Parallaxen-Messungen an nahen Sternen

Parallaxen-Messungen an nahen Sterne
Parallaxen-Messungen an nahen Sternen
Anhand der graphischen Illustration wird deutlich, wie New Horizons die Basis für die Stellarparallaxe, d.h. für die astronomisch-trigonometrische Bestimmung der Entfernung zu Fixsternen, effektiv vergrößert hat. Bei erdgebundenen Messungen steht dem Beobachter im Abstand von 182 Tagen lediglich eine maximale Basislänge von zwei Astronomischen Einheiten (1 AE = 150 Millionen Kilometer) zur Verfügung, entsprechend klein sind die gemessenen Winkel und die scheinbare Ortsveränderung entlang der unterschiedlichen Sehstrahlen. Durch New Horizons wurde die Basislänge auf 47 AE ausgedehnt; demzufolge ist die scheinbare Positionsänderung eines nahen Sterns in Bezug auf weit entfernte Hintergrundsterne größer und auffälliger. Dennoch ergeben die herkömmlichen Parallaxenmessungen bisher eine bessere Genauigkeit, weil die Zahl der Beobachtungen an den einzelnen Sternen höher ist. Die höchsten Genauigkeiten der Entfernungsbestimmung werden derzeit mit dem Gaia-Astrometrie-Satelliten der ESA erzielt, der die Sterne der Milchstraße vom Lagrangepunkt L 2 aus observiert.
Credit:

NASA/JHU-APL/SRI

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