Ae­roakus­ti­scher Wind­ka­nal Braun­schweig (AWB)

Aeroakustischer Windkanal Braunschweig (AWB)
Ae­roakus­ti­scher Wind­ka­nal Braun­schweig (AWB)
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Aeroakustischer Windkanal Braunschweig (AWB)

Der nied­ri­ge Hin­ter­grund­ge­räusch­pe­gel und die schall­ab­sor­bie­ren­de Aus­klei­dung des Mess­raums er­mög­li­chen un­ter­schied­lichs­te strö­mungs­akus­ti­sche Mes­sun­gen an klei­nen Mo­del­len.
Geräuscharmer Windkanal
Ge­räusch­ar­mer Wind­ka­nal
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Geräuscharmer Windkanal

Der Ka­nal ist seit sei­ner Ent­ste­hung 1976 als lei­ser Ae­ro-Akus­tik­ka­nal aus­ge­legt. Sein Frei­strahl durch­strömt ei­nen großen, re­fle­xi­ons­ar­men Mess­raum bis hin­ab zu 200 Hz. Mes­sun­gen wer­den mit­hil­fe von Mi­kro­fo­num­ge­bun­gen ge­tä­tigt.

Im DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, der Abteilung Technische Akustik, am Standort Braunschweig, erforschen Wissenschaftler Umströmungsschallquellen, um zukünftig Transportflugzeuge aber auch Windenergieanlagen leiser werden zu lassen. 

Geräuscharmer Windkanal

Die Erforschung von Umströmungsschallquellen und die Entwicklung von Maßnahmen zur Lärmminderung spielen für den Entwurf zukünftiger Transportflugzeuge eine große Rolle. Um die einzelnen Entwicklungsstufen bei diesem Forschungsvorhaben testen zu können,  bedarf es daher speziellen Testeinrichtungen für strömungsakustische Untersuchungen.

Mit dem AWB verfügt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über einen leisen Windkanal, der die sehr geräuscharme Erzeugung eines Luftstroms von bis zu 60 m/s Geschwindigkeit ermöglicht. In einem solchen Luftstrom lässt sich ein aerodynamisch induzierter Schall hinsichtlich seiner Quellen und deren Abstrahlung vermessen.

Sein Freistrahl durchströmt einen großen, reflexionsarmen Messraum (untere Grenzfrequenz etwa 200 Hz für Breitbandlärm). Die Strahldüse besitzt einen rechteckigen Querschnitt von 1200 mm x 800 mm (Höhe x Breite). Eine zusätzliche Druckluftversorgung ermöglicht die akustische Untersuchung von Strahlströmungen und deren Wechselwirkung mit Flügeln. Der Aeroakustische Windkanal ist mit einem Kollektor ausgerüstet, der es ermöglicht, auch stark abgelenkte Strömungen, wie sie z.B. durch Hochauftriebssysteme erzeugt werden, vollständig aufzunehmen.

Forschungswerkzeug, um Lärm auf die Spur zu kommen

Die Anlage ist in ihrer Art – Größe, Kosten und aero-akustische Auslegung – europaweit einmalig und dient hauptsächlich als tägliches "Forschungswerkzeug" der Abteilung Technische Akustik (TEA) des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik. Es werden darüber hinaus aero-akustische Untersuchungen im Rahmen nationaler oder europäischer Förderprojekte durchgeführt. Direkte Dienstleistungen für Kunden aus der Industrie sind möglich.

Die Großanlage dient also vorwiegend dazu, Lärmquellmechanismen zu ermitteln, Konzepte zur Lärmreduzierung an Komponenten zur erproben und Validierungsexperimente für neue Simulations- und Rechenverfahren durchzuführen. Damit bietet der AWB eine einzigartige Basis für spezielle Akustik-Messungen und zugleich eine optimale Ergänzung zu Großwindkanälen.

Kontakt
  • Volker Speelmann
    Lei­tung Zen­tra­les In­ves­ti­ti­ons­ma­na­ge­ment
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-4103
    Fax: +49 2203 601 4115
    Linder Höhe
    51147 Köln
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  • Prof. Dr. Jan Werner Delfs
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Ae­ro­dy­na­mik und Strö­mungs­tech­nik
    Telefon: +49 531 295-2170
    Fax: +49 531 295-2320
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Stephan-Michael Pott-Pollenske
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Ae­ro­dy­na­mik und Strö­mungs­tech­nik
    Telefon: +49 531 295-2889
    Fax: +49 531 295-2894
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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