10. September 2015

Landtagsabgeordneter Claus Schmiedel besucht das DLR Stuttgart

Technologien für das Auto von Morgen, Wärmespeicher für die Energiewende sowie Hightech-Strukturen aus Hochleistungskunststoffen standen im Fokus des Besuchs des baden-württembergischen Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Claus Schmiedel am Standort Stuttgart des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 10. September 2015. Auf einem Rundgang durch die Labore und Versuchsanlagen gaben die DLR-Forscher dem Landtagsabgeordneten Schmiedel einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr. Mit seinen mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört der DLR-Standort Stuttgart zu den großen Akteuren der baden-württembergischen Forschungslandschaft.

Schicht für Schicht zum Hightech-Bauteil

Extrem leichte und gleichzeitig sehr schadenstolerante Bauteile aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen sind von großem Interesse für die Industrie – für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt genauso wie im Automobilbereich. Am Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie zeigten die DLR-Wissenschaftler dem Landtagsabgeordneten, wie mit Hilfe eines Tapelegers die Herstellung solcher Bauteile automatisiert und damit effizienter gestaltet werden kann. Dazu legt ein Roboterarm das Tape genannte Materialband aus faserverstärktem Kunststoff auf einer Form ab und baut so Schicht für Schicht die gewünschte Struktur auf.

Leichtbau und innovative Energiewandler im Auto der Zukunft

Am DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte arbeiten die DLR-Forscher im Metaprojekt "Next Generation Car" (NGC) unter anderem an neuartigen Leichtbaukonzepten, um die Fahrzeuge von morgen leichter und gleichzeitig noch sicherer zu machen. Als Beispiel präsentierten sie Claus Schmiedel das Projekt „NGC Safe Light Regional Vehicle“– ein kleiner Zweisitzer, der sich ideal als Einstiegauto für eine junge Zielgruppe eignen würde. Alternative Energiewandler bilden einen weiteren Schwerpunkt des Instituts. Um Energie in Fahrzeugsystemen möglichst effizient zu nutzen, arbeiten die DLR-Ingenieure unter anderem an thermoelektrischen Generatoren. Diese wandeln einen Teil der beim Verbrennungsvorgang entstehenden Abwärme in Strom um.

Wärmespeicher für die Energiewende

Die am DLR-Institut für Technische Thermodynamik betriebene Versuchsanlage „HOTREG“ war die letzte Station auf dem Rundgang. Mit Hilfe dieser weltweit einmaligen Anlage testen die Stuttgarter Wissenschaftler unterschiedliche Materialien auf ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern und erforschen Konzepte zur Auslegung von Wärmespeichern. Technisch und wirtschaftlich attraktive Speicherlösungen werden im Energiesystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wenn es beispielsweise darum geht, Schwankungen bei der Stromversorgung aus Sonnen- und Windkraft auszugleichen.

Das DLR in Baden-Württemberg

Im Südwesten ist das DLR mit sieben Instituten an den beiden Standorten Stuttgart und Lampoldshausen vertreten und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Forschungsschwerpunkte der sechs in Stuttgart ansässigen Institute sind: Hochleistungsstrukturen aus faserkeramischen, polymeren und hybriden Verbundwerkstoffen, innovative Fahrzeugkonzepte für Straße und Schiene, Lasersystementwicklung, Technologien für das Speichern und Wandeln von Energie, Gasturbinen und technische Verbrennungsprozesse sowie die Entwicklung von Receivern für solarthermische Kraftwerke.

Kontakt

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Presseredaktion
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Dr. Anke Kovar

Leitung der Standorte Stuttgart, Lampoldshausen und Ulm
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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