den deutschen Beiträgen für die Europäische Weltraumagentur ESA sowie für die europäische Organisation zur Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT). Zudem sind wir Ansprechpartner für Raumfahrtthemen der Europäischen Union – vor allem für die zukünftige EU-Agentur EUSPA (European Union Agency for the Space Programme) und im kommenden EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe. Wir setzen uns dafür ein, dass wichtige Raumfahrtaufträge – national wie international – an deutsche Unternehmen vergeben werden, um Know-how und Innovationen in Deutschland zu stärken. Dabei haben wir vor allem auch Kleine und Mittlere Unternehmen sowie Start-ups im Blick“, betont Walther Pelzer, der auch Leiter der Deutschen Delegation bei der ESA ist.

Die Animation „Ein Tag ohne Raumfahrt“ finden Sie in Deutsch und Englisch auf dem youtube-Kanal der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.
Das 4k-Video steht auch als Cleanfeed zum Download bereit. Credit: German Space Agency at DLR.
Alle Neuigkeiten aus der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR auch auf Twitter über unseren Account @DLR_SpaceAgency - 100% Raumfahrt!

Kontakt
  • Elisabeth Mittelbach
    Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR, Grup­pen­lei­te­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-385
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
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  • Fabian Walker
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Stra­te­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 228 447-124
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