Philaes Magnetometer-Aufzeichnungen an TD2

Philaes Magnetometer-Aufzeichnungen an TD2
Philaes Magnetometer-Aufzeichnungen an TD2
Das von der Technischen Universität Braunschweig für die Rosetta-Mission entwickelte hochempfindliche Magnetometer ROMAP war während des Abstiegs von Philae vom Orbiter zur Kometenoberfläche angeschaltet. Es zeichnete über den ersten Bodenkontakt hinaus bis zum endgültigen Stillstand der Sonde mit einem knapp einen halben Meter langen Messstab kontinuierlich die (sehr schwachen) Magnetfelddaten in drei Achsenrichtungen (Magnetfeldkomponente in x-Richtung = blau, y = orange, z = grau) auf. Die Skala links gibt die Größe der magnetischen Flussdichte in der Einheit Nanotesla an, zum Vergleich: das interstellare Medium hat eine Magnetfeldstärke von bis zu 10 Nanotesla, das Erdmagnetfeld hat in Deutschland etwa den fünftausendfachen Wert. Aus den Messungen ließ sich zum einen sekundengenau der Verlauf des holprigen Weiterflugs von Philae nach dem ersten Aufsetzen rekonstruieren, nun aber auch der lange gesuchte „Touchdown-Punkt 2“ (TD2) aus den Daten ableiten – und zwar in allen Details (siehe auch andere Bilder, Graphiken und Animationen). Die untere Skala gibt die Uhrzeit der Ereignisse in UT an (MEZ minus eine Stunde): Die Vorgänge an TD2 haben wegen der extrem geringen Gravitation auf 67P mehr als zwei Minuten gedauert, ehe Philae an TD3 wenig später zur endgültigen Ruhe kam.
Credit:

ESA/Rosetta/Philae/ROMAP

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