17. April 2019

Au­to­ma­ti­sche Lan­dun­gen un­be­mann­ter Hub­schrau­ber auf Schif­fen bei Wind und Wel­len­gang er­pro­ben

superARTIS bei einer Schiffsdecklandung
su­per­AR­TIS bei ei­ner Schiffs­deck­lan­dung
Bild 1/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

superARTIS bei einer Schiffsdecklandung

Der un­be­mann­te DLR-Hub­schrau­ber su­per­AR­TIS bei der Lan­dung auf dem Deck ei­nes Schiffs der Bun­des­po­li­zei See im Rah­men des Vor­gän­ger­pro­jekts MaR­PAS.
Unbemannter superARTIS
Un­be­mann­ter su­per­AR­TIS
Bild 2/2, Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Unbemannter superARTIS

Der un­be­mann­te DLR-Hub­schrau­ber su­per­AR­TIS mit neu­ar­ti­ger Lan­de­vor­rich­tung aus Seil­win­de und Elek­tro­ma­gnet im Ha­fen Ho­he Dü­ne in Ro­stock-War­ne­mün­de.
  • Im Projekt MaRPAS 2 forschen Bundespolizei See und DLR gemeinsam am Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen auf See.
  • Aus MaRPAS entwickelte Lösungen werden in MaRPAS 2 unter realen Bedingungen erprobt.
  • Schwerpunkt(e): Luftfahrt, Unbemanntes Fliegen, Maritime Sicherheit

Im Projekt Maritimer RPAS-Betrieb (MaRPAS) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinem Kooperationspartner der Bundespolizei See von 2016 bis 2018 Lösungen entwickelt, die den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeuge (RPAS - Remotely Piloted Aircraft Systems) unter den speziellen Bedingungen auf See ermöglichen. Solche Luftfahrzeuge können in Zukunft helfen, den vielfältigen Risiken zu begegnen, denen Schiffe auf den globalen Seewegen ausgesetzt sind. Die entwickelten Lösungen sollen unter realen Bedingungen im Nachfolgeprojekt MaRPAS 2 erprobt werden.

"In MaRPAS haben wir erfolgreich Verfahren und Technologien entwickelt, die die Landung eines unbemannten Luftfahrzeugs auf einer bewegten Plattform unter erschwerten Wetterbedingungen ermöglichen", erklärt Gunnar Schwoch vom DLR-Institut für Flugführung. "Abschließend führten wir in einer Demonstration manuelle Landungen eines RPAS auf einer statischen Schiffsplattform durch. Zum Einsatz kam dabei ein Schiff der Bundespolizei See, welches im Hafen Hohe Düne in Rostock-Warnemünde ankerte", so Schwoch weiter.

Das Nachfolgeprojekt MaRPAS 2 baut direkt auf diese Forschungsarbeiten auf. Es zielt darauf ab, die erarbeiteten Ergebnisse (Konzepte, Präzisionsnavigation, Seilwindentechnik, RPAS-Konfiguration) unter realen Einsatzbedingungen zu erproben und die Systeme insbesondere an größere Windstärken anzupassen. In MaRPAS 2 entwickeln und erproben die Projektpartner automatische Starts und Landungen eines unbemannten Hubschraubers für Schiffe bei Wind, Wetter und Wellengang.

Für den zukünftigen Einsatz eines solchen Systems im operativen Betrieb werden die Projektpartner außerdem rechtliche, technische und operationelle Rahmenbedingungen untersuchen und ein Betriebskonzept (CONOPS – Concept of Operations) erstellen.

Im Verlauf des Projekts nutzen die Wissenschaftler die RPAS-Bodenkontrollstation U-Fly des Instituts für Flugführung die für diesen Zweck umfassend weiterentwickelt wird. Das Institut für Flugsystemtechnik erarbeitet in MaRPAS 2 automatische Start- und Landeprozeduren auf dynamischen Plattformen, welche die Einsatzfähigkeit und Sicherheit von RPAS mit Schiffen erhöhen werden. Die Erprobung und Demonstration der im Projekt entwickelten Fähigkeiten im Flugversuch erfolgt mit dem unbemannte Hubschrauber superARTIS des Instituts für Flugsystemtechnik.

An dem dreijährigen Projekt MaRPAS 2 arbeiten das DLR-Institut für Flugführung und das DLR-Institut für Flugsystemtechnik erneut mit der Bundespolizei See zusammen. Es ist über die Sicherheitsforschung des DLR grundfinanziert.

Die Sicherheitsforschung des DLR

In der Sicherheitsforschung im DLR werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

Kontakt
  • Jasmin Begli
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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Po­li­tik­be­zie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 531 295-2108
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Dr.-Ing. Bianca Schuchardt
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    In­sti­tut für Flug­füh­rung
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    Lilienthalplatz 7
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