Sichere Mobilität durch KI – Landrat besucht DLR Sankt Augustin



• Landrat Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) informierte sich über KI-Sicherheitsforschung am DLR-Standort Sankt Augustin
• OneVision-Simulationsplattform ermöglicht die Erforschung kritischer Übergabeszenarien zwischen autonomen Fahrzeugen und menschlichen Fahrern
• Emotionserkennung durch KI-gestützte Kameraanalyse identifiziert Überforderung und Stress bei Fahrern
• Datenschutz und gesellschaftliche Akzeptanz stehen im Fokus der Technologieentwicklung
Besuch beim Institut für KI-Sicherheit
Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, besuchte gemeinsam mit Regina Rosenstock, Leiterin des Referats für Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung, die DLR-Institute am Standort Sankt Augustin. Nach einer Einführung durch Standortleiterin Dr. Melanie von der Wiesche erhielten die Gäste detaillierte Einblicke in die Forschungsarbeit der drei ansässigen Institute.
OneVision: Fahrzeugsimulator für KI-Sicherheitsforschung
Dr. Arne Peter Raulf, Dr. Markus Lange und Dr. Elena Hoemann vom DLR-Institut für KI-Sicherheit stellten die immersive Simulationsplattform OneVision vor. Dieser speziell entwickelte Fahrzeugsimulator generiert gezielt Forschungsdaten zur KI-Sicherheit und fokussiert sich auf die kameragestützte Erfassung des emotionalen Zustands von Fahrern mittels Künstlicher Intelligenz.
Kritische Übergabeszenarien erforschen
Im Mittelpunkt der Forschung steht eine zentrale Fragestellung der zukünftigen Mobilität: Ist ein Fahrer gestresst oder überfordert und damit nicht mehr fahrtauglich? Kann ein automatisiert fahrendes Fahrzeug sicher an den Menschen übergeben werden? OneVision ermöglicht es, diese kritischen Übergabeszenarien zwischen autonomen KI-Systemen und menschlichen Operateuren realitätsnah zu untersuchen.
Besonders beeindruckend ist die hohe Zuverlässigkeit des Systems bei minimalem Sensor-Input – eine einzige Kamera reicht aus, um den emotionalen Zustand zu erfassen. Dies wird erst durch den Einsatz von KI bei der Datenanalyse möglich, während alternative Lösungsansätze auf Mehrkamerasysteme angewiesen sind.
Sicherheit und Datenschutz im Fokus
Bei erkannter Überforderung des Fahrers oder in sicherheitskritischen Situationen können autonome Fahrfunktionen zugeschaltet werden. Iterative Entwicklungsprozesse sorgen dafür, dass die Systeme kontinuierlich verbessert werden. Gleichzeitig demonstriert das System Szenarien für den Schutz personenbezogener Daten aus Biometrie und KI – ein essentieller Aspekt für die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Technologien.
Der konstruktive Austausch mit den Vertretern des Rhein-Sieg-Kreises unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und regionaler Verwaltung für die Integration sicherer KI-Technologien in die zukünftige Mobilität.