16. März 2015

CeBIT 2015: Bundesinnenminister de Maizière zu Gast beim DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt vom 16. bis 20. März 2015 auf der IT-Messe CeBIT seinen ZKI-DE (ZKI-DE) vor: Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) stellt den Nutzern Satellitendatenanalysen nach Bedarf zur Verfügung – für humanitäre Hilfsaktivitäten, für die zivile Sicherheit und bei Naturkatstrophen. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat den ZKI-Messestand am Eröffnungstag besucht und sich über die neuesten Entwicklungen informiert.

Am interaktiven Lagetisch überzeugte sich der Minister von den Anwendungen von morgen: Auf dem großen Touchscreen lassen sich spielerisch zum Beispiel unterschiedliche Satellitenbildkarten und komplexe Analysen ein- und ausblenden – eine Wischbewegung oder ein Fingertipp genügt. Ein Datenformat, das vom ZKI auch für mobile Endgeräte optimiert wird. Gerade Einsatzkräfte können dann unterwegs auf sämtliche Informationen zugreifen.

Ein weiteres Interesse von Bundesinnenminister de Maizière galt den Entwicklungstransfers am ZKI. Denn die Forschungsergebnisse aus der Krisen-Fernerkundung können auch in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung genutzt werden. Im Auftrag des Bundesinnenministeriums entwickelt das ZKI in Kooperation mit behördlichen Einrichtungen hierzu besondere Anwendungen und Verfahren.

Im Gespräch mit dem Minister hält Dr. Hubert Reile, Programmdirektor Raumfahrt des DLR, fest: "Der ZKI-DE Dienst wird gut angenommen und wir werden uns darauf konzentrieren auch weiterhin die Fernerkundung durch engen Nutzerkontakt und innovative Lösungen in der öffentlichen Verwaltung zu verankern. Das ZKI ist damit eine Erfolgsgeschichte für die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Dienststellen und Raumfahrtforschung."

Am Nachmittag empfing das DLR Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik. Bei der Standführung konnte sie sich so persönlich ein Bild vom ZKI-DE Service machen.

ZKI-Service für Bundesbehörden

Das DLR-Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation ist seit 2013 als Service für Bundesbehörden tätig (ZKI-DE), im Rahmen einer einzigartigen Bundesministerium des Inneren (BMI) (BMI). So gehören zu den Nutzern unter anderem die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK - Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist als erste nicht-behördliche Organisation beteiligt und kann ebenfalls Informationsprodukte anfordern: Das ZKI ist rund um die Uhr einsatzbereit.

"Wir haben einen höchst effektiven Dienst entwickelt, den wir über die kommenden Jahre ergänzen und fortwährend den sich stetig wandelnden Nutzeranforderungen anpassen werden", so Dr. Tobias Schneiderhan, Leiter des ZKI.

Wie der Auftritt auf der CeBIT zeigt, ist das Leistungsangebot des ZKI nicht nur auf Krisenfälle beschränkt. Neben dem Regelbetrieb und der Produktentwicklung führen die Experten außerdem individuelle Beratungen und Schulungen durch, um die Möglichkeiten dieser Technologie dem Nutzer näher zu bringen. Dank der engen Verzahnung von Forschung und Entwicklung des DLR in Oberpfaffenhofen bietet das ZKI einen innovativen Service.

Die Ausstellungsfläche des ZKI befindet sich auf dem Gemeinschaftstand des BMI (Halle 7, Stand A58).

Verwandte Links

Kontakt

Bernadette Jung

Presseredaktion
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation
Münchener Straße 20, 82234 Weßling
Tel: +49 8153 28-2251

Dr. Tobias Schneiderhan

Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI), Leitung

Dr. Monika Gähler

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum
Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)
Münchener Straße 20, 82234 Weßling