Forschungsbrennkammer "N" beweist Leistungsfähigkeit
Im Brennraum herrschen Temperaturen von über 3.200 Grad Celsius und Drücke über 100 bar. Um dort einen Einblick zu bekommen, arbeiten die Forschenden am DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen mit speziellen Versuchsbrennkammern. Diese besitzen gläserne Wände und spezielle Zugänge für Messinstrumente, wie Laser, Kameras oder Temperatursensoren. Bisher waren die Fenster allerdings eher klein. Die neue Forschungsbrennkammer "N" verfügt über wesentlich größere Fenster. Sie umfassen fast die komplette Länge der Brennkammer. Neu sind auch die gekrümmten Oberflächen der Fenster. Sie bilden das Geschehen exakter ab, weil auch die Brennkammern in Raketentriebwerken die Form eines Zylinders haben. Das ermöglicht auch bessere Vergleiche mit Triebwerken, die derzeit für den Einsatz in der europäischen Trägerraketen-Familie Ariane entwickelt werden.

Video: Brennkammer "N"
Für die Wiedergabe dieses Videos auf Quickchannel.com ist Ihre Zustimmung zur Speicherung von Daten ('Cookies') erforderlich. Unter Datenschutz-Einstellungen können Sie Ihre Wahl einsehen und verändern.
Bei einem kürzlich durchgeführten Test der Forschungsbrennkammer "N" auf dem Forschungs- und Entwicklungsprüfstand P8, haben DLR-Forschende einen Brennkammerdruck von über 100 bar erreicht. Damit stellt die Forschungsbrennkammer "N" ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Diese Entwicklungsarbeiten eröffnen außergewöhnliche Möglichkeiten bei der Untersuchung von Verbrennungen in kryogenen Raketentriebwerken, sowohl für die Forschung als auch für die Raumfahrtindustrie.
