26. Mai 2025

KI-Sicherheit beim Pint of Science Festival: Energieeffizienz und Luftfahrt im Fokus

  • Das DLR Institut für KI-Sicherheit war im Mai 2025 mit zwei Vorträgen beim internationalen Pint of Science Festival in Ulm und Köln vertreten
  • In Ulm beleuchtete Hans-Martin Rieser den enormen Energieverbrauch von KI-Systemen und diskutierte Lösungsansätze für effizientere Technologien
  • Charles Berro stellte in Köln die kritische Frage, ob Large Language Models sicher genug für den Einsatz in der Flugsicherung sind
  • Beide Vorträge verdeutlichten die gesellschaftliche Relevanz der KI-Sicherheitsforschung und stießen auf positive Resonanz beim Publikum

Energiehunger der KI im Fokus

In Ulm, wo das Pint of Science Festival erstmalig stattfand, widmete sich Hans-Martin Rieser der drängenden Frage nach dem Energieverbrauch von Künstlicher Intelligenz. Unter dem Titel "Hungrige KI – geht das auch in effizient?" beleuchtete er ein Problem, das mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Anwendungen immer relevanter wird: Der immense Energiebedarf moderner KI-Systeme.
Die Dimensionen sind beeindruckend: Ein einziges mit KI-Tools wie Stable Diffusion oder Midjourney generiertes Bild verbraucht so viel Energie wie zehn Stunden Arbeit auf einem Laptop. Rieser erläuterte den Zuhörern nicht nur die Hintergründe dieses hohen Energiebedarfs, sondern diskutierte auch Lösungsansätze und die Rolle von Quantentechnologien bei der Entwicklung effizienterer KI-Systeme.

KI-Sicherheit in kritischen Infrastrukturen

Parallel dazu stellte Charles Berro in Köln eine andere, nicht weniger wichtige Facette der KI-Sicherheitsforschung vor. Sein Vortrag "Large Language Models in Air Traffic Control" behandelte die kritische Frage, ob Large Language Models wie ChatGPT oder DeepSeek sicher genug sind, um in der Flugsicherung eingesetzt zu werden.
Diese Fragestellung trifft den Kern der Arbeit des DLR Instituts für KI-Sicherheit: Während KI-Systeme im Alltag bereits weit verbreitet sind und beeindruckende Leistungen erbringen, müssen für den Einsatz in kritischen Infrastrukturen wie der Luftfahrt deutlich höhere Sicherheitsstandards erfüllt werden. Berro führte die Besucher durch die komplexen Herausforderungen, die sich bei der Integration von KI in sicherheitskritische Systeme ergeben.

Wissenschaft verständlich vermitteln

Das internationale Pint of Science Festival bot in diesem Jahr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in 27 Ländern weltweit eine Plattform, ihre neuesten Forschungsergebnisse fernab trockener Theorie und komplizierter Fachbegriffe zu präsentieren. In entspannter Atmosphäre konnten die Besucher direkt mit den Forschenden ins Gespräch kommen und komplexe wissenschaftliche Themen in verständlicher Form erleben.
Die positive Resonanz auf beide Vorträge unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsarbeit des DLR Instituts für KI-Sicherheit. Das Institut arbeitet täglich an Methoden und Technologien für den sicheren und zuverlässigen Einsatz von KI und verbindet dabei Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Entwicklungen unter Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen.