25. Februar 2021

Jan Wör­ner schei­det als Ge­ne­ral­di­rek­tor der ESA aus

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2019: ESA-Generaldirektor Jan Wörner: „Vorwärts zum Mond“
2019: ESA-Ge­ne­ral­di­rek­tor Jan Wör­ner: „Vor­wärts zum Mond“
Bild 1/4, Credit: ©DGLR (Thomas Henne)

2019: ESA-Generaldirektor Jan Wörner: „Vorwärts zum Mond“

2019: Ver­tre­ter aus In­dus­trie, Astro­nau­tik, Raum­fahrt- und Pla­ne­ten­for­schung zeig­ten beim DGLR-/DLR-Sym­po­si­um »First Moon Lan­ding« im Tech­nik Mu­se­um Spey­er Mög­lich­kei­ten auf, wie Plä­ne für zu­künf­ti­ge Mond­mis­sio­nen in die Mond­um­lauf­bahn, aber auch Vor­stel­lun­gen für ro­bo­ti­sche und astro­nau­ti­sche Lan­dun­gen auf dem Mond Rea­li­tät wer­den könn­ten. Im Schluss­wort sag­te ESA-Ge­ne­ral­di­rek­tor Pro­fes­sor Jan-Diet­rich Wör­ner: „Wer­den wir zum Mond zu­rück­keh­ren? Nein, wir wol­len nicht zu­rück zum Mond, son­dern es soll­te hei­ßen vor­wärts zum Mond, und von dort wei­ter!“      
 2015: Prof. Jan Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender
2015: Prof. Jan Wör­ner, DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­der
Bild 2/4, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

2015: Prof. Jan Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender

2015: Der DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­de Prof. Jan Wör­ner stellt bei der AG Ver­kehr und di­gi­ta­le In­fra­struk­tur The­men aus der Ver­kehrs­for­schung vor.
2015: Prof. Jan Wörner während seiner Rede auf dem Space Symposium
2015: Prof. Jan Wör­ner wäh­rend sei­ner Re­de auf dem Space Sym­po­si­um
Bild 3/4, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

2015: Prof. Jan Wörner während seiner Rede auf dem Space Symposium

2015: Beim 31st Space Sym­po­si­um in Co­lo­ra­do Springs (USA) sprach der DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­de Prof. Jan Wör­ner über Mo­ti­va­ti­on und Le­gi­ti­ma­ti­on der deut­schen Raum­fahrt.
2015: Hintergrundgespräch mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Jan Wörner
2015: Hin­ter­grund­ge­spräch mit dem DLR-Vor­stands­vor­sit­zen­den Prof. Jan Wör­ner
Bild 4/4, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

2015: Hintergrundgespräch mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Jan Wörner

2015: "Stay hun­gry, stay foo­lish!" Mit dem be­rühm­ten Zi­tat von Ste­ve Jobs er­mu­tig­te Prof. Jan Wör­ner, Vor­stands­vor­sit­zen­der des DLR, die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der 14. DLR_Ta­lent_School, da­zu, auf ih­rem wei­te­ren Kar­rie­re­weg in der For­schung auch mal ab­seits von klas­si­schen Lehr­mei­nun­gen zu den­ken.
  • Am 28. Februar verlässt Prof. Wörner die ESA.
  • Bedauern über vorzeitigen Rückzug.
  • Prof. Kaysser-Pyzalla würdigt Engagement für die Wissenschaft und Raumfahrt.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Raumfahrtpolitik, Europa

Acht Jahre, von 2007 bis 2015, war Prof. Johann-Dietrich „Jan“ Wörner Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 2015 leitete er die europäische Raumfahrtagentur ESA als deren Generaldirektor. Seine persönliche Motivation für den Vorstandsvorsitz beim DLR und als ESA-Generaldirektor war die Begeisterung für die Technik, vor allem die Faszination für die Raumfahrt.

„Die Information, dass Prof. Jan Wörner bereits am 28. Februar 2021 aus dem Amt als ESA-Generaldirektor ausscheiden wird, haben wir mit Bedauern zur Kenntnis genommen. In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des DLR und als Chef der ESA hat er die nationale wie auch die internationale Raumfahrt entscheidend geprägt“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, „Als Wissenschaftler und Europäer ist es seine Überzeugung, dass die Wissenschaft, im Besonderen die Raumfahrt, Nationen verbindet, Grenzen überschreitet und damit Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenführt. Das war bestimmend für seine Arbeit. Nach seinem Ausscheiden aus dem DLR war das „EIN_DLR“ kein leeres Versprechen mehr auf dem Weg zu „UNSER_DLR“. Es war die Gewähr und Aufforderung für ein starkes DLR in allen Bereichen.“

„Mit seinen mutigen Entscheidungen und Impulsen hat Prof. Jan Wörner die ESA stark gemacht und ihr den Weg in die Zukunft geebnet. Darüber hinaus hat er den Ausbau des Programmbereichs Weltraumsicherheit maßgeblich vorangetrieben. Vor allem aber hat er mit großem Verhandlungsgeschick bei der unglaublich erfolgreichen Ministerratskonferenz Space19+ in Sevilla dafür gesorgt, die europäische Raumfahrt finanziell hervorragend auszustatten und wichtige Impulse Richtung Kommerzialisierung und NewSpace zu setzen“, sagt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der deutschen Raumfahrtagentur, die im Auftrag der Bundesregierung das deutsche ESA-Geschäft steuert.

Ein Rückblick

In der Amtszeit von Prof. Wörner beim DLR wurden spannende und neue Themen umgesetzt. Die Diversität im DLR fand besondere Beachtung in der neuen Strategie und ein Graduate Program wurde aufgelegt. Ein DLR weites Wissensmanagement wurde eingeführt und die Kommunikation neu und erfolgreich ausgerichtet. Mit dem Intensivieren der internationalen Aktivitäten erhielt das DLR eine größere Sichtbarkeit, unter anderem durch die Eröffnung eines Büros in Tokyo. Zudem wuchs das DLR von 5400 auf 8000 Mitarbeitende. Viele richtungsweisende Investitionen erfolgten. Die Energie-und Verkehrsforschung wurden einem neu etablierten Vorstandsbereich zugeordnet, was mit einer größeren Eigenständigkeit verbunden war. Mit der Sicherheitsforschung bekam das DLR einen ersten Querschnittsbereich. Als Leiter der deutschen Delegation in der ESA war Prof. Wörner aktiv an den Beschlüssen der ESA-Ministerratskonferenz in Neapel zum europäischen Ariane-Programm beteiligt. Auch die Diskussionen über ein Moon Village gehen auf eine Idee von Prof. Wörner zurück.

Columbus auf der ISS, die Flüge des europäischen Transportraumschiffs ATV, die Einführung des Forschungsflugzeuges A320ATRA, die erfolgreiche Landung von Philae auf dem Kometen 67P – Missionen und Vorhaben, an denen das DLR und Jan Wörner in den Jahren von 2007 bis 2015 aktiv beteiligt waren. Der Einsatz der Falcon 20E „Volcano Ash Hunter“ des DLR zur Erforschung der Folgen eines Vulkanausbruches auf Island geht ebenfalls maßgeblich auf seine Initiative zurück.

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