30. März 2022
Memorandum unterzeichnet

DLR und ZSW pla­nen Test- und In­no­va­ti­ons­zen­trum für Was­se­r­elek­tro­ly­se

DLR und ZSW haben ein Memorandum zum Bau eines gemeinsamen Test- und Innovationszentrums für Wasserelektrolyse unterzeichnet.
DLR und ZSW ha­ben ein Me­mo­ran­dum zum Bau ei­nes ge­mein­sa­men Test- und In­no­va­ti­ons­zen­trums für Was­se­r­elek­tro­ly­se un­ter­zeich­net.
Bild 1/3, Credit: ©DLR / Thomas Ernsting

DLR und ZSW haben ein Memorandum zum Bau eines gemeinsamen Test- und Innovationszentrums für Wasserelektrolyse unterzeichnet.

Ab 2023 soll das Zen­trum stan­dar­di­sier­te Prüf­ver­fah­ren und Zer­ti­fi­zie­run­gen für al­le Elek­tro­ly­se­tech­no­lo­gi­en als Dienst­leis­tung an­bie­ten.
DLR und ZSW bündeln Kompetenzen und jahrzehntelange Erfahrung.
DLR und ZSW bün­deln Kom­pe­ten­zen und jahr­zehn­te­lan­ge Er­fah­rung.
Bild 2/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

DLR und ZSW bündeln Kompetenzen und jahrzehntelange Erfahrung.

Ein ge­mein­sa­mes Elek­tro­ly­se-Prüf­zen­trum soll den Aus­bau von Elek­tro­ly­se­ka­pa­zi­tä­ten für die Her­stel­lung von „grü­nem“ Was­ser­stoff im in­dus­tri­el­len Maß­stab un­ter­stüt­zen.
Test- und Innovationszentrum für Wasserelektrolyse ElyLAB
Ab 2024 wird das Test- und In­no­va­ti­ons­zen­trum ElyLAB in die „Mo­dell­re­gi­on Grü­ner Was­ser­stoff“ in Stutt­gart ein­ge­bun­den.
Bild 3/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Ab 2024 wird das Test- und Innovationszentrum ElyLAB in die „Modellregion Grüner Wasserstoff“ in Stuttgart eingebunden.

Mit dem im Zen­trum ge­won­ne­nen Was­ser­stoff las­sen sich bei­spiels­wei­se die re­gio­na­le Au­to­mo­bil- und Zu­lie­fe­rer­in­dus­trie so­wie Mo­bi­li­täts- und Trans­port­dienst­leis­ter be­die­nen.
  • DLR und ZSW unterzeichnen Memorandum für ein gemeinsames Test- und Innovationszentrum für Elektrolyseure zur Gewinnung von Wasserstoff.
  • Standardisierte Prüfverfahren als Dienstleistung sollen Entwicklung und Bau von Elektrolyseanlagen bis in den Megawattmaßstab unterstützen.
  • Eine Machbarkeitsstudie klärt notwendige Rahmenbedingungen und identifiziert geeignete Standorte im Großraum Stuttgart.
  • Schwerpunkte: Energie, Energiespeicher, Energieeffizienz, Wasserstoff, Klimawandel

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) planen den Bau eines Test- und Innovationszentrums für Wasserelektrolyse. Beide Einrichtungen haben hierzu ein Memorandum unterzeichnet. Das gemeinsame Prüfzentrum ElyLAB soll Kompetenzen zu allen verfügbaren Elektrolysetechnologien unter einem Dach vereinen. DLR und ZSW bündeln damit ihre jahrzehntelange Erfahrung, Wasserstoff durch Elektrolyse zu gewinnen.

Test- und Innovationszentrum unterstützt Ausbau der Wasserstoffwirtschaft

Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik und das ZSW planen mit dem Test- und Innovationszentrum ElyLAB standardisierte Prüfverfahren für alle Elektrolysetechnologien zu etablieren. Ab 2023 wollen DLR und ZSW diese als Dienstleistung anbieten. Das Ziel ist, Entwicklungszeiten zu verkürzen, um den Umstieg auf Wasserstoff als Energieträger zu beschleunigen.

„Mit dem gemeinsamen Wissen und der Technologiebreite von DLR und ZSW wollen wir Industriepartner und Unternehmen unterstützen. Einheitliche Testprozeduren und Schnellalterungstests ermöglichen Bauteile und Systeme neutral zu bewerten und zu zertifizieren. Dies umfasst Materialanalysen, Komponententests bis zur praxisnahen Erprobung ganzer Systeme im Megawattbereich“, erklärt Prof. Andreas Friedrich vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik.

Künftiger Bedarf an „grünem“ Wasserstoff erfordert industriefähige Elektrolyseanlagen

Die wirtschaftliche Herstellung von „grünem“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien im industriellen Maßstab ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Um die Nationale Wasserstoffstrategie und den Green Deal der Europäischen Union umzusetzen, ist ein Ausbau der Elektrolysekapazitäten um rund einen Faktor 50 notwendig. Dies erfordert Elektrolyseanlagen mit Leistungen von mehreren Megawatt. Dafür werden industriefähige Materialien, Komponenten und Komplettsysteme benötigt. Herausfordernd sind dabei die Größe der Elektrolysemodule und deren industrielle Serienfertigung.

Für den industriellen Ausbau der Wasserstoffwirtschaft sind einheitliche Test- und technologieübergreifende Analysemöglichkeiten notwendig. „Bisher gibt es nur wenig Erfahrung, wie sich Elektrolyseure neutral bewerten lassen. Beispielsweise fehlen noch allgemein akzeptierte Verfahren, um die Alterung von Komponenten zu untersuchen“, erläutert Friedrich.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt das Kooperationsprojekt ElyLAB mit einer Machbarkeitsstudie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfassen die nötigen Randbedingungen für das Prüfzentrum und identifizieren geeignete Standorte im Großraum Stuttgart. Ergebnisse werden bis zur Jahresmitte erwartet.

Die Region Stuttgart ist „Modellregion Grüner Wasserstoff“

Teil der Studie ist zudem, das Testzentrum ab 2024 in Wasserstoffinfrastrukturen des Großraums Stuttgart einzubinden. Die Region Stuttgart wurde für das Förderprogramm „Modellregion Grüner Wasserstoff“ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der Europäischen Union ausgewählt. Dadurch lassen sich lokale Verteilernetze nutzen und regionale Abnehmer mit Wasserstoff bedienen. Dies umfasst beispielsweise die Automobil- und Zuliefererindustrie ebenso wie Mobilitäts- und Transportdienstleister.

Gebündelte Kompetenzen: Wasserstoff gewinnen, speichern und nutzen

In das Kooperationsprojekt ElyLAB fließen jahrzehntelange Erfahrungen des DLR und des ZSW ein. Das DLR ist in allen Bereichen der Wasserstoffforschung und entlang der ganzen Prozesskette aktiv – von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung. Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik forscht hierfür an hocheffizienten Wasserelektrolyseuren und Brennstoffzellen.

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  • Dr. Jens Mende
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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

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  • Prof. Dr.rer.nat. K. Andreas Friedrich

    In­sti­tut für Tech­ni­sche Ther­mo­dy­na­mik, Elek­tro­che­mi­sche Ener­gie­tech­nik
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