Automatische Spracherkennung für die maritime Situationswahrnehmung

EMSAIR

Automatische Spracherkennung für die maritime Situationswahrnehmung

Das Projekt ‚Enhanced Maritime Situational Awareness with Intelligent Automatic Speech Recognition‘ (EMSAIR) befasst sich mit der automatischen Auswertung von Seefunkverkehr, um schnell präzise und wichtige Informationen über Gefahrensituationen zu erhalten und bereitzustellen und so die Situationswahrnehmung zu verbessern. Das Projekt hat eine Laufzeit von einem Jahr, von Januar 2025 bis Dezember 2025.

Der Funkverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil der Informations- und Kooperationsaufgaben zwischen Schiffen während des Seeverkehrs. Der Funkverkehr enthält wertvolle Informationen über den maritimen Kontext, z.B. detaillierte Informationen über das eigene Schiff und andere Schiffe, die Wetterlage, anormales Verhalten von Schiffen und Personen sowie alle möglichen sensiblen Inhalte. Die Integration von Funkkommunikation mit Sensordaten und anderen Informationen bietet ein umfassenderes Situationsbewusstsein, unterstützt die Identifizierung von Anomalien und hilft, die Aufzeichnung von Situationen für eine spätere Analyse zu verbessern.

Abbildung, Symbolbild, KI-generiert
Konzept eines maritimen Lagebildes
Credit:

https://www.canva.com

Beitrag des Instituts für KI-Sicherheit

Sensible Inhalte können aufgrund von Geräuschen, Akzenten oder anderen Verzerrungen falsch interpretiert werden oder verloren gehen. Die Technologie der automatischen Spracherkennung (ASR) hilft, den Kommunikationsprozess zu automatisieren und die Entscheidungsfindung in Echtzeit zu verbessern. Dies führt auch zu neuen Sicherheitsherausforderungen in Bezug auf die Manipulation analoger Daten, die die Wirksamkeit des ASR-Systems untergraben können. Bleiben solche Manipulationen unentdeckt, kann dies katastrophale Folgen haben, z. B. Kollisionen, die Nichtbeantwortung von Notrufen oder die Manipulation wichtiger Informationen in Notsituationen. Das Institut für KI-Sicherheit erforscht aktiv die Entwicklung von Methoden, um die potenziell schädlichen Auswirkungen zu reduzieren, die externe Eingriffe in Worst-Case-Szenarien verursachen können.

Beteiligte DLR Institute und Einrichtungen

Kontakt

Dr. Michael Karl

Abteilungsleitung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für KI-Sicherheit
Sicherheitskritische Dateninfrastrukturen
Rathausallee 12, 53757 Sankt Augustin

Karoline Bischof

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für KI-Sicherheit
Geschäftsfeldentwicklung & Strategie
Rathausallee 12, 53757 Sankt Augustin