ACT/FHS-Versuchsanlage

Experimentalsystem
Experimentalsystem
Bild 1/2, Bild: DLR (CC-BY 3.0).

Experimentalsystem

Das Experimentalsystem im ACT/FHS besteht aus mehreren Computersystemen, umfangreicher Experimentalsensorik und zwei Bedienstationen für die Crew.

Fly-by-Wire/Fly-by-Light
Fly-by-Wire/Fly-by-Light
Bild 2/2, Bild: DLR

Fly-by-Wire/Fly-by-Light

Der Fliegende Hubschrauber Simulator (ACT/FHS) verfügt über eine Fly-by-Wire/Fly-by-Light-Steuerung. Durch sein mit voller Autorität über ein Computersystem ansteuerbares Steuerungssystem kann der ACT/FHS das Flugverhalten anderer Hubschrauber simulieren.

Bei der Großanlage des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik in Braunschweig handelt es sich um einen „Fliegenden Hubschrauber-Simulator“(FHS) um eine Active Control Technology (ACT), die über eine Fly-by-Light-Steuerung erfolgt: Statt Steuerstangen übertragen nun elektrische Kabel und Glasfaser-Lichtleitkabel die Steuerkommandos.

Fliegender Hubschrauber-Simulator testet neueste Technik

Im Hubschrauber-Simulator AVES des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden Flugversuche mit einem Duplikat der Anlage vorbereitet. Die Flugversuche werden in einer Bodenstation durch Telemetrieanbindung zum Hubschrauber hautnah begleitet und ermöglichen unter anderem Signalerfassung und -verteilung, Datenspeicherung und Telemetrie, experimentelle Regelung und Anzeigen. Die erflogenen Daten stehen eine Stunde nach dem Flug zur Auswertung bereit und werden archiviert. Die Fly-by-Light-Steuerung ist ein bahnbrechend neues System, bei dem im Gegensatz zu Fly-by-Wire die Steuersignale zwischen den Bedienelementen, dem Flugführungsrechner und den Stellantrieben für die Rotorblattsteuerung nicht elektrisch, sondern optisch über Lichtwellenleiter übertragen werden

Die Vorteile gegenüber der elektrischen Datenübertragung liegen in der hohen Übertragungsbandbreite, der großen Betriebszuverlässigkeit sowie in einem geringen Gewicht. FHS ist weltweit der erste Hubschrauber mit diesem Steuerungssystem. Eine umfangreiche Ausrüstung mit Sensoren und Anlagen zur Datenaufzeichnung und -verarbeitung an Bord dient der Aufzeichnung der Daten aus den Flugversuchen. Diese stehen den Nutzern und Ingenieuren für die Analyse sowohl an Bord als auch - über Telemetrie - am Boden zur Verfügung. Als anerkannter Entwicklungsbetrieb ist das DLR berechtigt, auch experimentelle Änderungen an dem Luftfahrzeug ACT/FHS vorzunehmen und diese freizugeben. Mit dem Fliegenden Hubschrauber-Simulator bietet das DLR zur Flugerprobung eine flexible und zugleich sichere Versuchsumgebung.

Kontakt
  • Volker Speelmann
    Leitung Zentrales Investitionsmanagement
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-4103
    Fax: +49 2203 601 4115
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Dr. Carl-Henrik Oertel
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Flugsystemtechnik
    Telefon: +49 531 295-2710
    Lilienthalplatz  7
    38108 Braunschweig
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