26. Juli 2021
Gemeinsamer Einsatz von DLR und Hilfsorganisation I.S.A.R.

DLR er­fasst Scha­dens­la­ge nach der Flut­ka­ta­stro­phe

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Begutachtete Gebäudeschäden nach der Flutkatastrophe
Be­gut­ach­te­te Ge­bäu­de­schä­den nach der Flut­ka­ta­stro­phe
Bild 1/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Begutachtete Gebäudeschäden nach der Flutkatastrophe

Mit­hil­fe von hoch­auf­lö­sen­den Ka­me­ra­sys­te­men wur­de die Scha­dens­la­ge an Ge­bäu­den nach der Flut­ka­ta­stro­phe be­ur­teilt.
Nahaufnahmen durch Drohnen
Nah­auf­nah­men durch Droh­nen
Bild 2/3, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Nahaufnahmen durch Drohnen

Mit Ech­zeit-Auf­nah­men wur­den wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen über die Si­tua­ti­on vor Ort an die Ret­tungs­kräf­te ge­lie­fert.
DLR-Forschende unterstützten die Sicherungsarbeiten
DLR-For­schen­de un­ter­stütz­ten die Si­che­rungs­ar­bei­ten
Bild 3/3, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

DLR-Forschende unterstützten die Sicherungsarbeiten

In ei­nem ge­mein­sa­men Ein­satz mit I.S.A.R. Ger­ma­ny in Stol­berg stell­te das DLR er­fah­ren­de und her­vor­ra­gend aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­ten­de.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe unterstützt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der gemeinnützigen Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany (International Search and Rescue) vor Ort die Sicherungsarbeiten. Ein Team von Baufachexpertinnen und -experten sowie Forschenden des Instituts für Optische Sensorsysteme untersuchte Gebäude im nordrhein-westfälischen Stolberg auf ihre Standfestigkeit und Bewohnbarkeit. Das DLR lieferte Luftaufnahmen vor Ort, um die Schadenslage der Gebäude zu beurteilen.

„Erschüttert von dem Ausmaß an Zerstörung und mit tiefem Bedauern über die Opfer der Flutkatastrophe unterstützt das DLR mit seinen Kompetenzen und Technologien die Rettungskräfte in den betroffenen Regionen. Durch den Einsatz von Drohnen, ausgerüstet mit hochauflösenden Kamerasystemen, liefern wir den Rettungskräften aus der Luft wichtige Informationen über die Situation vor Ort“, erklärt Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR. In dem gemeinsamen Einsatz am 19. und 20. Juli 2021 mit I.S.A.R. Germany in Stolberg stellte das DLR erfahrende und hervorragend ausgebildete Mitarbeitende. Ein für Hilfseinsätze speziell geschulter UAV-Pilot lieferte dabei Nahaufnahmen von beschädigten Gebäudestrukturen, da diese nicht zugänglich waren. "Mit den Echtzeit-Aufnahmen unterstützen wir die Baufachberater von I.S.A.R. Germany bei ihrer Arbeit die Gebäudeschäden zu beurteilen. Anhand dessen konnten sie feststellen, welche Gebäude gefahrlos wieder betreten werden können", sagt der DLR-Wissenschaftler Matthias Geßner vom Institut für Optische Sensorsysteme, der als UAV-Pilot Teil des DroneOps-Teams von OPTSAL (Optical Technologies for Situational Awareness Lab) vor Ort im Einsatz war.

Im Helmholtz Innovation Lab OPTSAL arbeiten DLR-Forschende gemeinsam mit Nutzern und Industriepartnern an neuen optischen Technologien und Methoden für Lagebilder, die Behörden und Hilfsorganisationen im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes unterstützen können. Der Einsatz in Stolberg zeigte, welchen Beitrag die aktuelle Forschung im DLR bei der Bewältigung der Flutkatastrophe leisten kann. „Ich bedanke mich bei all unseren Mitarbeitenden, die sich mit vielfältigen Tätigkeiten an den anhaltenden Rettungs- und Aufräumarbeiten beteiligen“, so Prof. Anke Kaysser-Pyzalla.

I.S.A.R. Germany

I.S.A.R. Germany (International Search-and-Rescue) ist eine gemeinnützige, rein spendenbasierte Hilfsorganisation. Sie wurde 2003 in Duisburg gegründet. Nach verheerenden Unglücks- und Katastrophenfällen wird zeitnah ein Team von Rettungsspezialisten zusammengestellt, das in der Regel innerhalb von zwölf Stunden in das jeweilige Einsatzgebiet entsandt wird. Nach schweren Erdbeben und Flutkatastrophen sucht das Rettungsteam in Kooperation mit dem BRH (Bundesverband Rettungshunde) zumeist auch mit Suchhunden nach verschütteten Personen, rettet sie und leistet medizinische Soforthilfe. Seit 2007 arbeitet I.S.A.R. Germany unter dem Dach der Vereinten Nationen und wurde als weltweit erstes Team von der UN-Organisation INSARAG als sogenanntes "Medium Team" geprüft und zertifiziert.

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