Hochfliegende unbemannte Plattform HAP-alpha

Visualisierung des finalen HAP-alpha-Designs
Die Hochfliegende unbemannte Plattform HAP-alpha absolvierte einen etwa 70-minütigen Flug am 2. September 2026 über dem Flughafen Cochstedt und erreichte dabei Höhen von bis zu 180 Metern über Grund. Das unbemannte Fluggerät soll später in der Lage sein, in die untere Stratosphäre (etwa 20 Kilometer Höhe) aufzusteigen.

Die hochfliegende unbemannte Plattform HAP-alpha ist ein solarbetriebenes Höhenflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Im Verbundprojekt von 16 DLR-Instituten und -Einrichtungen wurde es als Technologiedemonstrator gebaut und absolvierte am 2. September 2026 die erste Flugerprobung. Der Erstflug dauerte rund 70 Minuten und die unbemannte hochfliegende Plattform erreichte dabei Flughöhen von bis zu 180 Metern über Grund. Ziel ist der Aufstieg in die untere Stratosphäre, in rund 20 Kilometer Höhe – als Alternative zu Satelliten für die Erdbeobachtung und die Kommunikation.

Was ist HAP-alpha?

Höhenflugzeuge für die Stratosphäre – auch bekannt als hochfliegende unbemannte Plattformen (HAPs, von englisch: High Altitude Platforms) stellen eine Alternative zu Satelliten dar, um Aufgaben der Fernerkundung und der Kommunikation nachhaltig wahrzunehmen. Im Gegensatz zu Satelliten im Erdorbit lassen sich HAPs kostengünstiger herstellen und starten; sie können landen, gewartet und für andere Missionen wiederverwendet werden.

Hochfliegende unbemannte und solarbetriebene Plattformen wecken wegen ihres großen Anwendungspotenzials zunehmend Interesse in Forschung und Industrie. Im Unterschied zu umlaufenden Satelliten und bemannten Flugzeugen können HAPs dauerhaft über einem beliebigen Ort stationiert werden. Sie operieren autonom – wie Satelliten. Anders als bei Satelliten ermöglichen Start und Landung jedoch Wartung und die Ausrüstung mit wechselnden Nutzlasten. Neben konventionellen Anwendungen wie Fernerkundung oder Messungen vor Ort (In-Situ) für die Erdbeobachtung können HAPs beispielsweise in Krisengebieten eingesetzt werden oder als Knotenpunkte für Kommunikationsnetze dienen.

Ziele des Projekts HAP-alpha

Ziel des Querschnittsprojekts HAP-alpha (Hochfliegende unbemannte Plattform) war der Aufbau einer umfassenden Systemkompetenz für Höhenflugzeuge im DLR. Diese Kompetenz soll ermöglichen, ein zulassungsfähiges Gesamtsystem – bestehend aus Plattform, Nutzlast, Bodenstation und betrieblichen Abläufen – für den Dauerbetrieb zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben.

Mit fortschrittlichen Leichtbaukonzepten, Miniaturisierungen im Bereich der Sensorik und Avionik sowie Weiterentwicklungen im Bereich von Speichertechnologien, soll eine breite Palette von Anwendungen realisierbar werden.

Meilensteine: Von den Bodentests zum Erstflug

  • HAP-alpha hob im September 2026 zu einem Erstflug ab.
  • Dem Erstflug gingen im Jahr 2025 wichtige Bodentests voraus, in denen das DLR die Struktur und die Systeme des unbemannten Solarflugzeugs umfassend erprobt und für den Flugbetrieb qualifiziert hat.
  • Anschließend führte das DLR Rollversuche mit HAP-alpha durch und erprobte dabei das Rollverhalten des Flugzeugs am Boden.

Mit dem Erstflug liegen nun Erkenntnisse aus allen Phasen des Projekts vor – von der Konstruktion und dem Bau über die Bodenversuche bis zum Flugbetrieb. Diese Erfahrungen fließen in die weitere DLR-Forschung an Höhenplattformen ein.

Das Fluggerät in Zahlen

 

Spannweite

27 Meter

Gewicht

138 Kilogramm

Antrieb

elektrisch, solarbetrieben

Zielhöhe

rund 20 Kilometer

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Projekt HAP-alpha – Hochfliegende unbemannte Plattform

  • Laufzeit: Januar 2018 bis Dezember 2028
  • Federführendes Institut: DLR-Institut für Flugsystemtechnik
  • Projektart: HGF Programmorientierte Förderung
  • Fördermittelgeber: Programmdirektion Luftfahrt, Raumfahrt und Sicherheit

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