25. Mai 2022

DLR­ma­ga­zin 170 – Erst rech­nen, dann flie­gen

Im DLR werden Triebwerke auf verschiedene Weisen untersucht
Im DLR wer­den Trieb­wer­ke auf ver­schie­de­ne Wei­sen un­ter­sucht
Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Im DLR werden Triebwerke auf verschiedene Weisen untersucht

Das Trieb­werk ist das Herz­stück des Flug­zeu­gan­triebs. Im DLR wird es auf Herz und Nie­ren ge­tes­tet: di­gi­tal auf dem Rech­ner und re­al auf Prüf­stän­den wie hier auf dem M2VP (Mehr­stu­fen-Zwei­wel­len-Axi­al­ver­dich­ter-Prüf­stand) des In­sti­tuts für An­triebs­tech­nik in Köln.

Moderne Triebwerke sollen möglichst schadstoffarm und leise sein, dabei aber trotzdem hohe Geschwindigkeiten erreichen. Seit Jahrzehnten arbeiten die DLR-Luftfahrt-Institute daran, sie dahingehend zu verbessern. Dazu betreiben sie verschiedene Prüfstände, auf denen die Kraftmaschinen getestet werden. Seit geraumer Zeit kommen aber weitere Komponenten zur Triebwerksforschung hinzu: Simulationen und digitale Modelle. Mit ihnen können neue Konzepte schon vorab am Rechner getestet werden – nicht jedes Mal muss ein aufwändiger Prototyp gebaut werden. Das beschleunigt die Entwicklung von neuen Triebwerkskonzepten. Welche Rolle das virtuelle Triebwerk zukünftig spielen könnte, darüber sprechen die DLR-Wissenschaftler Stanislaus Reitenbach und Dr. Kai Becker in diesem Magazin.

Aber nicht nur das Triebwerk wird virtualisiert: In Hamburg-Finkenwerder entsteht eine Fabrik, die auf wenige Quadratmeter passt – denn sie ist digital. Hier untersuchen und bewerten DLR-Forscherinnen und -Forscher gemeinsam mit Industriepartnern neue Konzepte und Technologien für Flugzeuge, deren Komponenten und ihre Fertigung.

Im Bereich Raumfahrtmedizin soll sich diesen Sommer eine ganz besondere Mission auf die Reise machen: Zwei Puppen, die dem weiblichen Körper nachempfunden sind, sollen an Bord der unbemannten NASA-Artemis-1-Mission Richtung Mond fliegen. Auf dem Weg misst das MARE-Experiment die Strahlenbelastung während eines Weltraumflugs. Später soll dann im Rahmen des Artemis-Programms der NASA die erste Frau zum Mond fliegen. Da es in Zukunft immer mehr Astronautinnen geben wird, ist der Bedarf an Daten über den weiblichen Organismus groß.

Aber nicht nur ein Raumflug kann unerwünschte Effekte auf den Körper haben, auch die Schwerelosigkeit kann Erkrankungen hervorrufen. Dazu werden auf dem DLR-Gelände in Köln seit 1988 in regelmäßigen Abständen Studien durchgeführt, in denen sich Probandinnen und Probanden für die Forschung ins Bett legen – in Kopftieflage. Dieses DLRmagazin gibt einen Überblick über die Bettruhestudien der vergangenen Jahre.

Und wer sich nach Sonne sehnt, kann mit dem Artikel über die Évora Molten Salt Platform einen Abstecher nach Portugal machen. Dort betreibt das DLR eine Parabolrinnen-Testanlage, durch die flüssiges Salz fließt.

Das DLRmagazin 170 erscheint auch in Englisch. Sie erhalten das Magazin im Abo auf Wunsch kostenfrei nach Hause geliefert.

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