12. August 2022
DLR unterstützt Berliner Feuerwehr bei Brandbekämpfung im Grunewald

Prä­zi­se Luft­bild­da­ten in Echt­zeit für die La­ge­be­ur­tei­lung

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Das eingebaute Kamerasystem MACS-nano
Das ein­ge­bau­te Ka­me­ra­sys­tem MACS-na­no
Bild 1/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Das eingebaute Kamerasystem MACS-nano

Das Ka­me­ra­sys­tem MACS-na­no wur­de im DLR-In­sti­tut für Op­ti­sche Sen­sor­sys­te­me ent­wi­ckelt. An Bord ei­ner Droh­ne be­flog MACS-na­no am 9. Au­gust 2022 zwei­mal das 141 Hekt­ar große Ein­satz­ge­biet im Ber­li­ner Gru­ne­wald. 
Vor dem Start
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Bild 2/3, Credit: Berliner Feuerwehr

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Beim Ein­satz im Ber­li­ner Gru­ne­wald nahm das Ka­me­ra­sys­tem MACS-na­no rund 2.600 Ein­zel­bil­der auf. Da­bei wur­de das ge­sam­te Ge­biet mit ei­ner Bo­den­auf­lö­sung von 1,5 Zen­ti­me­tern er­fasst.
MACS-nano an Bord einer Drohne des Typs Vector von Quantum-Systems GmbH
MACS-na­no an Bord ei­ner Droh­ne des Typs Vec­tor von Quan­tum-Sys­tems GmbH
Bild 3/3, Credit: Berliner Feuerwehr

MACS-nano an Bord einer Drohne des Typs Vector von Quantum-Systems GmbH

Die qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und vor al­lem groß­flä­chi­ge Kar­tie­rung des Scha­dens­ge­bie­tes in Echt­zeit half der Ber­li­ner Feu­er­wehr der Be­ur­tei­lung des Brand­ge­sche­hens und wei­te­rer ge­fähr­de­ter Be­rei­che.
  • DLR unterstützt Berliner Feuerwehr bei der Lageaufklärung zur Brandbekämpfung im Grunewald.
  • Kamerasystem MACS-nano kartierte das 141 Hektar große Gebiet und lieferte die Bilddaten in Echtzeit an die Einsatzleitung der Feuerwehr.
  • Schwerpunkt: Sicherheitsforschung

Auch mehrere Tage nach Ausbruch eines Feuers im Berliner Grunewald dauerten die Löscharbeiten noch immer an. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützte die Berliner Feuerwehr bei der Lageaufklärung zur Brandbekämpfung.

Am Dienstagmorgen, 9. August 2022, kontaktierte die Feuerwehr das Helmholtz Innovation Lab OPTSAL (Optical Technologies for Situational Awareness Lab) am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme in Berlin und bat um Unterstützung zur Lageaufklärung.

Kurze Zeit später war das OPTSAL DroneOps-Team vor Ort und beflog mit dem am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme entwickelten Kamerasystem MACS-nano, an Bord einer Drohne des Typs Vector von Quantum-Systems GmbH, zweimal das 141 Hektar große Einsatzgebiet. Es wurden rund 2.600 Einzelbilder aufgenommen und in Echtzeit verarbeitet.

Dabei wurde das gesamte Gebiet mit einer Bodenauflösung von 1,5 Zentimetern erfasst. Die Luftbilddaten wurden zugleich direkt an den Stab und die Einsatzleitung der Feuerwehr weitergeleitet. Dort konnten über das Führungsunterstützungssystem CommandX von Eurocommand GmbH die Daten von der Einsatzleitung verarbeitet und ausgelesen werden. Diese qualitativ hochwertige und vor allem großflächige Kartierung des Schadensgebietes in Echtzeit half der Berliner Feuerwehr der Beurteilung des Brandgeschehens und weiterer gefährdeter Bereiche.

Institut für Optische Sensorsysteme

Das DLR-Institut für Optische Sensorsysteme erforscht und entwickelt aktive und passive optische Sensorsysteme für die Raumfahrt, für fliegende Plattformen und für robotische Systeme. Es beteiligt sich an der wissenschaftlichen Nutzung der mit diesen Systemen gemessenen Daten und ist mit seinen Kernkompetenzen in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Kooperationen eingebunden. Unsere Vision besteht in der Entwicklung autonomer optischer Sensorsysteme in Analogie und Erweiterung der visuellen menschlichen Wahrnehmung.

DLR Sicherheits- und Verteidigungsforschung

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als fünfundzwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

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