24. November 2020
Zero Emission Aviation

For­schungs­i­ni­tia­ti­ve als Weg­be­rei­ter für ei­ne nach­hal­ti­ge Luft­fahrt

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Elektrischer Senkrechtstarter  für 19 Passagiere
Elek­tri­scher Senk­recht­star­ter für 19 Pas­sa­gie­re
Credit: DLR (CC-BY 3.0)

Elektrischer Senkrechtstarter für 19 Passagiere

Bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on han­delt es sich um ei­nen elek­tri­schen Senk­recht­star­ter mit Ga­stur­bi­nen für den Rei­se­flug. Die Kon­zept­stu­die ver­fügt über vier elek­tri­sche Pro­pel­ler und zwei Ga­stur­bi­nen, die in den in­ne­ren Gon­deln par­al­lel zu den Elek­tro­mo­to­ren in­te­griert sind. In den Fahr­werks­gon­deln am Rumpf be­fin­den sich Bat­te­ri­en.
  • Forschungseinrichtungen aus 13 Ländern erklären umweltfreundliches Fliegen zum gemeinsamen Ziel.
  • Entwicklung von neuen Antrieben, Kraftstoffen und Konfigurationen steht im Vordergrund.
  • Auch für die urbane Mobilität sollen Lösungen gefunden werden.
  • Schwerpunkte: Umwelt, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, intelligente Mobilität

Ein „Weiter so“ kann es nicht geben, auch und gerade nicht in der Luftfahrt: Sie soll in Zukunft so gut wie keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dieses Ziel einer „Zero Emission Aviation“ (ZEMA) verfolgen Forschungseinrichtungen aus 13 verschiedenen Ländern, die sich in der ZEMA-Gruppe zusammengeschlossen haben. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung zur nachhaltigen Luftfahrt.

Eine reine Wachstumsstrategie wie in der Vergangenheit ist nicht die Lösung für den Luftverkehr von morgen. Auch die Konzentration auf eine Weiterentwicklung bestehender Flugzeuge oder Motoren gilt der ZEMA-Gruppe als nicht ausreichend. Stattdessen sollen neue Technologien entwickelt und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang können zum Beispiel nachhaltige Kraftstoffe eine wichtige Rolle spielen: Weil Verbrennungsprozesse immer mit Emissionen verbunden sind, verpflichten sich die Forschungseinrichtungen, alternative Energiequellen für eine neue Antriebstechnik einzusetzen. Darüber hinaus wollen sie an optimalen Streckenführungen arbeiten: Dazu müssen passende Daten zur Verfügung gestellt werden – zusätzlich zu den Flugzeugen, die diese Strecken klimaschonend fliegen können. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die urbane Mobilität und elektrisches Fliegen gesetzt. Dabei haben sich die Forschungseinrichtungen in ihrer Erklärung auch dazu verpflichtet, die Veränderungen stets im Einklang mit den gesellschaftlichen Bedürfnissen zu gestalten.

Bei Entwicklungen zum elektrischen Fliegen, bei Wasserstoff-Antrieben oder bei ganz neuen Konfigurationen könnten zum Beispiel fliegende Demonstratoren – also reale Prototypen – eine entscheidende Rolle spielen.

Die Zeit drängt: Bei der Weltklimakonferenz von Paris wurde im Jahr 2015 beschlossen, dass in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts netto keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen sollen. Der „Green Deal“ der Europäischen Kommission beinhaltet für Europa das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein. Auch von der Europäischen Kommission wird betont, dass für die Verwirklichung erhebliche Investitionen nötig seien.

Kontakt
  • Andreas Schütz
    Lei­tung Me­dia|Re­la­ti­ons, Pres­se­spre­cher
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Telefon: +49 2203 601-2474
    Fax: +49 2203 601-3249
    Linder Höhe
    51147 Köln
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