25. Oktober 2022
Raumfahrtkonferenz 2022

Wir sind FU­TU­RE­SPACE – Di­gi­ta­li­sie­rung und pri­va­ter Wett­be­werb sor­gen für Schub in der Raum­fahrt

Raumfahrtkonferenz 2022
Die Raum­fahrt­kon­fe­renz 2022 stand un­ter dem Mot­to „Wir sind FU­TU­RE­SPACE“
Bild 1/7, Credit: DLR

Die Raumfahrtkonferenz 2022 stand unter dem Motto „Wir sind FUTURESPACE“

Rund 250 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer be­such­ten den Kon­gress am 24. Ok­to­ber im Stutt­gar­ter Haus der Wirt­schaft.
Raumfahrtkonferenz 2022
Dr. Ni­co­le Hoff­meis­ter-Kraut, Mi­nis­te­rin für Wirt­schaft, Ar­beit und Tou­ris­mus Ba­den-Würt­tem­berg, be­grüß­te die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Raum­fahrt­kon­fe­renz 2022
Bild 2/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Raumfahrtkonferenz 2022

Das DLR, die DGLR, die Uni­ver­si­tät Stutt­gart, das Fo­rum für Luft- und Raum­fahrt Ba­den-Würt­tem­berg und das Mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Ar­beit und Tou­ris­mus Ba­den-Würt­tem­berg führ­ten den Kon­gress ge­mein­sam durch.
Raumfahrtkonferenz 2022
Prof. Dr. Ste­fa­nos Fa­sou­las (rechts) vom In­sti­tut für Raum­fahrt­sys­te­me der Uni­ver­si­tät Stutt­gart und Prof. Dr. Heinz Vog­gen­rei­ter (links) vom DLR-In­sti­tut für Bau­wei­sen und Struk­tur­tech­no­lo­gie ver­mit­tel­ten ein Bild des ra­sant wach­sen­den, in­ter­na­tio­na­len Raum­fahrt­markts New Space
Bild 3/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Prof. Dr. Stefanos Fasoulas (rechts) vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart und Prof. Dr. Heinz Voggenreiter (links) vom DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie vermittelten ein Bild des rasant wachsenden, internationalen Raumfahrtmarkts New Space

Ba­den-Würt­tem­berg hat als Raum­fahrt­land Num­mer 1 in Deutsch­land bes­te Vor­aus­set­zun­gen, um sub­stan­zi­ell an die­ser Ent­wick­lung zu par­ti­zi­pie­ren. Hoch­ran­gi­ge Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Po­li­tik, For­schung und In­dus­trie so­wie der Start-up-Sze­ne ha­ben auf der Raum­fahrt­kon­fe­renz den Weg dort­hin er­ör­tert.
Raumfahrtkonferenz 2022
Dr. Walt­her Pel­zer, DLR-Vor­stands­mit­glied und Lei­ter der Deut­schen Raum­fahr­t­agen­tur im DLR, be­ton­te das gi­gan­ti­sche Po­ten­zi­al in der glo­ba­len Raum­fahrt­öko­no­mie
Bild 4/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, betonte das gigantische Potenzial in der globalen Raumfahrtökonomie

Ver­stärkt in Raum­fahrt und neue Ge­schäfts­mo­del­le zu in­ves­tie­ren sei ei­ne Grund­la­ge un­se­res Wohl­stands.
Raumfahrtkonferenz 2022
Der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kretsch­mann hob die Rol­le Ba­den-Würt­tem­bergs als Raum­fahrt­land Num­mer 1 in Deutsch­land her­vor.
Bild 5/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hob die Rolle Baden-Württembergs als Raumfahrtland Nummer 1 in Deutschland hervor.

In sei­nem Vor­trag „The Or­bit-LÄND“ stell­te er die Raum­fahrt­stra­te­gie des Lan­des vor.
Raumfahrtkonferenz 2022
Die Ko­or­di­na­to­rin der Bun­des­re­gie­rung für die Deut­sche Luft- und Raum­fahrt, Dr. An­na Christ­mann, sprach über die New-Space-Kul­tur in Deutsch­land
Bild 6/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, sprach über die New-Space-Kultur in Deutschland

Sie skiz­zier­te We­ge zum Brücken­schlag zwi­schen Po­li­tik und Raum­fahrt­com­mu­ni­ty.
Raumfahrtkonferenz 2022
Dr. An­ke Pa­gels-Kerp, DLR-Be­reichs­vor­stän­din für Raum­fahrt, un­ter­strich die Rol­le der DLR-Raum­fahrt­for­schung als Teil des Raum­fahrt­öko­sys­tems.
Bild 7/7, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin für Raumfahrt, unterstrich die Rolle der DLR-Raumfahrtforschung als Teil des Raumfahrtökosystems.

DLR und Wirt­schaft ar­bei­ten eng zu­sam­men, um neue Ide­en für die Raum­fahrt zu ent­wi­ckeln.
  • Im Mittelpunkt der Raumfahrtkonferenz 2022 stand der globale Wandel der Raumfahrt durch Digitalisierung und privaten Wettbewerb.
  • Start-ups treiben die kommerzielle Nutzung des Weltraums voran. Dadurch entsteht ein hochdynamischer und profitabler Markt.
  • Vorträge und Diskussionen zeigten die Herausforderungen des „New Space“ für die deutsche Raumfahrtbranche.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Digitalisierung

In der Raumfahrt herrscht Goldgräberstimmung. Immer mehr private Unternehmen nutzen den Weltraum für kommerzielle Geschäftsideen. Wie dieser New-Space-Trend die Raumfahrt verändert, stand im Mittelpunkt der Raumfahrtkonferenz 2022. Unter dem Motto „Wir sind FUTURESPACE“ trafen sich am 24. Oktober in Stuttgart rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Raumfahrtforschung und -industrie sowie Politik. In Vorträgen und Diskussionen sprachen sie darüber, was New Space antreibt und wie durch Digitalisierung und privaten Wettbewerb neue Technologien entstehen.

Zu Gast waren unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt Dr. Anna Christmann.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), die Universität Stuttgart, das Forum für Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg (LR BW) und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg haben den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress gemeinsam durchgeführt.

New Space verbindet IT und Raumfahrt

Digitale Technologien und Dienste sind in der globalen Kommunikation, im Handel und in der Mobilität heute selbstverständlich. Mit innovativen Geschäftsideen gehen private Unternehmen und Start-ups einen Schritt weiter. Im New Space verbinden sie digitale Informationstechnologien mit der Raumfahrt. Ziel ist es, den Weltraum kommerziell zu nutzen.

Viele Geschäftsmodelle von New-Space-Unternehmen setzen auf bestehende und künftige Satellitendienste. Die Datenübertragung per Satellit wird zur Dienstleistung für ein weltumspannendes Internet, Streamingdienste oder ein Internet of Things. Schwärme von vielen tausend, kleinen und kostengünstigen Satelliten sollen die riesigen Datenmengen weltweit transportieren.

Vom Unikat zum Satellitenschwarm

Wie New Space die Raumfahrtbranche verändert, stand im Mittelpunkt des ersten Teils der Raumfahrtkonferenz. Vorträge und Diskussionen gaben einen Einblick, was Deutschland tun muss, um weiterhin eine Vorreiterrolle zu spielen. Disruptive Geschäftsideen, schnellere Technologie-Entwicklungen sowie kürzere Innovations- und Produktzyklen stellen beispielsweise neue Anforderungen an den Satellitenbau – weg von zeit- und kostenintensiven Unikaten, hin zur agilen Entwicklung und Serienfertigung von günstigen Kleinsatelliten.

„Seit 2015 ist die globale Raumfahrtökonomie pro Jahr um 5,6 Prozent gewachsen, das ist mehr als doppelt so stark wie die Weltwirtschaft insgesamt. Sowohl das wirtschaftliche Potenzial von Raumfahrt als auch ihre Möglichkeiten, aktuellen Herausforderungen zu begegnen, sind gigantisch“, betonte Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, in seinem Eingangsstatement. „Wichtig bleibt, dass wir uns langfristig gut aufstellen. Denn unser Wohlstand basiert auf Know-how und Technologie. Deshalb müssen wir verstärkt in Raumfahrt investieren und neue Geschäftsmodelle ermöglichen“.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, stellte die Raumfahrtstrategie des Landes vor. In seinem Vortrag „The Orbit-LÄND Baden-Württemberg: Luft- und Raumfahrt in der Transformation“ hob er mit Blick auf Industrie, Forschung und Ausbildung die Rolle Baden-Württembergs als Raumfahrtland Nummer 1 in Deutschland hervor.

Quo vadis Raumfahrt Deutschland?

Im zweiten Teil der Tagung präsentierten baden-württembergische Start-ups und mittelständische Unternehmen ihre Projekte, Motivationen und Wege. Sie sprachen über Herausforderungen und machten Vorschläge, wie sich eine New-Space-Kultur in Deutschland besser fördern lässt. Dazu beleuchtete Dr. Anna Christmann in ihrem Vortrag „New Space Germany - Quo Vadis?“, wie der Brückenschlag zwischen Forschung, Startups und Industrie gelingt.

Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, unterstrich die Rolle der DLR-Raumfahrtforschung als Teil des Raumfahrtökosystems am Beispiel der DLR-Standorte in Baden-Württemberg. „Ob in der Kommunikation und Navigation, bei Trägerkomponenten oder Orbitalantrieben oder auch in den Quantentechnologien – unsere Ideen entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft. Dass wir am Puls des Raumfahrtmarktes forschen, davon zeugen auch die schon erfolgreichen und die neuen Ausgründungen aus unseren DLR-Instituten.“

Satellitenarchitektur made in Baden-Württemberg

Bei der Veranstaltung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt durfte der Blick auf Raumfahrtprojekte im Südwesten nicht fehlen. Schwerpunkte waren Architekturen für künftige Schwarmsatelliten, virtuelle Entwicklung und standardisierte Bauweisen für die Serienproduktion.

Hierzu forscht das DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie in Stuttgart an hochbelastbaren Hightech-Materialien, innovativen Antriebstechnologien sowie wirtschaftlichen Produktionsverfahren, beispielsweise im 3D-Druck. Dazu entwickeln die DLR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler virtuelle Designverfahren. Diese ermöglichen ganzheitliche Systemanalysen und digitale Testläufe vor dem Start. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Komponenten oder ganze Satelliten später im All ausfallen.

Dabei hat das DLR stets die Nachhaltigkeit im Blick. Dies betrifft die ressourcenschonende Herstellung von Raumfahrttechnik ebenso wie die Beobachtung, Beseitigung und Vermeidung von Weltraumschrott.

Bis 2040 verzehnfacht sich der Satellitenmarkt

Aktuelle Marktanalysen gehen davon aus, dass der Satellitenmarkt bis zum Jahr 2040 auf 2.700 Milliarden US-Dollar anwächst. Das entspricht dem zehnfachen Volumen der globalen Automobilindustrie im Jahr 2020. Dank ihres systemischen Technologieportfolios sehen die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer die baden-württembergische Raumfahrtbranche in einer starken Position für den New Space.

Kontakt
  • Dr. Jens Mende
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Stutt­gart und Ulm
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Kom­mu­ni­ka­ti­on und Pres­se
    Telefon: +49 711 6862-229
    Fax: +49 711 6862-636
    Pfaffenwaldring 38-40
    70569 Stuttgart
    Kontaktieren
  • Maike Busch
    In­sti­tuts­kom­mu­ni­ka­ti­on Bau­wei­sen und Struk­tur­tech­no­lo­gie
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Bau­wei­sen- und Struk­tur­tech­no­lo­gie
    Mar­ke­ting
    Telefon: +49 711 6862-8182
    Pfaffenwaldring 38-40
    70569 Stuttgart
    Kontaktieren
DLR-Pressemitteilungen

Newslet­ter

Blei­ben Sie auf dem Lau­fen­den und abon­nie­ren Sie den DLR-Newslet­ter mit Ar­ti­keln der DLR-Re­dak­ti­on in deut­scher und eng­li­scher Spra­che.

Neueste Nachrichten

Hauptmenü