12. Juli 2024 | Blick ins Feuer

Forschungsbrennkammer "N" beweist Leistungsfähigkeit

Optimaler optischer Zugang
Größere Fenster mit Krümmung ermöglichen einen besseren Blick auf den Prozess im Inneren der Brennkammer.
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DLR

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Im Brennraum herrschen Temperaturen von über 3.200 Grad Celsius und Drücke über 100 bar. Um dort einen Einblick zu bekommen, arbeiten die Forschenden am DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen mit speziellen Versuchsbrennkammern. Diese besitzen gläserne Wände und spezielle Zugänge für Messinstrumente, wie Laser, Kameras oder Temperatursensoren. Bisher waren die Fenster allerdings eher klein. Die neue Forschungsbrennkammer "N" verfügt über wesentlich größere Fenster. Sie umfassen fast die komplette Länge der Brennkammer. Neu sind auch die gekrümmten Oberflächen der Fenster. Sie bilden das Geschehen exakter ab, weil auch die Brennkammern in Raketentriebwerken die Form eines Zylinders haben. Das ermöglicht auch bessere Vergleiche mit Triebwerken, die derzeit für den Einsatz in der europäischen Trägerraketen-Familie Ariane entwickelt werden.

Video: Brennkammer "N"
Die Forschungsbrennkammer "N" beweist ihre Leistungsfähigkeit bei einem durchgeführten Test am Forschungs- und Entwicklungsprüfstand P8 beim DLR in Lampoldshausen.

Bei einem kürzlich durchgeführten Test der Forschungsbrennkammer "N" auf dem Forschungs- und Entwicklungsprüfstand P8, haben DLR-Forschende einen Brennkammerdruck von über 100 bar erreicht. Damit stellt die Forschungsbrennkammer "N" ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Diese Entwicklungsarbeiten eröffnen außergewöhnliche Möglichkeiten bei der Untersuchung von Verbrennungen in kryogenen Raketentriebwerken, sowohl für die Forschung als auch für die Raumfahrtindustrie.

Kontakt

Dr. Justin Hardi

Abteilungsleitung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Raumfahrtantriebe
Raketenantriebstechnologie
Im Langen Grund, 74239 Hardthausen