5. Juni 2019

Künstliche Intelligenz hilft bei der Unfalldatenanalyse

Projekt KI4Safety
Das Projekt KI4Safety
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Das Projekt KI4Safety

Das Unfallprognosemodell unterscheidet allein anhand von Luftbildern Orte, an denen sich Unfälle ereignet haben (rot) von sicheren Orten (grün), an denen sich keine Unfälle ereignet haben.      

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erarbeitet ab Juni 2019 für zwei Jahre federführend gemeinsam mit der SSP Consult, Beratende Ingenieure GmbH ein System, das mittels Künstlicher Intelligenz (KI) die Verkehrssicherheitsarbeit unterstützen soll. Dazu wertet das System mit neuartigen Algorithmen des maschinellen Lernens Daten aus, um darauf basierend Unfallhäufigkeiten sowie deren Einflussfaktoren an Knotenpunkten vorherzusagen. Das Projekt KI4Safety wird im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds ("mFUND") mit insgesamt rund 279 Tausend Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Die Daten, die das neue System mit Deep Learning Verfahren auswertet, sind beispielsweise Unfalldaten, Experteninterviews mit Polizei, Unfallkommissionen und Planern unterschiedlicher Institutionen. Des Weiteren werden Luftbilder, Karten sowie Verkehrsdaten verwendet. "Wir definieren anhand dieser gesammelten Daten verschiedene Szenarien, an denen der Algorithmus trainiert wird", erklärt Andreas Leich, DLR-Projektleiter des Instituts für Verkehrssystemtechnik in KI4Safety. "Am Ende haben wir dann ein System, das beispielsweise Stadtplaner oder Unfallkommissionen dabei unterstützt, Unfallschwerpunkte an bestimmten Straßeninfrastrukturen vorherzusagen und geeignete Maßnahmen zu identifizieren", so Leich weiter. Die Künstliche Intelligenz trägt somit zum besseren Verständnis der Vielzahl der Einflüsse auf die Entstehung von Verkehrsunfällen und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.

Über den mFUND des BMVI

Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de.

Kontakt
  • Jasmin Begli
    Kommunikation Braunschweig, Cochstedt, Stade, Trauen
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

    Politikbeziehungen und Kommunikation
    Telefon: +49 531 295-2108
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Prof. Dr.-Ing. Katharina Seifert
    Institutsdirektorin
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Verkehrssystemtechnik
    Telefon: +49 531 295-3400
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Andreas Leich
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Verkehrssystemtechnik
    Telefon: +49 30 67055-409
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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  • Vera Koopmann
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
    Institut für Verkehrssystemtechnik
    Telefon: +49 531 295-3405
    Lilienthalplatz 7
    38108 Braunschweig
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