21. Juli 2022
Gemeinsame Forschung im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion

Be­such des Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt­me­di­zin der Luft­waf­fe im DLR

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Sicherheit
Gruppenbild der Delegation am Standort Braunschweig
Grup­pen­bild der De­le­ga­ti­on am Stand­ort Braun­schweig
Bild 1/2, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Gruppenbild der Delegation am Standort Braunschweig

An­ge­führt wur­de die acht­köp­fi­ge De­le­ga­ti­on vom Fach­ab­tei­lungs­lei­ter Ober­st­arzt Dr. Axel Höp­ner (r.). Die­ser ist ne­ben Dr. Ing­mar Eh­ren­pfordt (Zwei­ter v.r.), DLR- For­schungs­ge­biets­ko­or­di­na­tor De­fen­se Tech­no­lo­gy, Mit­glied des Len­kungs­aus­schus­ses in der Ko­ope­ra­ti­on. 
Vorführung des AR-Simulators
Vor­füh­rung des AR-Si­mu­la­tors
Bild 2/2, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Vorführung des AR-Simulators

Mit Hil­fe von Aug­men­ted Rea­li­ty wer­den wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen an den Pi­lo­ten wei­ter­ge­ge­ben. Vor­ge­führt wur­de dies in dem Si­mu­la­tor des In­sti­tuts für Flug­sys­tem­tech­nik, wel­cher auch auf der ILA Ber­lin 2022 aus­ge­stellt war.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Sicherheit, Kooperation

Vom 12. bis 14. Juli 2022 fand der Besuch einer Delegation des Zentrums für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe (ZentrLuRMedLw) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Braunschweig statt.

Anlass dazu war die in 2021 neu aufgelegten Kooperation zwischen dem ZentrLuRMedLw und dem DLR. Im Zuge des Auflebens der Kooperation erhält das DLR ab 2022 dauerhaft eine Millionen Euro zusätzliche Grundfinanzierung.

Die bestehende Kooperation zwischen dem operativ geprägten ZentrLuRMedLw und dem wissenschaftlich ausgerichteten DLR erhielt zu Beginn 2021 eine neue Geschäftsordnung für den Lenkungsausschuss, welches gleichzeitig den Auftakt für den Beginn neuer, gemeinsamer Forschungsaktivitäten zur zielorientierten Zusammenarbeit darstellte. Bei dem Zusammentreffen wurden Themen aus dem Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion von beiden Parteien präsentiert und diskutiert.

Beanspruchung von Pilotinnen und Piloten messbar machen

Bei Forschungsarbeiten zu den Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit geht es um die Messung der Beanspruchung der Pilotinnen und Piloten während des Flugs, um potentielle Überlastungsfälle zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zur Unterstützung einleiten zu können. Hierzu wird in der Kooperation ein miniaturisiertes Messystem entwickelt, welches die Messung physiologischer und physikalischer Daten in Echtzeit ermöglicht und unter unterschiedlichen Bedingungen sowohl simulatorgebunden als auch im realen Flugversuch getestet und validiert werden soll. Korrespondierend wurde das gemeinsame Vorhaben „m3i-wasp” (miniaturised and mobile measurement technology to increase and observe war fighter air systems performance) in 2021 gestartet. Mit diesem System wird der Belastungszustand der Pilotin oder des Piloten als limitierender Faktor der Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems dauerhaft gemessen, um zukünftig passende Unterstützungsfunktionen bereitzustellen.

Sichere Landung von Hubschraubern

Weitere Forschungsarbeiten befassen sich mit der Rotorblattspitzenbeleuchtung zur Hinderniswarnung mit dem Ziel, ein Landesystem zur Kompensation reduzierter Außensichten für die Unterstützung von Besatzung und Bodenpersonal zu entwickeln. Hierzu wurde das gemeinsame Vorhaben HALOW (Helicopter Blade Tip Lighting for Obstacle Warning) begonnen.

Fernführung von UAVs

Bei der Forschung zu virtuellen Realitäten und menschlichem Wohlbefinden erfolgt eine gemeinsame Untersuchung zur Fernführung von UAVs (engl.: Unmanned Aerial Vehicle) aus Luftfahrzeugen heraus. Die Forschungsarbeiten zu den entsprechenden Anforderungsprofilen von UAV-Operateuren wurden ebenfalls vorgestellt und diskutiert.

In der Kooperation erfolgt die konsequente Weiterentwicklung mit dem Fokus auf der Nutzbarmachung innovativer, transdisziplinärer Forschungserkenntnisse zur Schließung der Wirkungskette von der Feststellung eines Bedarfs bis hin zur praktischen Nutzung. Dabei übernimmt das DLR den Teil der grundlegenden Forschung mit Ausrichtung auf die Belange des ZentrLuRMedLw. Dieses nimmt dann die Ergebnisse, welche im Wesentlichen vom DLR generiert werden auf, um daraus dann Systeme bis hin zur Produktreife weiter zu entwickeln. Hierbei begleitet das DLR weiterhin die Arbeiten des ZentrLuRMedLw. Es bleiben beide Partner im Gesamtprozess über den gesamten Zeitraum eingebunden, um die gemeinsamen Ressourcen effizient nutzen zu können und zeitnah zu konkreten Ergebnissen zu kommen.

Der überwiegende Anteil der Delegation wird im Herbst 2022 bzw. im Frühjahr 2023 gemeinsam mit dem DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin das neue Gebäude am Standort Köln beziehen.

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  • Andreas Schütz
    Lei­tung Pres­se, Pres­se­spre­cher
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

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    Telefon: +49 2203 601-2474
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
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  • Ingmar Ehrenpfordt
    For­schungs­ge­biets­ko­or­di­na­tor De­fen­se Tech­no­lo­gy
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

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